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Viprinet: Der Hybrid-Router der Telekom unter Plagiat-Verdacht

Viprinet, ein Hersteller von Hybridroutern, behauptet, dass die Deutsche Telekom ihren Speedport Hybrid von Huawei auf Basis seiner Technik entwickelt habe, ohne zu bezahlen. Sollte der Speedport Hybrid wirklich bündeln, will das Unternehmen klagen.

Artikel veröffentlicht am ,
Speedport Hybrid
Speedport Hybrid (Bild: Telekom)

Der deutsche Hersteller von Hybridroutern Viprinet hat schwere Anschuldigungen gegen die Deutsche Telekom und Huawei erhoben. Wie Viprinet-Geschäftsführer Simon Kissel Golem.de sagte, habe die Telekom das Hybrid-Konzept 2012 maßgeblich auf Basis von Viprinet-Technik entwickelt. 2013 habe man dann über Umwege erfahren, dass die Telekom aber stattdessen den Router beim chinesischen Hersteller Huawei in Auftrag gegeben habe.

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Telekom-Sprecherin Michaela Weidenbrück sagte Golem.de: "Wir können die gegen uns erhobenen Vorwürfe nicht nachvollziehen. Wir haben die Patent-Situation im Vorfeld ausgiebig geprüft."

Die Telekom hatte im September 2014 angekündigt, 2015 in Deutschland einen Hybrid-Internetanschluss für Privatkunden auf den Markt zu bringen. Ein neuer Router, der Speedport Hybrid, solle Festnetz und Mobilfunk bündeln. Laut dem Datenblatt ist der Verkaufsstart für das Gerät bundesweit im zweiten Quartal 2015. Der Router bietet WLAN 802.11 ac mit 2,4 GHz und 5 GHz und soll abwärtskompatibel zu 802.11 a/b/g/n sein. Ein Betrieb nur für DSL oder nur für LTE ist nicht möglich.

Kissel: "Wir haben Anfang 2012 mit der Telekom Gespräche dazu aufgenommen, dass unsere Bündlungsrouter auch dazu genutzt werden könnten, LTE als DSL-Upstream-Booster zu nutzen. Die Telekom fand das interessant und hat unsere Router mit in ihr Labor genommen und getestet. Mitte 2012 hieß es von der Telekom: alles super."

Ende 2012 hatte die Telekom dann auf einem Investorentag eine Hybrid-Box angekündigt, die die Stärken von LTE und VDSL-Vectoring bündeln sollte. Kissel hatte sich gewundert, weil die Ankündigung nicht abgestimmt war.

"Auf der Cebit 2013 ist dann ein chinesischer Produktmanager von Huawei zu uns an den Stand gekommen und hat behauptet, dass die Telekom Huawei beauftragt habe, unsere Routertechnik nachzubauen. Der Herr bat uns, dass wir ihm unsere Geräte doch daher bitte nochmal näher demonstrieren mögen", sagte Kissel.

Er vermutet, dass es beim Versuch, die Viprinet-Technologie nachzubauen, wohl größere Schwierigkeiten gegeben haben könnte, da die Telekom nun schon mehrfach den Start des Hybrid-Angebotes verschieben musste. Von anderen Netzbetreibern habe er erfahren, dass Mitte 2014 das Huawei-Gerät immer noch nicht bündeln konnte, sondern für Upstream und Downstream nur jeweils wahlweise LTE oder DSL nutzen kann. "Dies ist aber keine Bündelung. Unsere Lösung war, die Grundlast über das billige DSL abzuwickeln und nur die Lastspitzen, wenn zum Beispiel im Browser eine neue Seite geladen wird, über LTE laufen zu lassen", erklärte Kissel.

Die Telekom habe bisher keinen Vorschlag gemacht, für eine mögliche Nutzung des geistigen Eigentums von Viprinet zahlen zu wollen. Kissel: "Solange das Huawei-Gerät nicht tatsächlich funktioniert, wird auch unser Patent auf WAN-Bündelung noch nicht verletzt." Sollte sich das ändern, werde sich Viprinet aber gegen eine mögliche Patentverletzung wehren und habe sich dafür auch die nötigen Finanzmittel besorgt.



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Koto 04. Dez 2014

Klingt so als wäre das ein Problem von Huwai. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die...

Fedora_User 11. Sep 2014

Vielen Dank für den ausführlichen Beitrag und die Aufzählung dessen, was alle Nutzer und...

Screeny 10. Sep 2014

Gibt es zu dem Eintrag eine offizielle Quelle? Bei Viprinet finde ich nichts ...


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