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Virgin Galactic: Brachte ein falsches Kommando das Spaceship Two zum Absturz?

Die Ermittler der zuständigen US-Behörde haben einen ersten Hinweis auf eine Absturzursache des Spaceship Two gefunden: Ein zu früh eingeleitetes Bremsmanöver könnte zum Zerbrechen des Raketenflugzeugs von Virgin Galactic geführt haben.

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Absturz des Spaceship Two (am 31. Oktover 2014): Triebwerk und Tanks intakt
Absturz des Spaceship Two (am 31. Oktover 2014): Triebwerk und Tanks intakt (Bild: Kenneth Brown/Reuters)

Möglicherweise war ein fehlerhaftes Manöver die Ursache für den Absturz des Raketenflugzeugs Spaceship Two am 31. Oktober 2014. Das berichtet die britische Tageszeitung The Guardian unter Berufung auf das National Transportation Safety Board (NTSB). Die US-Behörde für Transportsicherheit untersucht den Absturz des Spaceship Two in der Mojave-Wüste im US-Bundesstaat Kalifornien.

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NTSB-Direktor Christopher Hart erklärte, dass das Feathering zu früh eingeleitet wurde. Das Manöver bremst das Raketenflugzeug beim Abstieg: Beim Feathering werden die Leitwerksträger mit den Leitwerken um 90 Grad gedreht, um mehr Luftwiderstand zu erzeugen.

Feathering zu früh eingeleitet

Das Feathering sei ausgelöst worden, bevor das Raketenflugzeug die dafür angemessene Geschwindigkeit erreicht habe. Das Feathering wird in zwei Schritten eingeleitet: Im ersten Schritt entsperrt der Kopilot das System, im zweiten wird es aktiviert. Der erste Schritt sei zu früh erfolgt, sagte Hart. Das zweite Kommando sei aber nicht gegeben worden. Das Manöver sei ohne Kommando eingeleitet worden.

Bei dem Testflug am vergangenen Freitag war das Raketenflugzeug des Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic in der Luft auseinandergebrochen. Der Pilot konnte sich mit dem Fallschirm retten und überlebte schwer verletzt. Der Kopilot starb bei dem Absturz.

Neuer Treibstoff

Virgin Galactic hatte bei dem Testflug erstmals thermoplastisches Polyamid als Treibstoff für das Feststoffraketentriebwerk eingesetzt. Bei den drei vorherigen Testflügen mit Raketentriebwerk wurde dieses mit Hydroxyl-terminiertem Polybutadien (HTPB) befeuert. Der Betrieb des Raketentriebwerks mit dem neuen Treibstoff war zuvor intensiv am Boden getestet worden.

Nach dem Absturz wurde spekuliert, dass der neue Festtreibstoff die Ursache gewesen sein konnte. NTSB-Direktor Hart berichtete aber, dass sie das Triebwerk und die Tanks intakt gefunden hätten. Das aber spreche gegen eine Explosion.

Zu früh für Schlüsse

Dass das verfrühte Feathering die Ursache für den Absturz sei, könne er nicht bestätigen, sagte Hart. Dazu sei die Untersuchung noch nicht weit genug fortgeschritten. Es werde Monate dauern, bis der Absturz endgültig aufgeklärt sei. Fest stehe derzeit nur, dass das Spaceship Two im Flug zerbrochen sei. Das erkennten die Experten aus den Trümmern, die sie am Boden gefunden hätten. Auch ein Versagen der Konstruktion des Raketenflugzeugs wurde bereits als mögliche Ursache ins Spiel gebracht.

Mit dem Spaceship Two wollte Virgin Galactic kommerzielle Raumflüge durchführen. Es sollte Weltraumtouristen bis in eine Höhe von etwa 100 Kilometern bringen. Allerdings war Virgin Galactic bereits deutlich im Verzug. Kürzlich hatte Gründer Richard Branson angekündigt, das Programm werde im kommenden Frühjahr beginnen. Er hält trotz des Unglücks an seinem Geschäft mit dem Weltraumtourismus fest.

Trägerrakete Antares explodiert

Wenige Tage zuvor, am 28. Oktober 2014, hatte es einen weiteren Unfall bei einem privaten Raumfahrtunternehmen gegeben: Die Trägerrakete Antares des US-Unternehmens Orbital Sciences war kurz nach dem Start explodiert. Ursache war mutmaßlich ein Versagen des Triebwerks der ersten Stufe. Es basierte auf einem Triebwerk, das für das aufgegebene sowjetische Mondfahrtprogramm entwickelt wurde.

Die Antares sollte die Raumfähre Cygnus ins All transportieren. Diese hatte Versorgungsgüter für die Internationale Raumstation (ISS) geladen. Orbital Sciences ist eines der privaten Raumfahrtunternehmen, die im Auftrag der US-Raumfahrtbehörde Nasa Versorgungsflüge zur ISS durchführen.



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.headcrash 04. Nov 2014

Dann muss der andere sowieso abspringen. Das Ding wird so kaum/schwer landen lassen.


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