Abo
  • Services:

Stiftung Warentest hat Reparaturfunktionen bewusst nicht getestet

Eine weitere Behauptung betraf die Menge der verwendeten Schadanwendungen, die laut Kritikern zu gering gewesen sei. Nach Ansicht der Stiftung Warentest spiele die Menge der Schadprogramme "nicht die entscheidende Rolle". Zwar würden täglich Tausende neuer Schadprogramme auftauchen, aber die meisten davon seien Abwandlungen bekannter Schadsoftware. Im Test sei darauf geachtet worden, "möglichst unterschiedliche, aktuelle Schadprogramme zu verwenden - und nicht nur Varianten einer Schadanwendung".

Stellenmarkt
  1. BRZ Deutschland GmbH, Nürnberg
  2. BIM Berliner Immobilienmanagement GmbH, Berlin

Insgesamt 1.800 Schadprogramme mussten die Sicherheitsanwendungen im Test erkennen und beseitigen, erklärt die Stiftung. Die Schadsoftware wurde aus dem Internet bezogen und teilweise manuell ausgeführt, heißt es weiter. Zudem seien Webseiten geöffnet worden, über die Schadcode verteilt wird. Damit will die Stiftung dem Vorwurf widersprechen, dass die Quellen der Schadsoftware nicht genannt worden seien.

Virenscanner wurden mit den empfohlenen Einstellungen getestet

Ein weiterer Vorwurf lautete, dass die Sicherheitsanwendungen einseitig auf die Erkennung von Schadsoftware mittels Signaturen geprüft worden seien. Auch dieser Behauptung widerspricht die Stiftung Warentest und betont, dass sich der Test an Computernutzer ohne Expertenwissen richte. Alle Produkte seien anonym online gekauft und mit den vom Anbieter empfohlenen Einstellungen installiert worden. In den Anwendungen seien dann keine weiteren Einstellungen vorgenommen worden. Nach Auffassung der Tester wurden die Anwendungen somit so geprüft, wie sie viele Anwender nutzen würden.

Alle Sicherheitsanwendungen hat die Stiftung Warentest in einer virtuellen Maschine unter Windows 7 getestet. Die Stiftung begründet diese Vorgehensweise damit, dass sich die Systeme so leicht nach einer Infektion durch Schadsoftware in den ursprünglichen Zustand versetzen lassen. Dabei hätten Stichproben auf realen Computern das Vorgehen bestätigt. Die Tester gehen damit nicht direkt auf den Vorwurf ein, dass sich manche Schadsoftware in virtuellen Maschinen anders verhalten würde und Sicherheitssoftware daher nicht in virtuellen Maschinen getestet werden sollte.

Fehlalarme wurden nicht getestet

Zwei andere Vorwürfe kann die Stiftung Warentest nicht entkräften. So wurden weder Fehlalarme bewertet noch die Reparaturfunktionen der Sicherheitsanwendungen getestet. Fehlalarme blieben laut Stiftung Warentest unberücksichtigt, weil Tests in den vergangenen Jahren ergeben hätten, dass es bezüglich der Fehlalarme "kaum Unterschiede zwischen den Produkten" gegeben habe.

Die Reparaturfunktionen von Sicherheitsanwendungen habe die Stiftung Warentest ebenfalls bewusst unberücksichtigt gelassen. Laut der Stiftung ist ein "einmal befallenes System [...] nicht mehr uneingeschränkt sicher". Daher empfiehlt die Stiftung in einem solchen Fall, "ein befallenes System entweder durch ein Backup auf einen älteren Stand zurückzusetzen oder neu zu installieren". Aktuelle Schadprogramme seien so komplex, dass eine Infektionsentfernung meist sehr aufwendig sei. "Wegen dieser Komplexität kann ein Test nur sehr schwer zu einem gültigen Urteil für alle denkbaren Szenarien führen", meint die Stiftung.

 Virenscanner: Stiftung Warentest widerspricht Kritik am Testverfahren
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 7,48€
  2. 4,99€
  3. 33,49€
  4. (u. a. The Crew 2 für 39,99€, Tom Clancy's Ghost Recon Wildlands für 16,99€ und Rayman 3 für...

Truster 06. Jul 2012

selbst bei einer Standard Windows Installation wird der MBR neu geschirieben. Und ein...

Schnarchnase 06. Apr 2012

Genau meine Meinung, das mit der Verschwörungstheorie war darauf bezogen, dass die...

Bankai 05. Apr 2012

Ohje, und solche Leute werden auf die IT losgelassen...

Phreeze 05. Apr 2012

große Firmen halten die AVs auch aktuell ;) Wir benutzen McAfee und da wird die Signatur...

VRzzz 05. Apr 2012

+1


Folgen Sie uns
       


Hallo Magenta - Präsentation auf der Ifa 2018

Auf der Ifa 2018 hat die Deutsche Telekom ihren eigenen smarten Assistenten gezeigt. Er läuft auf einem ebenfalls selbst entwickelten smarten Lautsprecher und soll zunächst trainiert werden. Telekom-Kunden können an einem Test teilnehmen und erhalten dafür den Lautsprecher kostenlos.

Hallo Magenta - Präsentation auf der Ifa 2018 Video aufrufen
Energietechnik: Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus
Energietechnik
Die Verlockung der Lithium-Luft-Akkus

Ein Akku mit der Energiekapazität eines Benzintanks würde viele Probleme lösen. In der Theorie ist das möglich. In der Praxis ist noch viel Arbeit nötig.
Von Frank Wunderlich-Pfeiffer

  1. Elektroautos CDU will Bau von Akkuzellenfabriken subventionieren
  2. Brine4Power EWE will Strom unter der Erde speichern
  3. Forschung Akku für Elektroautos macht es sich im Winter warm

Segelflug: Die Höhenflieger
Segelflug
Die Höhenflieger

In einem Experimental-Segelflugzeug von Airbus wollen Flugenthusiasten auf gigantischen Luftwirbeln am Rande der Antarktis fast 30 Kilometer hoch aufsteigen - ganz ohne Motor. An Bord sind Messinstrumente, die neue und unverfälschte Daten für die Klimaforschung liefern.
Ein Bericht von Daniel Hautmann

  1. Luftfahrt Nasa testet leise Überschallflüge
  2. Low-Boom Flight Demonstrator Lockheed baut leises Überschallflugzeug
  3. Elektroflieger Norwegen will elektrisch fliegen

Lenovo Thinkpad T480s im Test: Das trotzdem beste Business-Notebook
Lenovo Thinkpad T480s im Test
Das trotzdem beste Business-Notebook

Mit dem Thinkpad T480s verkauft Lenovo ein exzellentes 14-Zoll-Business-Notebook. Anschlüsse und Eingabegeräte überzeugen uns - leider ist aber die CPU konservativ eingestellt und ein gutes Display kostet extra.
Ein Test von Marc Sauter und Sebastian Grüner

  1. Thinkpad E480/E485 im Test AMD gegen Intel in Lenovos 14-Zoll-Notebook
  2. Lenovo Das Thinkpad P1 ist das X1 Carbon als Workstation
  3. Thinkpad Ultra Docking Station im Test Das USB-Typ-C-Dock mit robuster Mechanik

    •  /