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Videospiele: Terraria-Team wirft Unity "räuberische Machenschaften" vor

Das Indie-Game Terraria gilt als extrem beliebt und erfolgreich. An der Unity -Führung übt das Team harsche Kritik und spendet für Open Source.
/ Sebastian Grüner
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Terraria erinnert an die Optik früher Spiele von 16-Bit-Konsolen. (Bild: Re-Logic/Terraria)
Terraria erinnert an die Optik früher Spiele von 16-Bit-Konsolen. Bild: Re-Logic/Terraria

Das ausschließlich für das Indie-Game Terraria verantwortliche Entwicklungsstudio Re-Logic von nicht einmal einem Dutzend Entwicklern hat nach den Änderungen der Lizenzbedingungen bei Unity sehr harsche Kritik daran geäußert. Gleichzeitig kündigte das Team eine vergleichsweise große Spende an. Unity hatte in der vergangenen Woche angekündigt, Lizenzgebühren von 20 US-Cent pro durchgeführter Installation kassieren zu wollen. Viele betroffene Studios und Entwickler waren darüber sehr erbost und Unity musste bereits Änderungen an den Plänen ankündigen .

Zu den Vorgängen bei Unity schreibt Re-Logic(öffnet im neuen Fenster) : "Wir verurteilen und lehnen die kürzlich von Unity vorgeschlagenen Änderungen der AGB/Gebühren und die hinterhältige Art und Weise, wie sie eingeführt wurden, eindeutig ab. Die leichtfertige Art und Weise, mit der jahrelanges Vertrauen, das Unity kultiviert hat, für einen weiteren Weg beiseitegeschoben wurde, Publisher, Studios und Spieler auszuquetschen, ist der traurigste Teil." Das Ganze wird zudem als Tragödie bezeichnet.

Zwar sei das Team von den Änderungen an Unity bis auf einige wenige technischen Ausnahmen nicht davon betroffen. Die Beteiligten könnten diesen "diese räuberischen Machenschaften" aber nicht länger stillschweigend zusehen. Zusätzlich zu der geäußerten Kritik will Re-Logic auch Taten sprechen lassen und deshalb Open-Source-Alternativen zu Unity finanzieren.

Dazu erhalten die freie Spiele-Engine Godot sowie das Open-Source-Projekt FNA XNA eine Spende über jeweils 100.000 US-Dollar. Terraria basiert auf der nicht mehr weiter entwickelten Technik XNA, die von FNA in Open Source nachgebaut wird. Darüber hinaus werden beide Projekte mit jeweils 1.000 US-Dollar pro Monat finanziert. Dazu heißt es: "Indem wir konkurrierende Open-Source-Spiele-Engines beschleunigen und stärken, hoffen wir, Studios zu unterstützen, die sich angesichts der jüngsten Ereignisse fragen, wie sie am besten vorgehen sollen."


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