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Videostreaming: Netflix schönt Zuschauerzahlen

Netflix hat die Geschäftszahlen für das zurückliegende Quartal veröffentlicht. Der Anbieter konnte den Umsatz steigern und legte bei Abonnentenzahlen erneut zu. Bei den Zuschauerzahlen wählt Netflix ein neues Verfahren und schönt so seine Zahlen.

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Netflix kann Abozahlen steigern.
Netflix kann Abozahlen steigern. (Bild: Netflix)

Netflix spürt im vierten Quartal 2019 deutlich den Markteintritt neuer Teilnehmer - allen voran Disney mit Disney+. Außerdem startete im zurückliegenden Geschäftsquartal auch Apple seinen Abodienst Apple TV+, der allerdings bei Inhalten so schwach aufgestellt ist, dass er vorerst keine ernstzunehmende Konkurrenz für Netflix darstellt. Es wird Jahre dauern, bis Apple ein paar Hundert Inhalte wird anbieten können.

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Trotz der erhöhten Konkurrenz hat Netflix den Umsatz im zurückliegenden Quartal auf 5,48 Milliarden US-Dollar erneut steigern können - wie auch in den Quartalen zuvor. Für das laufende Quartal erwartet das Unternehmen wieder einen Zuwachs und will einen Erlös von 5,73 Milliarden US-Dollar erwirtschaften. Im vierten Quartal 2019 lag der Verdienst von Netflix bei 587 Millionen US-Dollar - das bedeutet im Vergleich zum Vorjahresquartal einen deutlichen Zuwachs, im letzten Quartal 2018 erzielte Netflix einen Gewinn von 134 Millionen US-Dollar.

Zulegen kann Netflix auch beim Abostamm. Weltweit kommt Netflix auf 167,1 Millionen Abonnenten - auch hier gibt es über die zurückliegenden Quartale ein Wachstum. 8,76 Millionen neue Abonnenten konnte Netflix hierbei gewinnen. Das ist minimal weniger als vor einem Jahr, als es 8,84 Millionen neue Abonnenten gab. Für das laufende Quartal erwartet Netflix einen Rückgang und geht nur noch von 7 Millionen neuen Abonnenten aus.

Zuschauer zählen für Netflix nach zwei Minuten

Im Zuge der Quartalszahlen hat Netflix bekanntgegeben, dass Zuschauerzahlen nach einem neuen Verfahren ermittelt werden. Künftig gilt in den Augen des Anbieters ein Film oder eine Serie als angeschaut, wenn der Zuschauer den entsprechenden Inhalt zwei Minuten gesehen hat. Ob der Zuschauer dann den Film oder die Serie zu Ende geschaut hat, wird nicht mitgeteilt. Noch bis Ende 2019 wurde ein Zuschauer gezählt, wenn er 70 Prozent der Laufzeit eines Titels angeschaut hat.

Auf Smart-TVs und Streaminggeräten hat Netflix seit langem eine automatische Wiedergabe implementiert. Sobald der Nutzer einige Sekunden auf dem Icon für einen Film oder eine Serie bleibt, startet sofort die Wiedergabe. Der Abonnent kann das nicht abschalten. Netflix machte keine Angaben dazu, ob bei der Zählung auch Inhalte berücksichtigt werden, die lediglich aufgrund dieses Mechanismus abgespielt werden.

Obwohl Netflix aufgrund des Streamingverfahrens intern ganz genau weiß, welcher Film und welche Serie von den Abonnenten bis zum Ende angeschaut werden, veröffentlicht der Anbieter solche Zahlen nicht. Mit der Änderung der Zählweise bekommt der Anbieter sicherlich mehr Zuschauer zusammen, als wenn nur die Abonnenten gezählt werden, die einen Film oder eine Serienstaffel zumindest zu 70 Prozent angesehen haben.

Disney+ startet in Deutschland im März

Der Markt für Videostreamingabos ist gerade im Umbruch. Disney hat gerade erst den Start von Disney+ in Westeuropa um eine Woche vorgezogen. Am 24. März 2020 startet Disney+ unter anderem in Deutschland zum Monatspreis von 6,99 Euro. Es wird einen reduzierten Jahrespreis von 69,99 Euro geben. Mit diesem Schritt endet langfristig die Lizenzierung von Disney-Inhalten an Netflix und andere Konkurrenten. Das Sortiment bei Netflix wird sich dadurch langfristig ein Stück weit verändern, weil die Inhalte von Disney, Pixar, Marvel oder Star Wars exklusiv bei Disney+ zu haben sein werden und nicht mehr auch bei Netflix.

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Its_Me 23. Jan 2020

Die werden auch interessant sein, wenn Netflix Produktionen an TV-Anstallten verkauft...

motzerator 22. Jan 2020

Das macht man ja auch, aber ich persönlich fände es besser, wenn andere Sachen gemacht...

Thug 22. Jan 2020

Hör nicht auf den. Ich kenne keinen thread von bark indem er keinen Quatsch redet..

Dwalinn 22. Jan 2020

Normalerweise holt man sich die Lizenz zu einem festen Betrag.


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