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Viola angeschaut: Cherry präsentiert preiswerten mechanischen Switch

Mit dem Viola wagt sich Cherry an ein neues Switch-Design: Der Schalter arbeitet mechanisch, die Konstruktion ist aber wesentlich einfacher als die der MX-Switches. Der neue Schalter soll eine preiswerte mechanische Alternative zu Rubberdome sein.

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Der neue Viola-Switch von Cherry
Der neue Viola-Switch von Cherry (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Cherry hat auf der Elektronikfachmesse CES 2020 seinen neuen mechanischen Tastaturschalter Viola vorgestellt. Viola soll eine preiswerte Alternative zu Rubberdome-Systemen darstellen und liegt preislich entsprechend unter den Produktions- und Einkaufskosten eines MX-Schalters.

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Das Design des Viola ist weniger komplex als das eines MX-Schalters. Der Switch besteht nur aus vier Teilen: dem Gehäuse, dem Stempel, einer Sprungfeder und einem Kontaktblättchen. Das Gehäuse besteht aus nur einem gegossenen Teil und nicht aus zwei, wie bei den MX-Schaltern.

Auch das Funktionsprinzip des Viola ist einfacher als das eines MX-Schalters: Drücken wir den Stempel des Switches herunter, wird eine am unteren Ende befestigte Kontaktfeder auf zwei Kontaktpunkte der Tastaturplatine gedrückt. Dadurch wird der Kontakt geschlossen und das jeweilige Zeichen ausgelöst. Bei Cherrys MX-Schalter wird der Kontakt im Gehäuse des Schalters selbst geschlossen, indem zwei Metallzungen zusammengeführt werden, was mechanisch komplexer ist.

Ruhiger Laufweg

Der Laufweg der Viola-Schalter fühlt sich sehr geschmeidig an. Der Stempel ist an acht Punkten abgestützt, was ein Wackeln der Tastaturkappen und Bonding verhindern soll. Die Kontaktfeder wird auf dem Rückweg von einer kleinen Kunststoffnase gestoppt, was ein störendes metallisches Ping verhindern soll.

  • Der neue Viola-Switch von Cherry (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Der neue Schalter besteht aus nur vier Teilen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
  • Die Unterseite des Switches durften wir aus patentrechtlichen Gründen noch nicht fotografieren. (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)
Der neue Viola-Switch von Cherry (Bild: Tobias Költzsch/Golem.de)

Für Viola-Schalter ist entsprechend ein PCB nötig, das sich von denen der MX-Schalter unterscheidet. Die Konstruktion des Switches bringt den Vorteil mit sich, dass die Schalter nicht mehr verlötet werden müssen. Nutzer können sie also einfach austauschen (hot swap) und andere Viola-Schalter einsetzen oder Schalter mit unterschiedlichen Anschlagcharakteristika mischen.

Cherry wird zunächst nur eine lineare Version von Viola auf den Markt bringen, die einen Hubweg von 4 mm hat und nach 2 mm auslöst. Bis zum Auslösepunkt beträgt der Kraftaufwand 45 cN, danach steigt er auf 75 cN. In Zukunft sind aber auch taktile und klickende Versionen geplant. Die Nutzungsdauer hat Cherry noch nicht genau beziffert, sie soll zwischen denen von Rubberdome-Tastaturen und MX-Switches liegen. Das entspräche einem Bereich von ungefähr 5 bis 80 Millionen Anschlägen.

Cherry zufolge sollen erste Tastaturen mit Viola-Schaltern in der zweiten Hälfte 2020 auf den Markt kommen. Zunächst sollen Partner erste Produkte veröffentlichen, Cherry plant aber auch eine eigene Tastatur mit den Switches.

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Jesterfox 15. Jan 2020

Eigene Hardware ist oft leider problematisch. Bin froh zumindest ne andere Maus bekommen...

M.P. 13. Jan 2020

Dann kann ich sie aus Funktionalitäts-Zweifel-Gründen auch noch nicht kaufen ...

g0r3 11. Jan 2020

Das Marketing hat bei dir ja voll eingeschlagen.

Jesterfox 10. Jan 2020

Klingt ein wenig wie eine verbesserte MY Variante die ein PCB statt Folien verwendet. Vor...


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