Viele Überstunden: Ingenieure verdienen 2.400 Euro mehr als im Vorjahr

Ingenieure verdienen mehr als im Vorjahr. Doch zugleich bleibt der Zahl der geleisteten Überstunden auf sehr hohem Niveau.

Artikel veröffentlicht am ,
Mehr Geld für Ingenieure
Mehr Geld für Ingenieure (Bild: Martin Wolf/Golem.de (Montage))

Das Durchschnittseinkommen von Ingenieuren ist im im vergangenen Jahr um 3,9 Prozent auf 64.000 Euro gestiegen. Das ergibt eine Erhebung des Karriereportals Ingenieur.de, die am 20. April 2018 vorgelegt wurde. Das entspricht einem Gehaltsplus von 2.400 Euro. Im Jahr 2016 legten die Ingenieurseinkommen im Schnitt nur um 1.000 Euro zu.

"Mit Blick auf die niedrige Arbeitslosenquote unter Ingenieuren und wachsenden Problemen, offene Stellen zu besetzen, haben die Unternehmen stark an der Einkommensschraube gedreht", sagte Ulrike Gläsle, Marketingchefin des VDI Verlags und Auftraggeberin der Studie.

Am stärksten stiegen die Einkommen in der Bauindustrie. Sie legten im Schnitt um elf Prozent auf 56.000 Euro zu. Das bedeutet ein Plus von 5.600 Euro. Allerdings kann die Baubranche damit nicht zu den führenden Industriezweigen aufschließen. Ingenieure in der Chemie- und Pharmaindustrie verdienen mit rund 81.500 Euro immer noch am besten, auch wenn ihre Einkommen stagnierten oder sogar leicht zurückgingen.

Ein kräftiges Plus gab es auch in den stark vom Export abhängigen Branchen. In der Autoindustrie legten die Einkommen um 5.000 Euro auf 72.500 Euro zu (+7,4 Prozent), im Maschinen- und Anlagenbau stiegen sie um 4.500 Euro auf 67.200 Euro (+7,1 Prozent). Fast keine Veränderungen gab es bei Ingenieur- und Planungsbüros, die weiter am Ende der Lohnskala stehen.

Mehr Geld für Berufseinsteiger

Von der allgemeinen Entwicklung können auch junge Ingenieure profitieren. Berufseinsteiger sind ebenfalls in allen Branchen stark gefragt und erzielten im Jahr 2017 Einstiegsgehälter von im Schnitt 48.000 Euro. Das sind knapp 1.500 Euro mehr als im Jahr 2016.

Dabei arbeiten Ingenieure in Deutschland deutlich länger, als in Tarif- und Arbeitsverträgen vereinbart. Laut der Studie leisten sie im Schnitt vier Überstunden pro Woche. Dabei stützt sich ingenieur.de auf die tatsächlichen Angaben von rund 15.000 Ingenieuren in Deutschland. Ginge es nach der vertraglich geregelten Arbeitszeit, würden nur 3,4 Prozent der Ingenieure länger als 40 Stunden pro Woche arbeiten. Der Studie zufolge leisten 45,6 Prozent der Ingenieure zwischen einer und vier Überstunden pro Woche. Weitere 13,4 Prozent arbeiten sechs bis zehn Stunden länger als vereinbart. Knapp 4 Prozent leisten sogar mehr als zehn Überstunden. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Arbeitsbelastung nicht verringert.

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schnedan 22. Apr 2018

Das Berufsanfänger besser bezahlt werden, bekommt ein doppelplusgut Wie ist die...

schnedan 22. Apr 2018

teilweise richtig, wenn ich früher gehe, stehe ich einfach nur länger im Verkehr, bleibe...

Anonymer Nutzer 20. Apr 2018

Gehalt steigt, Stundenlohn sinkt. Ein Wunder?



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