Infotainmentsystem mit eigenwilligen Übersetzungen
Das Infotainmentsystem ist aufgeteilt in einen Hauptbildschirm und einen Informationsbereich. Dieser befindet sich im linken Drittel des Displays und zeigt dauerhaft das Fahrzeug von oben sowie Informationen zur Fahrt wie auch Hinweisleuchten an. Ein Fahrdisplay hinter dem Lenkrad hat der VF6 nicht – unser Plus-Modell hat allerdings ein HUD, das uns Informationen anzeigt, etwa die Geschwindigkeit. Im Standardmodell werden Fahrinformationen inklusive des Tempos nur im zentralen Display in der linken oberen Ecke angezeigt, wie bei Tesla.
Die restlichen zwei Drittel des Displays sind für das Infotainmentsystem gedacht, zu dem unter anderem ein Navi, Spiele und ein Browser gehören. Einen Appstore gibt es nicht, Nutzer können entsprechend keine Anwendungen nachinstallieren. Der VF6 unterstützt Carplay und Android Auto.
Das Infotainmentsystem ist an sich übersichtlich, auf dem Hauptbildschirm können wir Widgets und Apps ablegen. Wir haben aber zahlreiche Übersetzungsfehler im System gefunden. Wie bei anderen Herstellern aus Asien können wir nicht ganz nachvollziehen, wie so etwas passieren kann – eine Übersetzung sollte sich eigentlich recht einfach prüfen lassen.
Fahrassistenzeinstellungen in eigener App
Etwas umständlich finden wir, dass die Fahrassistenzeinstellungen nicht im normalen Einstellungsmenü untergebracht sind. Stattdessen finden wir sie in einer separaten App. Der VF6 hat zahlreiche Assistenzsysteme: So gibt es einen Querverkehrswarner, eine Kollisionswarnung, einen Notbremsassistenten, Parksensoren und -kameras samt guter 360-Grad-Einstellung sowie einen Fahrassistenten mit Verkehrszeichenerkennung und Geschwindigkeitsanpassung.
Bild 1/34: Der Vinfast VF6 ist ein Kompaktwagen in klassischem Hatchback-Design. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 2/34: Vinfast hat sich gegen ein eckiges SUV-Design entschieden. Der VF6 ist vom Design her unauffällig, aber durchaus gelungen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 3/34: Der Kofferraum fasst 423 Liter. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 4/34: Werden die Rücksitze umgeklappt, passen laut Hersteller 1.576 Liter in den Wagen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 5/34: Unter dem Kofferraumboden ist Stauraum für das Typ-2-Ladekabel. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 6/34: Im Innenraum verwendet Vinfast Kunststoff, die Verarbeitung ist gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 7/34: Zahlreiche Oberflächen sind unterschäumt und mit Kunstleder samt Ziernähten versehen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 8/34: Der zentrale Bildschirm des VF6 ist leicht zum Fahrer geneigt. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 9/34: Das Lenkrad hat beschriftete Bedienelemente. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 10/34: Die Wischautomatik lässt sich direkt über einen Button am rechten Lenkradhebel aktivieren. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 11/34: Die Vordersitze des VF6 lassen sich elektrisch verstellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 12/34: Das Infotainmentsystem des VF6 ist zweigeteilt. Im linken Drittel werden immer Informationen zum Fahrzeug angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 13/34: Das Navigationssystem bietet schnellen Zugriff auf die Ladestationssuche. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 14/34: Umliegende Ladestationen werden mit Live-Verfügbarkeit angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 15/34: Nutzer können bei der Ladestationssuche und Ladeplanung keine Anbieter auswählen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 16/34: Auch im Navigationssystem finden sich falsche Übersetzungen: Unter "Richtungen" sind die Routen versteckt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 17/34: Bei der Routenplanung werden Ladestopps inkludiert, aber nicht in der Übersicht angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 18/34: Um zu sehen, wo wir laden sollen, müssen wir die Routenanweisungen durchscrollen. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 19/34: Das Infotainment bietet einige Apps an, einen Appstore gibt es aber nicht. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 20/34: Details wie die Spiegeleinstellungen werden auch über das Display gesteuert. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 21/34: Der VF6 hat ein gutes Head-up-Display, das sich konfigurieren lässt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 22/34: Im linken Bereich des Infotainment-Screens werden Informationen zum Fahrzeug angezeigt. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 23/34: Der VF6 bietet auch erweiterte Funktionen wie eine Passagiererkennung auf der Rückbank. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 24/34: Die Fahrassistenzeinstellungen finden sich in einer separaten App. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 25/34: Der VF6 hat ein gutes Kamerasystem samt 360-Grad-Kamera. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 26/34: In den Fahrmodi abseits des Sportmodus reagiert der VF6 eher zäh. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 27/34: Das Infotainmentsystem hat auch einen Browser. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 28/34: Der VF6 unterstützt Android Auto und Carplay. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 29/34: Die Ladeleistung war bei Temperaturen von um die 10 Grad nicht sonderlich gut. (Bild: Tobias Költzsch/Golem)
Bild 30/34: Die Mittelkonsole hat zwei Becherhalter und ein kleines Staufach. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 31/34: Auf der Rückbank haben Passagiere eine gute Kopffreiheit, bei den Knien wird der Platz schnell eng. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 32/34: Der VF6 fährt sich sehr angenehm, die Federung schluckt Schlaglöcher gut. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 33/34: Das Head-up-Display des VF6 (Bild: Martin Wolf/Golem)
Bild 34/34: Der Fahrassistent hat mitunter seine Aussetzer, etwa in Kurven oder Baustellen. (Bild: Martin Wolf/Golem)
Der Fahrassistent wird über das Lenkrad aktiviert. Wird eine neue Geschwindigkeitsbegrenzung erkannt, können wir sie über einen weiteren Button mit einem Verkehrsschild darauf festlegen. Die Geschwindigkeit und der Abstand lassen sich einfach über Buttons auf der rechten Seite des Lenkrads festlegen, die praktischerweise beschriftet sind. Das mag nicht so schick aussehen wie bei anderen Herstellern, dafür ist die Funktion schnell zu finden.
Der Fahrassistent funktioniert in der Regel gut. Wie BYDs Seal kann der Vinfast VF6 aber manchmal auch harmlose Kurven auf der Autobahn bei moderater Geschwindigkeit nicht halten. Wir müssen öfter eingreifen als bei den Fahrassistenten anderer Hersteller. Der VF6 hat einen Spurwechselassistenten, der normalerweise gut funktioniert.
Manchmal blinken wir aber zum Wechseln der Spur, nur um dann angezeigt zu bekommen, dass der Spurwechselassistent nicht funktioniert. Dabei wird der Fahrassistent kurzzeitig abgeschaltet. Wer das vor einer leichten Kurve nicht merkt, verlässt die Spur, was gefährlich sein kann. Diese Probleme sollte Vinfast schleunigst beseitigen, da sie das Vertrauen in den Fahrassistenten insgesamt verringern.