Virgil Griffith: Entwickler und ETH-Dev wegen Hilfe für Nordkorea verurteilt

Virgil Griffith hatte auf einer Konferenz in Nordkorea verraten, wie man internationale Sanktionen mithilfe von Kryptowährungen umgehen kann.

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Der Entwickler Virgil Griffith
Der Entwickler Virgil Griffith (Bild: Lulu Lorien/CC-BY-SA 4.0)

Der US-amerikanische Entwickler Virgil Griffith ist zu 63 Monaten Haft, drei anschließenden Jahren überwachtem Freigang sowie einer Geldstrafe von 100.000 US-Dollar verurteilt worden. Das berichtet Bleeping Computer unter Berufung auf das US-amerikanische Justizministerium. Griffith wurde 2019 verhaftet, da er Nordkorea bei der Umgehung von internationalen Sanktionen geholfen haben soll. Griffith hatte die Vorwürfe 2021 gestanden.

Virgil Griffith wurde vor allem als Entwickler von Wikiscanner bekannt. Mit dem Tool lassen sich Wikipedia-Beiträge von nicht registrierten Konten zu ihrer IP-Adresse zurückverfolgen. Dadurch lassen sich beispielsweise Beiträge identifizieren, die von Unternehmen geschrieben wurden. Griffith hat in den letzten Jahren als Entwickler für Ethereum gearbeitet.

Dieses Wissen hat Griffith auch für Beratungen nordkoreanischer Offizieller verwendet. Der Entwickler informierte im Rahmen einer Kryptowährungskonferenz in Nordkorea dortige Regierungsmitarbeiter über Blockchain- und Kryptogeldtechnologien, die diese für die Umgehung von Sanktionen und Geldwäsche verwenden konnten.

Griffith wollte wohl weitere Personen verpflichten

Dem US-Justizministerium zufolge soll Virgil Griffith auf der Konferenz technische Fragen zu Kryptowährungen und Blockchain beantwortet haben. Außerdem soll er versucht haben, weitere Personen für Reisen nach Nordkorea und ähnliche Beratungen zu verpflichten.

Griffith hätte für die Reise eine Genehmigung des US-amerikanischen Office for Foreign Assets Control (OFAC) benötigt, die er nicht hatte. Zudem wurde die Reise vom Außenministerium der USA nicht genehmigt. Griffith bestand den Gerichtsunterlagen zufolge darauf, sein nordkoreanisches Visum nicht in seinem Pass, sondern als separates Schriftstück zu erhalten, wahrscheinlich um Beweise für seine Reise zu vermeiden.

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