Viertes Netz: 1&1 Mobilfunk bestellt erste reale Antennenstandorte

Die United-Internet-Tochter 1&1 Mobilfunk macht tatsächlich weitere Schritte für ein eigenes Netz.

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Open-RAN-Mobilfunknetz von Rakuten für 1&1 Mobile
Open-RAN-Mobilfunknetz von Rakuten für 1&1 Mobile (Bild: United Internet)

Die 1&1 Mobilfunk hat mit GfTD einen Vertrag über den Bau von 500 Antennenstandorten geschlossen. Das gab das Unternehmen am 4. April 2022 bekannt. GfTD ist Dienstleister für Funkturminfrastruktur und wird als Generalunternehmer neue Antennenstandorte für das 1&1-Mobilfunknetz aufbauen.

Beide Unternehmen arbeiten bereits seit Anfang 2020 im Rahmen des Weiße-Flecken-Programms der Bundesregierung zur Schließung von Versorgungslücken im ländlichen Raum zusammen. Hier hat GfTD im Auftrag von 1&1 hunderte neue Mobilfunkstandorte errichtet, die auch von der Deutschen Telekom, Vodafone und Telefónica mitgenutzt werden können.

1&1 Mobilfunk: Bisher noch keine Antenne

Stand Ende Januar 2022 hatte der neue deutsche Mobilfunkbetreiber 1&1 immer noch keine Antenne installiert. Daran dürfte sich auch jetzt noch nichts geändert haben.

1&1 wird sein ungewöhnliches Mobilfunknetz von dem japanischen Open-RAN-Netzbetreiber Rakuten aufbauen lassen. Rakuten ist Generalunternehmer und hat die Verantwortung für den kompletten Aufbau und die Planung. Fronthaul, Midhaul und Backhaul werden über die Schwestergesellschaft 1&1 Versatel realisiert.

Eine Sprecherin sagte im Januar 2022: "Im Dezember haben wir den ersten Tower-Co-Deal mit Vantage Towers geschlossen. Damit soll sich natürlich auch die Ausbaugeschwindigkeit beschleunigen. Das erste Etappenziel sind die 1.000 Antennen bis Ende 2022. Insgesamt ist es das Ziel, die Auflagen der Bundesnetzagentur nicht nur einzuhalten, sondern möglichst zu übertreffen. Das wird also in den kommenden Monaten richtig Fahrt aufnehmen."

Untermieter bei der Vodafone-Funkturmgesellschaft Vantage Towers

Tatsächlich hat 1&1 Mobilfunk bei der Vodafone-Funkturmgesellschaft Vantage Towers einen Vertrag zur Anmietung von Antennenstandorten unterzeichnet. Der neue Netzbetreiber wird Zugriff auf mehrere Tausend bereits bestehende Funkmasten von Vantage Towers sowie auf weitere neu zu erschließende Antennenstandorte erhalten.

Im Mai 2021 haben Telefónica Deutschland und 1&1 Drillisch nach langen Verhandlungen eine Roaming-Vereinbarung getroffen.

1&1 Drillisch hat bei der vergangenen 5G-Frequenzauktion der Bundesnetzagentur Blöcke für 1,07 Milliarden Euro ersteigert. Das Unternehmen erhielt 2 x 20 MHz bei 2 GHz und 50 MHz im Bereich 3,6 GHz. Laut den gültigen Vorgaben der Bundesnetzagentur muss United Internet im 3,6-GHz-Frequenzbereich bis Ende 2025 mindestens 25 Prozent der Haushalte mit 5G versorgen, das sind in jedem Fall mehrere Tausend Standorte. 1.000 Standorte müssen aber bereits bis Ende des Jahres 2022 in Betrieb sein, je Bundesland proportional umgelegt.

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