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Bahnhof Berlin Südkreuz: reichlich mit Überwachungskameras ausgestattet
Bahnhof Berlin Südkreuz: reichlich mit Überwachungskameras ausgestattet (Bild: Kanakari/Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)

Videoüberwachung: Feldversuch mit Gesichtserkennung beginnt in Berlin

Bahnhof Berlin Südkreuz: reichlich mit Überwachungskameras ausgestattet
Bahnhof Berlin Südkreuz: reichlich mit Überwachungskameras ausgestattet (Bild: Kanakari/Wikipedia/CC-BY-SA 3.0)

Intelligente Videoüberwachungssysteme sollen nach Ansicht von Strafverfolgern, helfen, Straftaten zu verhindern. Am Berliner Bahnhof Südkreuz wird ein solches System ab dem 1. August 2017 getestet. Freiwillige Teilnehmer hat die Polizei mit einem Einkaufsgutschein gelockt.

Wir sehen und erkennen dich: Am Dienstag beginnt am Berliner Bahnhof Südkreuz ein Feldversuch für Gesichtserkennung. Zu dem Test haben sich 300 freiwillige Teilnehmer angemeldet. Datenschützer wollen gegen das Projekt demonstrieren.

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Am Südkreuz wollen Bundespolizei, Bundeskriminalamt und die Deutsche Bahn die automatisierte Erkennung von Einzelpersonen in einer großen Masse testen. Die Gesichter der Teilnehmer werden in einer Datenbank gespeichert. Das System soll sie über mehrere Kameras hinweg durch den Bahnhof verfolgen.

Bundespolizei will Gefahrensituationen vorab erkennen

Das Projekt wurde vom Bundesinnenministerium initiiert. Mit dem Überwachungssystem sollen Gefahrensituationen oder Straftaten vorab erkannt werden. So könnte etwa ein sogenannter Gefährder vor einem Anschlag erfasst und unschädlich gemacht werden - das zumindest glaubt die Bundespolizei.

Für den Feldversuch hatten die Behörden 275 Freiwillige gesucht, die den Bahnhof häufig nutzen und bereit waren, ihr Gesicht in der Datenbank speichern zu lassen. Gelockt wurden sie mit einem Einkaufsgutschein bei einem Onlinehändler: Wer an mindestens 25 Tagen von den Kameras erfasst wird, erhält einen 25-Euro-Gutschein. Die drei Teilnehmer, die in 30 Tagen am häufigsten erfasst werden, bekommen zusätzlich noch einen Preis.

Die Kameras können umgangen werden

Das hat gezogen: Statt der 275 Gesuchten meldeten sich sogar 300 Teilnehmer. Diejenigen, die mehr Wert auf den Schutz ihrer Privatsphäre legen, können der automatisierten Gesichtserkennung zumindest in der Testphase entkommen: Die Bereiche, in denen das System aktiv ist, sind eigens gekennzeichnet. Die Daten aus dem Feldversuch sollen nach einem Jahr gelöscht werden.

Der Bahnhof Südkreuz eignet sich gut für den Feldversuch: Dort halten Nah- und Fernverkehrszüge, es gibt also ein gewisses Fahrgastaufkommen. Das ist allerdings weniger hoch als am Berliner Hauptbahnhof, so dass die Gesichtserkennungstechnik nicht überfordert wird. Außerdem ist der Bahnhof bereits reichlich mit Überwachungskameras ausgestattet.

De Maizière will die Gesichtserkennung

Innenminister Thomas de Maizière (CDU) hat 2016 in seinem Maßnahmenkatalog zur Terrorismusbekämpfung den Einsatz von Gesichtserkennungssoftware an Bahnhöfen und Flughäfen gefordert. Laut einem Gutachten der Wissenschaftlichen Dienste im Bundestag ist der Einsatz solcher Systeme jedoch nach der aktuellen Rechtslage nicht zulässig.

Datenschützer kritisieren den Einsatz von Videokameras mit Gesichtserkennung. Die Aktion Freiheit statt Angst hat eine Demonstration am 1. August zu einer Kundgebung gegen die Einführung von erkennungsdienstlicher Videoüberwachung angekündigt.


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GodFuture 18. Okt 2017

Die Terroristen sind auch dumm genug sich den Kameras zu stellen und sehen ab davon sich...

KoMek 31. Jul 2017

Ja bei uns in Berlin herrscht wirklich vollkommenes Chaos, bei uns sieht quasi jeder Tag...

AngryFrog 31. Jul 2017

Berlin. Die Stadt wo sich niemand zu schade für irgendwas ist.

AngryFrog 31. Jul 2017

Man guckt einfach ob derjenige eine Waffe oder einen Sprenggurt dabei hat, ist doch...

FreiGeistler 29. Jul 2017

Ich meine, dagegen demonstrieren. Das ist doch so ... demokratisch!



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