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Videospeicher: Micron verspricht GDDR6X mit doppelter Kapazität

Dank 2-GByte-Chips steht einer Titan RTX (Ampere) nichts im Weg.

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GDDR6X-Videospeicher
GDDR6X-Videospeicher (Bild: Micron)

Micron hat den GDDR6X-Videospeicher für Grafikkarten offiziell vorgestellt. Dieser wird vorerst exklusiv bei Nvidias neuen Geforce RTX 3000 (Ampere) verwendet und schafft sehr hohe Datenraten verglichen zum bisherigen GDDR6-Standard. Für 2021 sieht Micron zudem eine verdoppelte Kapazität vor.

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GDDR6X erreicht bis zu 21 GBit/s - bei GDDR6 ist bei 16 GBit/s bereits Schluss. Um diese Geschwindigkeit zu liefern, wechselt Micron für GDDR6X von NRZ (PAM2) auf PAM4: Diese Pulsamplitudenmodulation verdoppelt die Anzahl der Zustände pro Signal, womit die zweifache Menge an Informationen pro Takt übertragen werden kann. PAM4 wird unter anderem auch von PCIe Gen6 und zuvor schon im Netzwerkbereich für 200/400-GBit-Ethernet-Chips verwendet.

Laut Micron benötigt GDDR6X trotz 21 GBit/s zudem 15 Prozent weniger Energie (pJpB, Picojoule pro Bit) verglichen zu GDDR6 mit 14 GBit/s, die Effizienz steigt also bei insgesamt höherer Leistungsaufnahme. Die Spannung von GDDR6X liegt ungeachtet dessen weiterhin bei 1,25 bis 1,35 Volt - je schneller der Videospeicher, desto höher.

  • GDDR6X schafft 21 GBit/s (Bild: Micron)
  • An einem 384-Bit-Interface reicht das für 1 TByte/s (Bild: Micron)
  • Für GDDR6X wird PAM4 verwendet (Bild: Micron)
GDDR6X schafft 21 GBit/s (Bild: Micron)

Bisher setzt einzig Nvidia auf GDDR6X, wenngleich nicht mit den höchsten verfügbaren Datenraten. So bindet die Geforce GTX 3090 ihren Videospeicher per 384-Bit-Interface an, die Geschwindigkeit liegt jedoch bei - für GDDR6X - eher konservativen 19,5 GBit/s. Die 24 GByte werden durch eine doppelseitig bestückter Platine erreicht.

Hintergrund ist, dass Micron bisher nur 8-GBit-Chips fertigt. Nächstes Jahr sollen 16-GBit-Dies mit doppelter Kapazität folgen, die wären dann beispielsweise für eine Titan RTX oder Quadro RTX mit 48 GByte Videospeicher denkbar.

Micron arbeitete schon für den GDDR5X der Geforce GTX 1000 (Pascal) exklusiv mit Nvidia zusammen, bei GDDR6X könnte das ähnlich sein. Unbestätigten Berichten zufolge setzt AMD bei den kommenden Navi-2X-Grafikkarten mit RNDA2-Architektur auf regulären GDDR6-Videospeicher, aber ein 512 Bit breites Interface.

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