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Vinfast VF6 im Test: Kompakter Hatchback mit vielen Extras und vielen Verbesserungswünschen

Vinfasts VF6 ist ein klassischer Hatchback mit Potenzial, aber auch einigen Macken. Die betreffen vor allem die Software.
/ Tobias Költzsch
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Der VF6 von Vinfast (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der VF6 von Vinfast Bild: Martin Wolf/Golem
Inhalt
  1. Vinfast VF6 im Test: Kompakter Hatchback mit vielen Extras und vielen Verbesserungswünschen
  2. Infotainmentsystem mit eigenwilligen Übersetzungen
  3. Ladeplanung ist unvollständig
  4. Angenehmes Fahrgefühl wird durch viele Warngeräusche getrübt
  5. Vinfast VF6: Verfügbarkeit und Fazit

Der vietnamesische Hersteller Vinfast dürfte Interessenten an Elektroautos nicht sofort einfallen, wenn sie an den Kauf eines neuen Fahrzeugs denken. Das ist nicht verwunderlich, wurde das Unternehmen doch erst 2017 gegründet. 2025 hat Vinfast seine Showrooms hierzulande geschlossen und ist auf einen Händlervertrieb umgeschwenkt. Im vergangenen Jahr hat Vinfast in Deutschland 284 Fahrzeuge angemeldet – nicht gerade eine Menge.

Das Unternehmen bietet in Deutschland zwei Fahrzeuge an: den SUV VF8 und den VF6, den der Hersteller ebenfalls als SUV bezeichnet. Wir haben uns den VF6 im Test angeschaut und viele positive Punkte gefunden, etwa die Ausstattung und das Fahrgefühl. Insgesamt dürfte es Vinfast mit dem Modell in Deutschland aber schwer haben – und das liegt nicht nur an der Konkurrenz.

Wir würden den VF6 eher als klassischen Hatchback denn als SUV bezeichnen: Die Form ist nicht so kantig und wuchtig. Das finden wir gut, denn obwohl Hersteller immer betonen, dass der Markt SUVs verlange, sind wir keine riesigen Fans der Bauform. Einen mit 4.241 mm nicht allzu großen Wagen mit Schrägheck finden wir vom Aussehen her attraktiver.

Solides Design in klassischem Hatchback-Format

Und tatsächlich ist das Design des VF6 solide, da vertraut: Uns erinnert der Wagen an zahlreiche kompaktere Autos der vergangenen Jahrzehnte. Das mag man als einfallslos bezeichnen – oder als bewährt. Die Front des VF6 ist relativ rund, das Heck hingegen etwas kantiger. Das Dach fällt nach hinten leicht ab und endet in einem großen Spoiler. Dadurch wirkt der VF6 sportlicher, als er sich fährt.

Vinfast VF6 im Test
Vinfast VF6 im Test (02:28)

Der Innenraum sieht gut aus: Vinfast verwendet hauptsächlich Kunststoff, dieser ist aber gut verarbeitet. Viele Oberflächen sind unterschäumt und mit Kunstleder bezogen, das Ziernähte aufweist. Hartplastik findet sich jedoch nicht nur unterhalb der Knie, sondern auch auf Ober- und Unterseite des Armaturenbretts sowie der Mittelkonsole. Die Armablage in der Mitte ist mit Kunstleder und Ziernähten überzogen.

Vorn ist genug Platz, auch hinten sitzen Passagiere auf bequemen Sitzen. Die Kopffreiheit ist gut, obwohl das Dach nach hinten leicht abfällt. Die Beinfreiheit geht noch in Ordnung, viel Spielraum haben Personen mit einer Größe ab 1,80 m aber nicht. Dafür ist der Kofferraum mit 423 Litern recht geräumig; klappen wir die Rücksitze um, passen 1.576 Liter in den VF6.

Vom Design her gefällt uns der Innenraum in seinen Schwarz- und Brauntönen gut. Von den Türen quer über das Armaturenbrett zieht sich ein bronzefarbener Streifen aus Kunststoff, der auf den ersten Blick wie Metall wirkt. Auf dem Armaturenbrett gibt es an Buttons nur fünf Taster, mit denen wir die Gänge und die Parkbremse auswählen können. Ansonsten wird der VF6 hauptsächlich über das Display bedient.


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