Abo
  • Services:

Videostreaming: Netflix aktiviert neues Bewertungssystem für alle

Netflix hat ein neues Bewertungssystem. Statt der fünf Sterne gibt es nur noch gut oder schlecht. Damit will Netflix mehr Nutzer dazu bringen, ihren Film- und Seriengeschmack mitzuteilen. Wer schon fleißig bewertet hat, hat aber erst einmal sehr viel Arbeit vor sich.

Artikel von veröffentlicht am
Neues Bewertungssystem für Netflix ist da.
Neues Bewertungssystem für Netflix ist da. (Bild: Frederick M. Brown/Getty Images)

Aus fünf Sternen werden zwei Daumen - Netflix hat sein neues Bewertungssystem aktiviert. Ohne dass eine App aktualisiert werden muss, soll das neue Bewertungssystem überall verfügbar sein. Golem.de hat es auf einem Smartphone, einer Fire-TV-Box und im Browser ausprobiert. Auf allen Plattformen waren die Sterne abgeschafft und durch das neue Daumensystem ersetzt.

Stellenmarkt
  1. BWI GmbH, Berlin, Strausberg
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Kulmbach

Damit will Netflix erreichen, dass möglichst viele Kunden die Inhalte bewerten, die sie ansehen. Das bisherige Fünf-Sterne-Bewertungssystem soll das nicht geschafft haben. Ab sofort können Kunden nur noch entscheiden, ob ihnen ein Film oder eine Serie gut oder schlecht gefallen hat. Es ist keine Möglichkeit mehr vorgesehen, einen Film oder eine Serie als mittelmäßig einzustufen.

Netflix verspricht maßgeschneiderte Empfehlungen

Die Bewertungen versprechen Kunden, Inhalte besser präsentiert zu bekommen. Im Idealfall werden Netflix-Kunden vor allem die Filme und Serien vorgeschlagen, die ihnen sehr gut gefallen könnten. Ein Algorithmus soll hierbei quasi Nutzer mit einem ähnlichen Filmgeschmack zusammenführen. Wenn einem Kunden ein Film gut gefallen hat, erhält ein anderer mit ähnlichen Vorlieben einen Hinweis darauf. Damit will sich Netflix von der Konkurrenz abheben.

Die bisherigen Fünf-Sterne-Bewertungen werden nach Aussage von Netflix weiterhin für Empfehlungen herangezogen. Allerdings wurden diese Bewertungen nicht auf das Daumensystem übertragen: Alle bis zur Umstellung getätigten Sterne-Bewertungen sind auf der Netflix-Oberfläche nicht mehr sichtbar.

Kein Transfer zum neuen System

Dadurch sind auf der Netflix-Oberfläche erst einmal keine sichtbaren Bewertungen mehr zu sehen. Wer das Bewertungssystem auch dazu verwendet hat, sich zu merken, welche Inhalte er bereits gesehen hat, wird sich ärgern. Solche Nutzer müssen mühsam alle bereits benoteten Inhalte noch einmal bewerten.

Denn auch mit dem neuen Bewertungssystem empfiehlt Netflix dem Zuschauer weiterhin immer wieder Inhalte, die er bereits bewertet und somit gesehen hat - und das nicht nur in der speziellen Rubrik für bereits angeschaute Filme und Serien. Ausgewählte Kunden sollen die Daumenbewertung bereits seit mehreren Monaten erprobt haben. Nach Aussage des Unternehmens sei mit dem neuen Bewertungssystem ein Anstieg von 200 Prozent bei den Bewertungen verzeichnet worden.

Neue Darstellung der Empfehlungen

Das Daumensystem ändert die Darstellung des Bewertungsssytems. Kunden sehen bei Filmen und Serien in den Details jetzt in Prozent, wie hoch die Wahrscheinlichkeit ist, dass ihnen ein Film oder eine Serie gefallen könnte. Die Prozentangabe basiert dabei auf den getätigten Bewertungen - Netflix weist ausdrücklich darauf hin, dass damit "nicht die allgemeine Beliebtheit eines Titels" angegeben wird.

Generell sollen alle Inhalte ausgeblendet werden, die dem Kunden höchstwahrscheinlich nicht gefallen. Wenn sich das System dabei allerdings täuscht, wird dem Kunden in gewisser Weise Material vorenthalten, das ihn durchaus interessieren würde. Diese Inhalte sollen dann nur noch mit einer expliziten Suche nach dem Titel erscheinen. Beim alten Bewertungssystem kam es immer wieder vor, dass Netflix seinen Kunden Inhalte empfohlen hat, die ihnen laut Algorithmus gar nicht gefallen würden.

