Videostreaming: Netflix deaktiviert lange nicht genutzte Abos

Netflix will etwas gegen sogenannte Karteileichen unternehmen und riskiert dabei sogar leichte Einnahmeeinbußen.

Artikel veröffentlicht am ,
Netflix will keine Karteileichen haben.
Netflix will keine Karteileichen haben. (Bild: Pixabay/Montage: Golem.de/CC0)

Wer schon lange für ein Netflix-Abo bezahlt, dieses aber längere Zeit nicht mehr genutzt hat, wird künftig darauf hingewiesen. Wenn der Abonnent dann nicht von sich aus aktiv wird, erfolgt eine Kündigung des Abos. Betroffene sparen so Geld und zahlen nicht mehr für ein Abo, das sie ohnehin nicht verwenden. Diesen Schritt teilte Netflix in einem Blog-Posting mit.

Stellenmarkt
  1. Softwaretester Frontend Online-Games (m/w/d)
    BALLY WULFF Games & Entertainment GmbH, Berlin
  2. Application SW Engineer Electric Vehicle Motion Control (m/w / divers)
    Continental AG, Nürnberg
Detailsuche

"Bei Netflix ist das Letzte, was wir wollen, dass Leute für etwas bezahlen, das sie nicht nutzen", hieß es. Nach Angaben von Netflix soll nur ein Bruchteil der Kunden betroffen sein, der Anbieter spricht von weniger als 0,5 Prozent des Abonnentenstamms. Netflix könnte so ein paar Hunderttausend Abonnenten verlieren, falls diese eine Deaktivierung des Abos nicht aufhalten. Derzeit gibt es weltweit 183 Millionen Netflix-Abonnenten.

Betroffene werden seit dem 18. Mai 2020 angeschrieben, wenn sie das Abo längere Zeit nicht nutzten. Dieses Vorgehen wurde aber erst jetzt bekannt. Es gelten zwei Zeiträume.

Netflix überprüft bestehende Abos

Bei langjährigen Nutzern analysiert Netflix, ob seit mehr als zwei Jahren nichts mehr mit dem Abo angesehen worden sei. Zugleich werden Kunden angeschrieben, die ihr Abo mehr als ein Jahr nach Beginn noch immer nicht nutzten. Beide Kundengruppen werden per E-Mail angeschrieben und erhalten eine Push-Benachrichtigung in der Netflix-App.

Golem Akademie
  1. Container Management und Orchestrierung: virtueller Drei-Tage-Workshop
    22.-24.08.2022, Virtuell
  2. DP-203 Data Engineering on Microsoft Azure virtueller Vier-Tage-Workshop
    12.-15.09.2022, virtuell
Weitere IT-Trainings

Die Empfänger müssen bestätigen, dass das Abo aktiv bleiben solle. Falls sie nicht reagieren, werden ihre Verträge deaktiviert. Wie lange Abonnenten Zeit für eine Reaktion hätten, teilte Netflix nicht mit. Nach Angaben von The Verge wird mit der Deaktivierung der Abos am 1. Juni 2020 begonnen.

Netflix-Konto ohne aktives Abo bleibt zehn Monate bestehen

Wenn für ein Abo bei Netflix nicht bezahlt wird, bleiben alle Nutzerdaten des Kontos für zehn Monate bestehen. Dazu gehören der Inhalt der Merkliste, die eingerichteten Profile sowie weitere Kontoeinstellungen. Wer sein Netflix-Konto nicht regelmäßig nutzt, kann das Abo zwischenzeitlich kündigen und erhält bei einer erneuten Buchung alle bisherigen Einstellungen. In der Merkliste kann sich dann aber eine Menge geändert haben, falls die gespeicherten Inhalte nicht mehr Teil des Netflix-Abos sind.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


RedRose 25. Mai 2020

Ich weiß nicht wieso hier noch niemand drauf gekommen ist.. Aber vielleicht machen die...

sushbone 24. Mai 2020

Wow die Neuigkeit ging wirklich komplett an mir vorbei. Danke für die Hinweise, gute...

PerilOS 24. Mai 2020

Das hat Jappy nach nem Jahr schon in den 2000ern gemacht. Alles alter Hut.

kommentar4711 23. Mai 2020

Na ja, selbst gut gedruckte Gutscheine kosten nur Peanuts im Vergleich zum Wert. Das...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Geleaktes One Outlook ausprobiert
Wie Outlook Web, nur besser

Endlich wird das schreckliche Mail-Programm in Windows 10 und 11 ersetzt. One Outlook ist zudem mehr, als nur Outlook im Browser.
Ein Hands-on von Oliver Nickel

Geleaktes One Outlook ausprobiert: Wie Outlook Web, nur besser
Artikel
  1. Vizio: GPL-Durchsetzung darf als Verbraucherklage verhandelt werden
    Vizio
    GPL-Durchsetzung darf als Verbraucherklage verhandelt werden

    Erstmals erkennt ein US-Gericht an, dass aus der GPL auch Verbraucherrechte folgen könnten. Die Kläger bezeichnen das als "Wendepunkt".

  2. Was man aus realen Cyberattacken lernen kann
     
    Was man aus realen Cyberattacken lernen kann

    "Hätte ich das mal vorher gewusst!" Die Threat Hunter von Sophos haben ihre Erfahrungen im täglichen Kampf gegen Cyberkriminelle in einem Kompendium zusammengefasst. Jedes Kapitel enthält praxisorientierte IT-Sicherheitsempfehlungen für Unternehmen.
    Sponsored Post von Sophos

  3. App Store: Apple gestattet Abo-Preiserhöhung ohne Kundenzustimmung
    App Store
    Apple gestattet Abo-Preiserhöhung ohne Kundenzustimmung

    Wer ein Abo über eine App im App Store bucht, muss damit rechnen, dass er vor einer Preiserhöhung nicht mehr nach einer Zustimmung gefragt wird.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Cyber Week: Bis zu 400€ Rabatt auf Gaming-Stühle • AOC G3 Gaming-Monitor 34" UWQHD 165 Hz günstig wie nie: 404€ • Xbox Series X bestellbar • MindStar (u.a. Gigabyte RTX 3090 24GB 1.699€) • LG OLED TV (2021) 65" 120 Hz 1.499€ statt 2.799€ [Werbung]
    •  /