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Videostreaming: Netflix von Wettbewerb in Cannes ausgeschlossen

Die Filmfestspiele in Cannes werden Filme des Streaminganbieters Netflix nicht mehr zum Wettbewerb um die Goldene Palme zulassen. Diese dürfen aber weiter im Programm von Cannes laufen. Hintergrund ist der gewünschte Kinozwang für Filme in Frankreich.

Artikel veröffentlicht am ,
Die goldenen Palme bleibt Netflix künftig verwehrt.
Die goldenen Palme bleibt Netflix künftig verwehrt. (Bild: Alberto Pizzoli/AFP/Getty Images)

Eigenproduktionen des Video-Streaming-Anbieters Netflix sind im diesjährigen Wettbewerb der Filmfestspiele in Cannes um die Goldene Palme ausgeschlossen, das berichtet das Branchenmagazin The Hollywood Reporter unter Berufung auf den Leiter des Festivals, Thierry Fremaux. Die Entscheidung betrifft demnach aber nicht allein Netflix, sondern sämtliche anderen Streaminganbieter.

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Hintergrund der Entscheidung ist einerseits der Druck der Filmschaffenden in Frankreich und ihrer Gewerkschaften auf das Festival sowie andererseits besonders restriktive Kulturgesetze in Frankreich, die die klassische Verwertungskette der Filmindustrie repräsentieren.

Nach dem Kinostart eines Films müssen in Frankreich mindestens vier Monate vergehen, bis der Film etwa auf DVD erscheinen darf. Ein Video-on-Demand-Angebot im Internet ist ab diesem Zeitpunkt zwar auch möglich, aber nur, wenn pro Film bezahlt wird - was Netflix anders als etwa Amazon aber nicht anbietet.

Erst ein Jahr nach Filmstart dürfen die Produktionen dann in speziellen Pay-TV-Angeboten laufen und erst 22 beziehungsweise 30 Monate nach Start im gebührenfreien Fernsehen. Streamingangebote, die Filme im Abo anbieten wie Netflix, dürfen die Produktion gar erst drei Jahre nach der Kinoveröffentlichung zeigen.

Festivalleitung hat sich verzockt

Voraussetzung für die Teilnahme am Wettbewerb ist künftig eine reguläre Veröffentlichung der Filme im Kino und damit die Einhaltung der genannten Regeln. Im vergangenen Jahr waren nach massiver Kritik versuchsweise doch noch zwei Netflix-Produktionen für den Wettbewerb zugelassen: The Meyerowitz Stories und Okja. Bei der Premiere von Okja auf dem Festival kam es zu technischen Problemen und es gab sogar Buhrufe, die sich wohl explizit gegen das im Vorspann gezeigte Logo von Netflix richteten. Preise gewannen die Filme auch nicht.

Festivalleiter Thierry Fremaux hatte sich dem Bericht zufolge erhofft, dass Netflix auf den Druck reagiert und seine Filme doch regulär in die französischen Kinos bringt. Netflix hat das aber offenbar abgelehnt und wird von seiner Position wohl auch künftig nicht abrücken.



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IT-Nerd-86 27. Mär 2018

Genau :) Wobei ich natürlich auch schön fände, wenn trotz Netflix oder gerade auf...

IT-Nerd-86 27. Mär 2018

Erstens das und vorallem, wenn man sich dessen bewusst wird, also daß man DNA genetisch...

Hotohori 27. Mär 2018

Vielleicht möchte man Neflix ja auf diese Art dazu bringen sich an den gemeinsamen Tisch...

mnementh 27. Mär 2018

Netflix hat kein Problem damit die eigenen Filme ins Kino zu bringen. Aber sie...

mnementh 27. Mär 2018

Ehrlich gesagt sehe ich Streaming am ehesten in Konkurrenz zum klassischen Fernsehen als...


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