Der VF6 hat ein eingebautes Navigationssystem, dessen Sprachführung gut funktioniert. Bei der Planung von Routen begegnen uns aber wieder Übersetzungsfehler, die zu Missverständnissen führen können. Geben wir etwa ein Ziel ein, werden alternative Routen angezeigt, wenn wir auf den Button "Richtungen" drücken. Diese Übersetzung funktioniert auf Deutsch nicht und ist verwirrend.
Das Navigationssystem bietet Livedaten zum Verkehr und zu Ladestationen. Bei manchen Ladestationen wird uns ein Stecker mehr angezeigt, als tatsächlich vorhanden ist – das ist irreführend. Ebenfalls vorhanden ist eine Ladeplanung, die aber ausbaufähig ist. So gibt es zwar die Möglichkeit, die Geschwindigkeit und die Steckervarianten von Ladestationen auszuwählen, nicht aber die Anbieter.
Eine Ladeplanung ohne Anbieterauswahl halten wir angesichts des aktuellen Tarifdschungels in Deutschland und Europa grundsätzlich für nur eingeschränkt sinnvoll nutzbar. Eigenartig finden wir, dass wir nach der Eingabe unseres Ziels und dem Einfügen von Ladestopps die fertige Route nicht als Übersicht angezeigt bekommen. Stattdessen sollen wir einfach losfahren – ohne überhaupt zu erfahren, wann und wo wir laden sollen.
Ladestopps lassen sich nicht einfach austauschen
Um das herauszufinden, müssen wir die Navigationsanweisungen in einer Liste durchscrollen, was viel zu umständlich ist. Die vom System gewählten Ladestopps können wir nicht austauschen. In der Stadt funktioniert das Navi des VF6 ganz gut; wer auf längeren Strecken eine Ladeplanung verwenden will, dürfte damit aber nicht glücklich werden.
Bild 1/34: Der Vinfast VF6 ist ein Kompaktwagen in klassischem Hatchback-Design. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/34: Vinfast hat sich gegen ein eckiges SUV-Design entschieden. Der VF6 ist vom Design her unauffällig, aber durchaus gelungen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/34: Der Kofferraum fasst 423 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/34: Werden die Rücksitze umgeklappt, passen laut Hersteller 1.576 Liter in den Wagen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/34: Unter dem Kofferraumboden ist Stauraum für das Typ-2-Ladekabel. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/34: Im Innenraum verwendet Vinfast Kunststoff, die Verarbeitung ist gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/34: Zahlreiche Oberflächen sind unterschäumt und mit Kunstleder samt Ziernähten versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/34: Der zentrale Bildschirm des VF6 ist leicht zum Fahrer geneigt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/34: Das Lenkrad hat beschriftete Bedienelemente. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/34: Die Wischautomatik lässt sich direkt über einen Button am rechten Lenkradhebel aktivieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/34: Die Vordersitze des VF6 lassen sich elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/34: Das Infotainmentsystem des VF6 ist zweigeteilt. Im linken Drittel werden immer Informationen zum Fahrzeug angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/34: Das Navigationssystem bietet schnellen Zugriff auf die Ladestationssuche. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/34: Umliegende Ladestationen werden mit Live-Verfügbarkeit angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/34: Nutzer können bei der Ladestationssuche und Ladeplanung keine Anbieter auswählen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/34: Auch im Navigationssystem finden sich falsche Übersetzungen: Unter "Richtungen" sind die Routen versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/34: Bei der Routenplanung werden Ladestopps inkludiert, aber nicht in der Übersicht angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/34: Um zu sehen, wo wir laden sollen, müssen wir die Routenanweisungen durchscrollen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/34: Das Infotainment bietet einige Apps an, einen Appstore gibt es aber nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/34: Details wie die Spiegeleinstellungen werden auch über das Display gesteuert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/34: Der VF6 hat ein gutes Head-up-Display, das sich konfigurieren lässt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/34: Im linken Bereich des Infotainment-Screens werden Informationen zum Fahrzeug angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/34: Der VF6 bietet auch erweiterte Funktionen wie eine Passagiererkennung auf der Rückbank. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/34: Die Fahrassistenzeinstellungen finden sich in einer separaten App. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/34: Der VF6 hat ein gutes Kamerasystem samt 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/34: In den Fahrmodi abseits des Sportmodus reagiert der VF6 eher zäh. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/34: Das Infotainmentsystem hat auch einen Browser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/34: Der VF6 unterstützt Android Auto und Carplay. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/34: Die Ladeleistung war bei Temperaturen von um die 10 Grad nicht sonderlich gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/34: Die Mittelkonsole hat zwei Becherhalter und ein kleines Staufach. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/34: Auf der Rückbank haben Passagiere eine gute Kopffreiheit, bei den Knien wird der Platz schnell eng. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/34: Der VF6 fährt sich sehr angenehm, die Federung schluckt Schlaglöcher gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 33/34: Das Head-up-Display des VF6 (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 34/34: Der Fahrassistent hat mitunter seine Aussetzer, etwa in Kurven oder Baustellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Wir haben die Plus-Version des VF6 getestet, die neben zusätzlichen Ausstattungsoptionen wie etwa einem Panoramadach, einem Head-up-Display und Sitzheizung sowie -lüftung auch etwas mehr Leistung hat. Der Frontantrieb liefert 150 kW, während die Standardversion 130 kW hat. Auch im Sportmodus kommt der VF6 damit eher gemütlich vom Fleck.
Das liegt vor allem an einer leichten Verzögerung, wenn wir auf das Strompedal treten. Sind wir erst einmal in Bewegung, reagiert der Wagen im Sportmodus wesentlich besser, auch bei höheren Geschwindigkeiten auf der Autobahn. Ein sportliches Auto ist der VF6 aber nicht. Die Straßenlage ist gut, was auch daran liegt, dass der Wagen mit 1.562 mm nicht so hoch wie manch SUV ist.