Virenschutz angeblich aus: Microsoft Defender spielt falsche Warnmeldung aus
Die in Windows integrierte Virenschutzsoftware Microsoft Defender hat offenbar seit Wochen Probleme bei der Ausgabe ihres Aktivitätsstatus. Wie Microsoft auf dem Release-Health-Dashboard für Windows bestätigt(öffnet im neuen Fenster), gibt die Software auf einigen Systemen wiederholt Benachrichtigungen aus, laut denen der Defender deaktiviert ist. Tatsächlich handelt es sich aber um einen Anzeigefehler.
Im Netz sind auch passende Nutzerbeschwerden zu finden. In Microsofts Tech Community wies ein Betroffener etwa schon am 7. August(öffnet im neuen Fenster) auf das Problem hin. Und auch auf Reddit(öffnet im neuen Fenster) sind zahlreiche(öffnet im neuen Fenster) Meldungen zu finden(öffnet im neuen Fenster), laut denen der Defender zuletzt immer wieder vor einem inaktiven Virenschutz warnte, obwohl der Schutz in den Einstellungen als aktiv angezeigt wurde.
Laut Microsoft treten die fehlerhaften Benachrichtigungen häufig unmittelbar nach dem Systemstart auf. "Sie bleiben auch dann bestehen, wenn die Benachrichtigungseinstellungen deaktiviert sind", heißt es. Jedoch versichert der Konzern, dass das Virenschutztool ordnungsgemäß funktioniere, so wie es in den Einstellungen angezeigt werde.
Eine Korrektur ist in Arbeit
Was genau die Ursache des beschriebenen Anzeigefehlers ist, ist unklar. Laut Microsoft soll das Problem aber mit den letzten Defender-Updates(öffnet im neuen Fenster) in Verbindung stehen. Als betroffene Betriebssysteme listet der Konzern alle gängigen Versionen der Desktop-Systeme Windows 10 und 11 sowie die Server-Varianten Windows Server 2025, 2022, 2019, 2016 und 2012 (R2) auf.
Ab welcher Defender-Version der Fehler auftritt, gibt Microsoft in seiner Meldung nicht an. Der Konzern versichert aber, an einem Fix zu arbeiten und diesen mit einem zukünftigen Defender-Update bereitzustellen. Einen Zeitplan nannte Microsoft dafür aber bisher nicht. Da das Unternehmen keinen Workaround nennt, werden Betroffene die fehlerhaften Warnmeldungen bis zur Verfügbarkeit der Korrektur hinnehmen müssen.
Leichtfertig ignoriert werden sollten solche Warnmeldungen allerdings nicht, da sie auch auf Infektionen mit einer ausgeklügelten Malware hindeuten können, die darauf abzielt, den Virenschutz zu deaktivieren. Anwender sollten also sicherheitshalber hin und wieder in den Windows-Sicherheitseinstellungen prüfen, ob der Defender wirklich noch aktiv ist. Alternativ geht das auch über die Eingabeaufforderung mit dem Befehl "sc query WinDefend". Der "State" sollte in der Ausgabe auf "Running" stehen.
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