Viele Titel ganz ohne Empfehlung

Nach der Umstellung stießen wir in Stichproben auf viele Titel, für die es keine erkennbare Empfehlung gab. Entweder fehlt sie komplett oder es gibt den Verweis, dass ein Titel neu ist, also kürzlich ins Sortiment von Netflix dazugekommen ist. In dem betreffenden Konto wurden in der Vergangenheit sehr viele Inhalte bewertet, so dass die Datenbasis für Netflix ausreichend sein sollte, alle Filme und Serien mit den neuen Prozent-Empfehlungen zu versorgen. Derzeit ist unklar, warum diese bei vielen Titeln fehlen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 164,90€ + Versand
  2. ab 499€
  3. und Assassins Creed Odyssey, Strange Brigade und Star Control Origins kostenlos dazu erhalten

HiddenX 07. Apr 2017

Bei sowas wie Serien und Filmen kann ich gut beurteilen obs mir gefallen hat oder halt...

Avarion 07. Apr 2017

Mein Problem ist einfach das ich Schwierigkeiten damit habe bei vielen Spielen oder...

Sinbad 07. Apr 2017

Wobei ja das Problem ist, dass Netflix eine Enhaltung eben nicht berücksichtigt. Nicht...

Lord Gamma 06. Apr 2017

Ich bin gerade ein paar Filme auf Netflix durchgegangen und habe bei zig von mir...

Lord Gamma 06. Apr 2017

Man sollte dem System erstmal Zeit geben. Ich glaube kaum, dass eine Kategorie so schnell...


Folgen Sie uns
       


We Happy Few - Golem.de Live

Anspruchsvolle Abenteuer wie Bioshock und Dishonored waren offenbar Vorbild für We Happy Few. Wer mag, kann die Kampagne des Action-Adventures fast sofort nach dem Start abschließen - oder sich in eine dystopische 60er-Jahre-Parallelwelt stürzen.

We Happy Few - Golem.de Live Video aufrufen
Gesetzesvorschlag: Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen
Gesetzesvorschlag
Regierung fordert Duldung privater Ladesäulen

Die Bundesregierung hat ihren Entwurf zur Förderung privater Ladestationen für Elektroautos vorgelegt. Sowohl Mieter als auch Eigentümer erhalten damit einen gesetzlichen Anspruch. Aber es kann sehr teuer werden.
Ein Bericht von Friedhelm Greis

  1. Sono Motors Elektroauto Sion für 16.000 Euro schon 7.000 Mal reserviert
  2. Elektromobilität iEV X ist ein Ausziehelektroauto
  3. Elektroautos Bundesrechnungshof hält Kaufprämie für unwirksam

HDR-Capture im Test: High-End-Streaming von der Couch aus
HDR-Capture im Test
High-End-Streaming von der Couch aus

Was bringen all die schönen neuen Farben auf dem 4K-HDR-TV, wenn man sie nicht speichern kann oder während des Livestreams nicht mehr selber sieht? Avermedia bietet mit den Capture-Karten Live Gamer 4K und Live Gamer Ultra erstmals bezahlbare Lösungen an. PC-Spieler sehen mit ihnen sogar bis zu 240 Bilder pro Sekunde.
Von Michael Wieczorek

  1. DisplayHDR Vesa veröffentlicht erstes Testwerkzeug für HDR-Standard
  2. HDMI 2.0 und Displayport HDR bleibt Handarbeit
  3. Intel Linux bekommt experimentelle HDR-Unterstützung

Threadripper 2990WX und 2950X im Test: Viel hilft nicht immer viel
Threadripper 2990WX und 2950X im Test
Viel hilft nicht immer viel

Für Workstations: AMDs Threadripper 2990WX mit 32 Kernen schlägt Intels ähnlich teure 18-Core-CPU klar und der günstigere Threadripper 2950X hält noch mit. Für das Ryzen-Topmodell muss aber die Software angepasst sein und sie darf nicht zu viel Datentransferrate benötigen.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Threadripper 2990X AMDs 32-Kerner soll mit 4,2 GHz laufen
  2. AMD Threadripper v2 mit 32 Kernen erscheint im Sommer 2018
  3. Raven Ridge AMDs Athlon kehrt zurück

    •  /