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Virale Verbreitung: Meteorit schlägt im Netz ein

Fast 2.000 Video-Uploads innerhalb von wenigen Stunden: Bereits kurz nach dem Meteoritenschauer in der russischen Region Tscheljabinsk haben Hobbyfilmer bei Youtube ihre Videos eingestellt. Auch bei Twitter, Facebook und Google+ werden weltweit Bilder und Links geteilt.
/ Werner Pluta , Steve Haak
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Schweif des Meteoriten über Tscheljabinsk: mehrere Dutzend Kilotonnen TNT-Äquivalent (Bild: Yuri Kadobnov/AFP/Getty Images)
Schweif des Meteoriten über Tscheljabinsk: mehrere Dutzend Kilotonnen TNT-Äquivalent Bild: Yuri Kadobnov/AFP/Getty Images

Ein Meteorit ist am Morgen in der Luft nahe der russischen Stadt Tscheljabinsk explodiert. Nutzer haben Bilder und vor allem Videos von dem Ereignis ins Netz gestellt. Auf den sozialen Netzwerken wird das Ereignis diskutiert.

Gleich drei Mal wird der Meteoritenschauer in der russischen Region Tscheljabinsk in den weltweiten Trends bei Twitter aufgelistet. Wer nach #Russianmeteor(öffnet im neuen Fenster) , #метеорит(öffnet im neuen Fenster) oder #Челябинске(öffnet im neuen Fenster) (Russisch für Meteorit beziehungsweise Tscheljabinsk) sucht, bekommt eine Fülle von Ergebnissen. Sekündlich kommen neue Tweets hinzu, die Kommentare, Links zu Nachrichtenseiten oder zu Youtube-Videos enthalten.

Videos im Minutentakt

Auf Youtube werden fast im Minutentakt neue Filme hochgeladen(öffnet im neuen Fenster) . Viele stammen von Kameras aus Fahrzeugen, die den Meteoriten zeigen, wie er auf die Erde zurast und einen langen Schweif hinter sich herzieht. Dann gibt es einen grellen Lichtblitz. Die Aufnahmen stammen vor allem von russischen Autofahrern. Viele haben wegen der hohen Verkehrsunfallrate und der nicht immer klaren Beweislage eine Videokamera in ihrem Fahrzeug installiert, um mit Aufnahmen nötigenfalls ihre eigene Unschuld zu beweisen.

Mehrere Dutzend Kilotonnen TNT-Äquivalent

Der Meteorit sei am 15. Februar 2013 um 9:23 Uhr Ortszeit (4:23 Uhr mitteleuropäischer Zeit) bei Tscheljabnisk im Ural niedergegangen, berichtet die russische Nachrichtenagentur RIA Nowosti(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf das Observatorium im nahegelegenen Jekaterinburg. Der Himmelskörper explodierte in der Luft, Teile fielen in einen See. Die Explosion habe mehrere Dutzend Kilotonnen Energie im TNT-Äquivalent freigesetzt, sagte ein Meteoritenexperte der Nachrichtenagentur. Laut dem örtlichen Katastrophenschutz wurden rund 500 Menschen verletzt, neun davon schwer.

Keine Verbindung zu 2012 DA 14

Laut der europäischen Raumfahrtagentur Esa gibt es zwischen dem Meteoriteneinschlag und dem Asteroiden 2012 DA 14(öffnet im neuen Fenster) keine Verbindung. 2012 DA 14 soll heute Abend in knapp 27.000 Kilometern Entfernung an der Erde vorbeifliegen. Die Flugbahnen der beiden Himmelskörper stimmten nicht überein(öffnet im neuen Fenster) .


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