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Ladeplanung ist unvollständig

Der VF6 hat ein eingebautes Navigationssystem, dessen Sprachführung gut funktioniert. Bei der Planung von Routen begegnen uns aber wieder Übersetzungsfehler, die zu Missverständnissen führen können. Geben wir etwa ein Ziel ein, werden alternative Routen angezeigt, wenn wir auf den Button "Richtungen" drücken. Diese Übersetzung funktioniert auf Deutsch nicht und ist verwirrend.

Das Navigationssystem bietet Livedaten zum Verkehr und zu Ladestationen. Bei manchen Ladestationen wird uns ein Stecker mehr angezeigt, als tatsächlich vorhanden ist – das ist irreführend. Ebenfalls vorhanden ist eine Ladeplanung, die aber ausbaufähig ist. So gibt es zwar die Möglichkeit, die Geschwindigkeit und die Steckervarianten von Ladestationen auszuwählen, nicht aber die Anbieter.

Eine Ladeplanung ohne Anbieterauswahl halten wir angesichts des aktuellen Tarifdschungels in Deutschland und Europa grundsätzlich für nur eingeschränkt sinnvoll nutzbar. Eigenartig finden wir, dass wir nach der Eingabe unseres Ziels und dem Einfügen von Ladestopps die fertige Route nicht als Übersicht angezeigt bekommen. Stattdessen sollen wir einfach losfahren – ohne überhaupt zu erfahren, wann und wo wir laden sollen.

Ladestopps lassen sich nicht einfach austauschen

Um das herauszufinden, müssen wir die Navigationsanweisungen in einer Liste durchscrollen, was viel zu umständlich ist. Die vom System gewählten Ladestopps können wir nicht austauschen. In der Stadt funktioniert das Navi des VF6 ganz gut; wer auf längeren Strecken eine Ladeplanung verwenden will, dürfte damit aber nicht glücklich werden.

Wir haben die Plus-Version des VF6 getestet, die neben zusätzlichen Ausstattungsoptionen wie etwa einem Panoramadach, einem Head-up-Display und Sitzheizung sowie -lüftung auch etwas mehr Leistung hat. Der Frontantrieb liefert 150 kW, während die Standardversion 130 kW hat. Auch im Sportmodus kommt der VF6 damit eher gemütlich vom Fleck.

Das liegt vor allem an einer leichten Verzögerung, wenn wir auf das Strompedal treten. Sind wir erst einmal in Bewegung, reagiert der Wagen im Sportmodus wesentlich besser, auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Ein sportliches Auto ist der VF6 aber nicht. Die Straßenlage ist gut, was auch daran liegt, dass der Wagen mit 1.562 mm nicht so hoch wie manch SUV ist.


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