Videostreaming: Prime Video wird auf allen Apple-Geräten unübersichtlicher

Amazon integriert den Kauf und die Ausleihe von Videos in der Prime-Video-App auf Apple-Geräten.

Artikel veröffentlicht am ,
Prime Video ermöglicht Kauf und Ausleihe auf Apple-Geräten.
Prime Video ermöglicht Kauf und Ausleihe auf Apple-Geräten. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de/CC0)

Apple-Geräte sind keine Ausnahme mehr: In der Prime-Video-App gibt es künftig auch auf Geräten mit iOS sowie TVOS nicht mehr nur kostenlose Prime-Inhalte zu sehen. Stattdessen können direkt in der Prime-Video-App Filme oder TV-Serien ausgeliehen oder gekauft werden. Damit verschwindet der Vorteil, dass die Prime-Video-App auf Apple-Geräten ausschließlich die Inhalte anzeigt, die durch Abschluss eines Abos ohne weitere Kosten angeschaut werden können.

Die Nutzung von Prime Video etwa auf einem Apple TV, aber auch auf einem iPhone oder iPad verschlechtert sich folglich. Denn mit der Integration von Kaufinhalten muss der Prime-Video-Nutzer jetzt auch auf diesen Geräten genau darauf achten, ob ein dort präsentierter Inhalt im Prime-Video-Abo enthalten ist oder das Anschauen zusätzliche Kosten verursacht.

Wer hingegen auf Apple-Geräten Videos bei Amazon ausleihen oder kaufen will, kann dies nun komfortabler als bisher direkt in der App erledigen. Beim Kauf und der Ausleihe kommt ausschließlich Amazons eigenes Bezahlsystem zum Einsatz. Normalerweise müssten solche Zahlungsvorgänge innerhalb der App über Apples Abrechnungssystem laufen und Apple behielte einen Anteil des Umsatzes.

Apple erteilt Ausnahmegenehmigung

Apple erteilte für Videostreamingdienste aber kürzlich eine Ausnahmegenehmigung, mit der Anbieter das Abrechnungssystem von Apple umgehen und das eigene System nutzen dürfen. Damit erhält Apple keinen Umsatzanteil an Filmen und Serien, die über die Prime-Video-App gekauft oder ausgeliehen werden.

Die Änderung an Prime Video wurde direkt auf den Amazon-Servern vorgenommen, es ist also keine Aktualisierung der Prime-Video-App erforderlich. Somit ist es nicht möglich, die Änderung zu umgehen, indem auf die Einspielung eines Updates verzichtet wird. Im Unterschied zu Fire-TV-Geräten sind in der Prime-Video-App auf dem Apple TV weiterhin Prime-Banderolen zu sehen. Diese Markierungen informieren den Kunden, welche Inhalte im Abo enthalten sind. Prime-Markierungen gibt es auch in der Prime-Video-App auf anderen Apple-Geräten.

Apple wird unfairer Wettbewerb vorgeworfen

Gegen Apple läuft derzeit eine Untersuchung der EU-Kommission, die der Frage nachgeht, ob der iPhone-Hersteller seine Marktmacht im eigenen Ökosystem missbrauche. Angestoßen wurde die Untersuchung durch den Musikstreaminganbieter Spotify, der Apple unfairen Wettbewerb vorwirft. Denn Spotify müsste seinen Abopreis um 30 Prozent erhöhen, wenn Kunden über ein Apple-Gerät ein Abo buchen, um keine Einnahmeeinbußen hinnehmen zu müssen. Im Musikstreamingbereich kosten die Standardabos bei den meisten Anbietern zehn Euro. Spotify müsste seinen Preis erhöhen, damit würde Apples eigener Abodienst entsprechend preiswerter.

Sowohl Spotify als auch Netflix bieten bereits keine Möglichkeit mehr, auf Apple-Geräten Abos direkt aus der jeweiligen App heraus zu buchen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Updates für GPT-3 und GPT-4
GPT im Geschwindigkeitsrausch

OpenAIs Updates für GPT-4 und GPT-3 machen die Modelle zuverlässiger, vor allem aber anpassungsfähiger. Die Änderungen und neuen Features im Detail.
Von Fabian Deitelhoff

Updates für GPT-3 und GPT-4: GPT im Geschwindigkeitsrausch
Artikel
  1. 25 Jahre Gaming am Mac: Warum lässt du uns nicht spielen, Apple?
    25 Jahre Gaming am Mac
    Warum lässt du uns nicht spielen, Apple?

    Wer zocken will, kauft sich besser keinen Mac: Apple ist hier seit Jahrzehnten im Hintertreffen. Schuld daran waren geringe Marktanteile und schwache Hardware - aber es gibt Hoffnung.
    Von Christian Rentrop

  2. Candy Crushed: Royal Match wird profitabelstes Mobile Game
    Candy Crushed
    Royal Match wird profitabelstes Mobile Game

    Die langanhaltende Dominanz von Candy Crush Saga ist vorbei. Das meiste Geld verdient jetzt ein Start-up aus Istanbul mit einem Puzzlespiel.

  3. Datenschutz: ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern
    Datenschutz
    ChatGPT-Exploit findet E-Mail-Adressen von Times-Reportern

    Eigentlich sollte der Chatbot auf diese Anfrage gar nicht antworten. Tut er es dennoch, lauern womöglich noch viel brisantere Informationen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • TeamGroup Cardea Graphene A440 2 TB mit zwei Kühlkörpern 112,89€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • AVM FRITZ!Repeater 3000 AX 129€ • Philips Ambilight 77OLED808 2.599€ • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /