Videoüberwachung: Ikea filmte Angestellten-Toiletten

Bereits 2015 hatte Ikea Überwachungskameras in den Toiletten in einem Lager in Großbritannien angebracht. Nun wurden sie entdeckt.

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Ob dieser Ikea-Angestellte ebenfalls überwacht wurde?
Ob dieser Ikea-Angestellte ebenfalls überwacht wurde? (Bild: Andreas Rentz/Getty Images)

Ikea hat seine Angestellten in einem Lager in Peterborough (Großbritannien) mit verstecken Kameras überwacht - auf der Toilette. Nachdem ein Angestellter eine Kamera während der Toilettenbenutzung bemerkt hatte, wurden die Kameras entfernt.

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Entdeckt wurden die Überwachungskameras Ende September 2021, als das Licht in der Toilette aus war. Einer Person fiel ein rotes Licht zwischen den Paneelen der abgehängten Decke auf. Das Licht stellte sich anschließend als Überwachungskamera heraus. Als die Ikea-Angestellten weitere Damen- und Herren-Toiletten kontrollierten, wurden sie auch hier fündig.

Dem Onlinemagazin The Register bestätigte Ikea den Einsatz der Kameras, die bereits vor sechs Jahren angebracht wurden. "Die Installation der Kameras im Jahr 2015 diente dazu, mutmaßliche Aktivitäten aufzudecken, die zu schweren Verletzungen von Mitarbeitern hätten führen können, und ein hohes Maß an Sicherheit vor Ort zu gewährleisten", erklärte Ikea.

Die Kameras seien nur dazu gedacht gewesen, Aktivitäten im Dachraum oder in den Fluren zu filmen. "Wir verstehen, dass die Entdeckung dieser Kameras beunruhigend sein kann", erklärte Ikea und versprach, die Kameras umgehend abzubauen.

Angestellte erwäge rechtliche Schritte

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"So etwas habe ich noch nie gehört. Es fällt mir schwer, das zu begreifen. Wie um alles in der Welt konnte jemand glauben, dass so etwas jemals akzeptabel sei?", erklärte eine Fachkraft des Unternehmens dem Peterborough Telegraph. Während eine andere ergänzte: "Das waren keine drahtlosen Kameras, sondern ein ganzes Netzwerk von Kabeln."

Die Ikea-Angestellten überlegen sich nun, rechtliche Schritte gegen die Überwachungsmaßnahme einzuleiten. Gegenüber The Register erklärte die britische Datenschutzbehörde ICO (Information Commissioner's Office), das bei ihr bis dato noch keine Beschwerde eingegangen sei.

"Die Aufzeichnung von Bildern identifizierbarer Personen durch Überwachungskameras muss in Übereinstimmung mit dem Datenschutzgesetz erfolgen", sagte ein Sprecher der Datenschutzbehörde. "In Bereichen, in denen die Menschen ein hohes Maß an Privatsphäre erwarten, wie z. B. in Umkleidekabinen oder Toiletten, sollten Videoüberwachungen nur in absoluten Ausnahmefällen eingesetzt werden, wenn es darum geht, sehr ernste Probleme zu lösen. In diesen Fällen müssen die Organisationen die Menschen darüber informieren, dass eine Videoüberwachung in Betrieb ist und dass angemessene Beschränkungen für die Betrachtung und Weitergabe von Bildern bestehen."

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gan 20. Nov 2021

Ich kann nur vermuten, aber "Jobcenter" wäre ein heißer Kandidat.

Nimda_E_DE 06. Okt 2021

Jaja, nur der Hohlraum... Irgendwo hört mein Verständnis für Ausreden auf.

Bodo von der... 05. Okt 2021

d.h. sie wurden in der Zwischendecke installiert und es war nur beabsichtigt, in der...

MR-2110 05. Okt 2021

evtl wollten sie auch nur den klogang verbessern und optimieren. aber mal spaß bei...



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