Auch andere segeln

Vor einigen Jahr etwa hat das Hamburger Unternehmen Sky Sails eine Art Lenkdrachen entwickelt, der am Bug eines Schiffes befestigt wird. Bei günstigem Wind wird der Drachen gehisst und unterstützt den Schiffsmotor. Bis in eine Höhe von 500 Metern kann der Drachen aufsteigen. In dieser Höhe weht der Wind deutlich stärker als direkt über der Wasseroberfläche. Dort wird die Luft durch die Reibung gebremst. Das System ist bereits im Einsatz, unter anderem seit 2008 auf dem Schiff BBC Skysails.

  • Vindskip ist ein modernes Segelschiff, das vom Wind angetrieben wird, obwohl es kein Segel hat. (Bild: Lade AS)
  • Der schlanke hohe Rumpf dient als Segel. Das Prinzip ähnelt dem der Tragfläche eines Flugzeugs. (Bild: Lade AS)
  • Das erste Vindskip könnte ein Autotransporter werden. (Bild: Lade AS)
  • Das Vindskip ist allerdings noch ein Konzept. Konstrukteur Lade glaubt, 2019 könnte ein Vindskip vom Stapel laufen. (Bild: Lade AS)
  • Schon im Einsatz sind andere Segeltechniken: der Lenkdrachen von Skysails etwa... (Foto: Skysails)
  • ... oder die Flettner-Rotoren auf dem Frachter E-Ship 1. (Foto: Carschten/Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)
Schon im Einsatz sind andere Segeltechniken: der Lenkdrachen von Skysails etwa... (Foto: Skysails)
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Andere Formen des Antriebs mit Wind auf Frachtschiffen sind die bereits erwähnten Flügelsegel, Segel, die an drehbaren Masten befestigt sind und ähnlich aussehen wie einst die Rahsegel, sowie Flettner-Rotoren. Das sind senkrecht stehende, rotierende Zylinder. Sie werden vom Wind angeströmt und erzeugen durch ein ähnliches Prinzip wie das Vindskip einen Vortrieb.

Wind spart Treibstoff

Ein Schiff mit Windunterstützung zu betreiben, könnte Treibstoffeinsparungen im zweistelligen Prozentbereich bringen, erklären die Autoren einer Studie, die LR kürzlich veröffentlicht hat. Das größte Einsparpotenzial bieten demnach die guten alten Rahsegel: Mit ihnen verbraucht ein Schiff bis zu 50 Prozent weniger Treibstoff. Flügelsegel verringern den Verbrauch um 10 bis 40 Prozent, Sky Sails und Flettner-Rotoren um 10 bis 35 Prozent.

Die niedrigen Treibstoffpreise ließen das zwar derzeit weniger attraktiv erscheinen. Allerdings sei Treibstoffersparnis nur ein Motiv für eine solche Technik, heißt es in der Studie: Unternehmen sähen heutzutage "einen Nutzen über die Reduzierung der Betriebskosten hinaus". Sie wollten beispielsweise ihre Kohlendioxid-Bilanz verbessern oder sich weniger abhängig von fossilen Brennstoffen machen.

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Hier sieht auch Lade seine Chance: Hersteller umweltfreundlicher Produkte wollten künftig ihre Produkte nicht mehr mit schadstoffemittierenden Schiffen transportieren lassen, sagt er. Wenn Kohlendioxid-Emissionen, auch die, die beim Transport auftreten, in die Produktkennzeichnung aufgenommen werden, dann liege es nahe, ein Transportmittel mit einer niedrigen Kohlendioxid-Bilanz zu nutzen. "Es leuchtet ein, dass ökologisch effiziente Neuwagen auch auf ökologisch effizienten Schiffen zum Händler transportiert werden."

Das Konzept eignet sich allerdings nicht für alle Schiffstypen. Containerfrachter, Roll-on-Roll-off-Schiffe (Ro-Ro), auf die die Fracht inklusive Fahrzeug verladen wird, Autotransporter, sogenannte PCTC (aus dem Englischen: Pure Car/Truck Carrier) sowie Passagierschiffe können so gebaut werden. Sie konzentrierten sich auf die Typen Ro-Ro und PCTC, sagt Lade.

Vindskip wird im Windkanal getestet

Bisher haben die Norweger ihr Design im Windkanal der Cranfield University in Shrivenham in der südostenglischen Grafschaft Oxfordshire ausprobiert. Den nutzen auch schonmal Formel-1-Teams, um das Design ihrer Boliden zu testen. Den Ergebnissen aus dem Windkanal nach zu urteilen, geht Lades Konzept auf.

Als Nächstes soll sich das Vindskip in seinem künftigen Element bewähren: In diesem Monat wollen die Konstrukteure ein Modell erstmals zu Wasser lassen. In einem Schleppbecken, einem Versuchsbecken in einer Schiffsbauversuchsanstalt, wollen sie mit den Schwimmtests beginnen.

Ende dieses Jahres solle die Entwicklung des modernen Seglers abgeschlossen sein, sagt Lade. Der Bau des Schiffes werde voraussichtlich zwei bis drei Jahre dauern. "Wir schätzen, dass es 2019 in See stechen kann."

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 Vindskips Maschine ist sauber
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Ach 28. Apr 2015

Frag mich nicht nach den genauen Details(zu lange her), aber man kann eine sauber...

guzzty 22. Apr 2015

Finde ich großartig, dass sich hier doch noch einige nicht von der steten Miesmacherei...

EynLinuxMarc 21. Apr 2015

und wenn da mal richtig Sturm ist wird das nicht Um geschmissen vom Wind?

Ach 14. Apr 2015

Das ist tatsächlich ein ziemliches Problem, und wenn man es sich mal überlegt, dann...

Djinto 14. Apr 2015

3-4x so schnell wie der Wind. Deshalb müssen Flettner Rotoren aktiv getrieben werden und...



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