Frustrierte Spieler lassen andere eher leiden

Ein dritter Versuch unterschied zwischen einer normalen und einer anspruchsvollen Version von Tetris. Um das Aggressionspotenzial zu messen, mussten alle Teilnehmer vorab ihre Hand in eiskaltes Wasser legen. Nach dem Spiel bekamen sie die Aufgabe, die Dauer des Eisbades für den folgenden Teilnehmer festzulegen.

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Die Spieler der unfairen Tetris-Version ließen ihre Nachfolger im Schnitt sieben Sekunden länger die Hand im Wasser halten als die Spieler der klassischen Version. Für die Forscher ist das ein Indiz dafür, dass die Schwelle gesunken war, anderen Menschen Schmerzen zu verursachen.

Keine Aussagen über "Killerspiele"

"Videospieler haben das psychologische Bedürfnis, immer Erster zu sein", sagt Andrew Przybylski im Gespräch mit der BBC, "wenn Spieler von der Steuerung oder der Spielmechanik ausgebremst werden, macht sie das aggressiver."

Das bedeutet nicht, dass Spiele wie Flappy Bird die Spieler automatisch aggressiver machen als etwa GTA oder Counter-Strike, nur weil sie die Spieler scheinbar frustrieren.

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"Spiele sind erfolgreich, wenn sie die Balance aus Schwierigkeit und Motivation" treffen, heißt es in der Studie. Ein Spiel wie Flappy Bird kann zwar frustrierend sein, sorgt aber gleichzeitig mit der Aussicht auf einen neuen Highscore und dem gegenseitigen Wettkampf mit Freunden für Motivation. Es geht um die Freude am Scheitern. Erfolgreiche Indiegames wie Super Meat Boy oder Don't Starve erheben ebenfalls die Schwierigkeit zum Spielprinzip.

Auch beweisen die Befunde nicht, dass Gewalt in Videospielen gar keinen Effekt auf die Spieler habe, sagt Przybylski. Zwar konnten die Forscher keine Korrelation zwischen Inhalt eines Spiels und der Aggressivität eines Spielers feststellen, aber sie haben auch nur die kurzzeitigen Effekte untersucht.

Die Forscher hoffen, mit ihrer Untersuchung mehr Nuancen in die Debatte um gewalttätige Spiele einzubringen. Denn möglicherweise geht es um grundlegendere Bedürfnisse nach Kompetenz und Akzeptanz, als bloß um die Darstellung von Gewalt. An einer Stelle erwähnt die Studie als Beispiel das rage-quitting, bei dem Spieler Multiplayer-Partien abrupt und oft mit Beschimpfungen verlassen. Es ist ein Phänomen, das in sämtlichen Spielformen auftritt und nicht bloß in Shootern. Die betroffenen Spieler sind aggressiv - aber nicht aufgrund von Gewalt, sondern weil sie an sich selbst, den Mitspielern und dem Spiel scheitern.

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 Videospiele: Inkompetenz macht Spieler wütend
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flasherle 16. Apr 2014

ja und fifa 14 kam im september 13 raus und viele der bugs werden schon seit fifa 09...

gandalfmitfahrk... 15. Apr 2014

"Je frustrierender das spiel für seine spieler ist, desto aggressiver werden diese" ist...

Garius 15. Apr 2014

Ich danke dir so sehr, dass du mir dieses Spiel gezeigt hast. Nun fühle ich mich endlich...

Garius 15. Apr 2014

Ich wäre sehr froh wenn ich wüsste, dass meine Steuergelder öfter für den Abbau von...



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