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Vienna Scientific Cluster 3: Wiener Supercomputer badet in Öl

Österreichs neuer Supercomputer Vienna Scientific Cluster 3 erreicht durch seine rund 32.000 Prozessorkerne 600 Teraflops und ist das schnellste System seiner Art mit Ölkühlung.
/ Marc Sauter
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Der Rechnerraum des Vienna Scientific Cluster 3 (Bild: TU Wien/Matthias Heisler)
Der Rechnerraum des Vienna Scientific Cluster 3 Bild: TU Wien/Matthias Heisler

Statt mit Warmwasser oder Luft wird der Vienna Scientific Cluster 3 (VSC3) durch Mineralöl gekühlt. Der schnellste Supercomputer Österreichs ist ein Gemeinschaftsprojekt von acht Universitäten, er erreicht mehr als 600 Teraflops an Linpack-Rechenleistung und klettert damit in der Top-500-Liste nach oben.

Beteiligt sind neben der TU Wien die Universität Wien, die Universität für Bodenkultur, die Universität Innsbruck, die TU Graz, die Karl-Franzens-Universität Graz, die Montanuniversität Leoben und die Universität Klagenfurt. Das System besteht aus 2.020 Knoten mit je zwei Xeon E5-2650 v2(öffnet im neuen Fenster) , 64 GByte DDR3-Arbeitsspeicher und zwei Infiniband.

Insgesamt rechnen 32.320 einzelne Prozessorkerne, die Hardware benötigt laut der TU Wien 540 Kilowatt – das sind rund 0,8 Kilowatt pro Teraflop. Der Vienna Scientific Cluster 2 war mit etwa 2,3 Kilowatt pro Teraflop bei gut 150 Teraflops viel ineffizienter. Weltweit am "grünsten" ist das GSIC Center mit etwa 0,12 Kilowatt pro Teraflop.

Gekühlt wird der Cluster von 35 Tonnen Paraffinöl, das einen höheren Wärmeleitungskoeffizienten als warmes Wasser oder Luft hat. Somit fällt die Leistungsaufnahme für Lüfter weg – diese können bei einem Supercomputer mehr als ein Zehntel des Stromverbrauchs ausmachen.

Der Vienna Scientific Cluster 3 soll noch im Juli 2014 eine Arbeit aufnehmen.


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