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Virenscanner: Kaspersky legt Kartellbeschwerde gegen Microsoft ein

Nach den Browserkriegen soll Microsoft erneut gegen Kartellrecht verstoßen - dieser Ansicht ist zumindest Kaspersky. Das Unternehmen will erreichen, dass Microsoft die Verwendung alternativer Virenscanner unter Windows 10 erleichtert.

Artikel veröffentlicht am ,
Eugene Kaspersky beschwert sich über Microsoft.
Eugene Kaspersky beschwert sich über Microsoft. (Bild: Kaspersky Lab/CC-BY 2.0)

Die Sicherheitsfirma Kaspersky hat nach eigenen Angaben Kartellbeschwerde gegen Microsoft eingelegt, weil das Unternehmen den freien Wettbewerb im Bereich von Virenscannern behindere. Die Beschwerden wurden sowohl beim Deutschen Bundeskartellamt als auch bei der EU-Kommission eingereicht.

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Das Bundeskartellamt bestätigte den Eingang der Beschwerde auf Anfrage von Golem.de. Das Schriftstück soll zunächst geprüft werden, zum weiteren Zeitplan gibt es noch keine detaillierten Informationen.

Kaspersky stört sich unter anderem daran, dass Microsoft den Virenscanner Windows Defender fest in das Betriebssystem integriert habe und Nutzer mit zahlreichen Schritten davon abhalten wolle, alternative Produkte zu verwenden. Firmengründer Eugene Kaspersky schreibt in einem Blogbeitrag, Microsoft wolle Nutzer mit "fragwürdigen Methoden" zur Verwendung seiner "minderwertigen" Lösung drängen.

Antivirensoftware nach Update verschwunden

Kaspersky beklagt unter anderem, dass funktionierende Installationen der eigenen Software von Microsoft im Zuge eines Windows-Updates entfernt würden, weil diese angeblich nicht kompatibel seien. Microsoft würde zwar Fristen setzen, damit Hersteller kompatible Produkte entwickeln könnten, diese seien aber zu kurz.

Microsoft geht nach Angaben von The Verge davon aus, nicht gegen bestehendes Recht zu verstoßen. Ein Sprecher sagte: "Microsofts erste Priorität ist es, die eigenen Kunden zu schützen" Man werde alle Fragen der Behörden beantworten.

Über den Sinn und Unsinn von Antivirensoftware wird in der Sicherheitscommunity seit langer Zeit eine kontroverse Debatte geführt. Immer wieder werden zum Teil gravierende Sicherheitslücken in den Produkten gefunden. Neben Kaspersky war zuletzt auch Microsofts Defender betroffen.



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Anonymer Nutzer 08. Jun 2017

Man könnte gleich bei Microsoft schauen: https://support.microsoft.com/en-us/lifecycle...

Stahlreck 08. Jun 2017

Das ist nicht dreist. Da ist Kaspersky selbst schuld. Sie passen ihr zeug halt zu lahm...

Stahlreck 08. Jun 2017

Immer wieder dieses Argument. Es interessiert doch keinen ob Linux auf jedem...

ArcherV 07. Jun 2017

Jap, aber wie gesagt mit den ganzen drumherum komme ich auch auf die 40 Sekunden. Bei...

My1 07. Jun 2017

vor allem dass bei vielen virenscannern das HTTPS aufbrechen standardmäßig aktiv ist...


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