Videospeicher: Micron liefert GDDR5X aus

Der Speicherhersteller Micron hat angefangen, Partner mit GDDR5X-Videospeicher zu beliefern. Verfügbar sind Bausteine mit 1 GByte Kapazität und einer Datenrate von 10 bis 12 GBit pro Sekunde.

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GDDR5X
GDDR5X (Bild: Micron)

In einer knappen Mitteilung hat der Speicherhersteller Micron angekündigt, dass die ersten Muster des neuen GDDR5X-Videospeichers für Partner verfügbar sind und ausgeliefert werden. Den Anfang machen Bausteine mit 8 GBit oder umgerechnet 1 GByte Kapazität und einer Datenrate von 10 bis 12 GBit pro Sekunde - das entspricht einer Taktfrequenz von 2,5 bis 3 GHz.

Einer der wesentlichen Unterschiede zwischen bisherigem GDDR5 und GDDR5X ist der verdoppelte Prefetch, der pro Zugriff und Takt von 32 auf 64 Bytes (512 Bits) steigt. Aktuelle GDDR5-Bausteine laufen mit bis zu 4 GHz und kommen so auf 8 GBit pro Sekunde, benötigen dafür allerdings 1,5 Volt. Die von Micron angebotenen 10- und 12-GBit/s-GDDR5X-Speicherbausteine erreichen ihre Datenrate bei 1,35 Volt und verfügen über neue Refresh-Techniken.

Erst 8 GBit, dann 16 GBit Kapazität

Vorerst beliefert Micron seine Partner mit 8 GBit Videospeicher, die Kapazität liegt also gleichauf mit derzeitigen GDDD5-Bausteinen. Solche fertigt beispielsweise Samsung, sie werden auf Nvidias Quadro M6000 mit 24 GByte Videospeicher und in Sony Revision CUH-1200 der Playstation 4 verbaut. Verglichen mit der Basisversion der PS4 halbierte sich durch 1-GByte-GDDR5 die Anzahl der Speicherchips, was die Platine deutlich vereinfacht.

Mittelfristig plant Micron auch 16-GBit-Versionen des GDDR5X-Speichers, was 2 GByte pro Baustein sind. Obendrein soll die Geschwindigkeit von 12 auf bis zu 16 GBit pro Sekunde steigen. Bei einer Mittelklasse- oder Oberklasse-Grafikkarte mit einem 256-GBit-Interface wären somit 16 GByte Videospeicher mit einer Datentransferrate von 512 GByte pro Sekunde denkbar.

Noch schnellere Grafikkarten mit Chips wie AMDs Vega verwenden High Bandwidth Memory, genauer HBM2 von Samsung oder SK Hynix.

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