Videostreaming: Quibi trifft in Coronapandemie auf wenig Interesse

Der kostenpflichtige Videostreamingdienst für Smartphones bleibt weit hinter den Erwartungen. Nun will Quibi einiges besser machen.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Jeffrey Katzenberg wollte mit Quibi mehr erreichen.
Jeffrey Katzenberg wollte mit Quibi mehr erreichen. (Bild: Daniel Boczarski/Getty Images for Quibi)

Die Ambitionen des neuen Videostreamingdienstes Quibi haben sich in der Coronapandemie nicht erfüllt. Einen Monat nach dem Start von Quibi kommt die App auf 1,3 Millionen aktive Nutzer und 3,5 Millionen Downloads. "Das ist nicht annähernd so viel, wie wir wollten", sagte Mitgründer Jeffrey Katzenberg, ein ehemaliger Chef des Disney-Studios, der US-Tageszeitung New York Times.

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Für Katzenberg ist dies eine Folge der Coronapandemie: "Ich führe alles, was schiefgelaufen ist, auf das Coronavirus zurück. Alles." Die App gibt es bisher nur in den USA, der Starttermin des Dienstes wurde nicht verschoben, obwohl dieser mitten in der Coronapandemie erfolgte. Quibi ist kostenpflichtig, als Lockangebot gibt es den Dienst drei Monate kostenlos. Das führte indes nicht zu hohen Abonnentenzahlen.

Katzenberg hatte Quibi zusammen mit der früheren Ebay-Chefin Meg Whitman auf die Beine gestellt und laut Medienberichten 1,8 Milliarden US-Dollar als Startkapital eingesammelt. Das Geld kam unter anderem von Hollywoodstudios und der chinesischen Onlinehandelsplattform Alibaba.

Quibi fehlen wichtige Funktionen

Das Konzept von Quibi sind kurze Videos mit einer Laufzeit von fünf bis zehn Minuten, die speziell für die Größe aktueller Smartphonedisplays optimiert sind. Quibi gewann für die Eigenproduktionen bekannte Namen wie Jennifer Lopez, Steven Spielberg oder LeBron James. Katzenberg und Whitman hatten Hollywood mit der Hoffnung geködert, das richtige Format für das Videogeschäft auf Smartphones gefunden zu haben - und einen Gegenpol zur populären chinesischen App Tiktok etablieren zu können.

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Die Gründer waren so überzeugt von diesem Konzept, dass sie keine Möglichkeit einplanten, die Videos auch auf dem Fernseher anzusehen. Das erwies sich aufgrund der Coronapandemie als falsche Entscheidung. Viele Menschen halten sich derzeit vorrangig zuhause auf, statt unterwegs zu sein.

Einiges Fehlendes wird bei Quibi nachgereicht

Zunächst sollen Besitzer von iPhones diesen Monat die Option erhalten, Inhalte auch auf dem Fernseher anzuschauen. Technische Details wurden dazu nicht genannt, vermutlich müssen Kunden ein Apple TV besitzen. Nutzer von Android-Smartphones erhielten die Funktion erst in einigen Wochen, sagte Katzenberg. Auch hier gibt es keine Angaben, mit welchen Geräten das Schauen auf dem Fernseher ermöglicht werde.

Ebenso fehlt Quibi die Möglichkeit, das Teilen von Links zu Videos oder Ausschnitten im Internet zuzulassen. Auch das solle jetzt nachgeholt werden. Nutzer behalfen sich bisher damit, dass sie Szenen - die dann zum Teil auch tatsächlich auf Interesse im Netz stießen - mit einem anderen Smartphone vom Bildschirm abfilmten. Man entdecke Dinge, an die man nicht gedacht habe, räumte Katzenberg ein. Zugleich sei das Interesse an Nachrichteninhalten entgegen den Erwartungen gering.

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