• IT-Karriere:
  • Services:

Videoportal: Youtube verschärft Richtlinien für Profistreamer

Schlechte Scherze über das Essen von Waschmitteln, Tierquälereien und andere skandalträchtige Aktionen sollen sich auf Youtube nicht mehr vermarkten lassen: Das Videoportal verschärft die Richtlinien für Streamer.

Artikel veröffentlicht am ,
Logo von Youtube auf einer Veranstaltung in New York
Logo von Youtube auf einer Veranstaltung in New York (Bild: Brian Ach/Getty Images for Youtube)

Nach einer Reihe von schlagzeilenträchtigen Skandalen, mit denen Streamer ihre Klickzahlen auf Youtube in die Höhe getrieben haben, kündigt das Videoportal nun schärfere Regeln an. Vor allem soll es deutlich erschwert werden, mit gewalthaltigen, übertrieben sexuellen oder schlicht geschmacklosen Filmen noch Werbegelder zu verdienen.

Stellenmarkt
  1. Wirecard Acceptance Technologies GmbH, Aschheim bei München
  2. L-Bank, Karlsruhe

In seinem Firmenblog schreibt Youtube, dass bei Verstößen gegen die Regeln der Ausschluss aus Programmen wie Preferred, Originals und Creator droht sowie der Rauswurf aus der Startseite. Damit ist es dann nicht mehr möglich, Einnahmen über Werbefilme zu erzielen oder den für viele Streamer wichtigen Zugang für den Youtube Space zu bekommen - gemeint sind Studios wie das in Berlin, in denen es kostenlos professionelle Ausrüstung und Arbeitsbedingungen gibt.

Auslöser dürfte vor allem der Streamer Paul Logan sein, der wiederholt mit geschmacklosen Scherzen aufgefallen ist. Zuerst hatte er Videoaufnahmen eines Suizidopfers gezeigt, worauf es erste Sanktionen von Youtube gegeben hatte. Danach hatte Logan Tiere vor laufender Kamera gequält und Jugendliche zum Essen von Waschmittel (Tide Pod Challenge) aufgefordert. Mit derlei Aktionen hatte der eigentlich zuvor schon sehr erfolgreiche Logan seinen Bekanntheitsgrad gesteigert.

Für das Image von Youtube als Werbeplattform ist das allerdings wenig förderlich. In den vergangenen Monaten hatten vor allem große Markenhersteller zeitweilig ihre Buchungen zurückgefahren oder storniert, weil sie mit dem gebotenen Anzeigenumfeld nicht einverstanden waren.

Mindestens 1.000 Abonnenten für Werbung nötig

Bereits Mitte Januar 2018 hatte das Management von Youtube die Anforderungen für das wichtigste Partnerprogramm verschärft. Wer Mitglied werden möchte und somit Geld über ausgespielte Werbung verdienen will, muss seitdem mindestens tausend Abonnenten haben. Zuvor hatte es gereicht, in zwölf Monaten auf mindestens 10.000 Videoabrufe zu kommen.

Die neuen Sanktionen von Youtube gelten je nach Fall unbegrenzt oder für eine bestimmte Zeit - die Prüfung und Festlegung wird offenbar im Einzelfall von Menschen getroffen. Die Firma schreibt in ihrem Blog, dass ihr zwar die Meinungsfreiheit am Herzen liege. "Wir wissen aber auch, dass wir die Verantwortung tragen, die Gemeinschaft von Videokünstlern, Zuschauern und Werbetreibenden vor den zwar seltenen, aber oft schädlichen Problemsituationen zu schützen."

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 555,55€ (zzgl. Versandkosten)
  2. (reduzierte Überstände, Restposten & Co.)

nille02 13. Feb 2018

Deren Haus, deren Regeln. Mir passt es auch nicht, dass Apple das Busenmädchen in der...

Kondratieff 13. Feb 2018

"Das korrekte Benehmen" ist aber sozial kontingent (wie es so schön in den...

Garrona 13. Feb 2018

YouTube will weg von der Abhängigkeit über die Werbeanzeigen. Man sieht besonders im...

ps (Golem.de) 12. Feb 2018

Danke!! :-)


Folgen Sie uns
       


Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test

Die neue Pocket Cinema Camera 6k von Blackmagicdesign hat nur wenig mit DSLR-Kameras gemein. Die Kamera liefert Highend-Qualität, erfordert aber entsprechendes Profiwissen - und wir vermissen einige Funktionen.

Blackmagic Pocket Cinema Camera 6k im Test Video aufrufen
Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test: Amazon hängt Google ab
Echo Dot mit Uhr und Nest Mini im Test
Amazon hängt Google ab

Amazon und Google haben ihre kompakten smarten Lautsprecher überarbeitet. Wir haben den Nest Mini mit dem neuen Echo Dot mit Uhr verglichen. Google hat es sichtlich schwer, konkurrenzfähig zu Amazon zu bleiben.
Ein Test von Ingo Pakalski

  1. Digitale Assistenten Amazon verkauft dreimal mehr smarte Lautsprecher als Google
  2. Googles Hardware-Chef Osterloh weist Besuch auf smarte Lautsprecher hin
  3. Telekom Smart Speaker im Test Der smarte Lautsprecher, der mit zwei Zungen spricht

Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest: Bose zeigt Sonos, wie es geht
Smarter Akku-Lautsprecher im Praxistest
Bose zeigt Sonos, wie es geht

Der Portable Home Speaker ist Boses erster smarter Lautsprecher mit Akkubetrieb. Aus dem kompakten Gehäuse wird ein toller Klang und eine lange Akkulaufzeit geholt. Er kann anders als der Sonos Move sinnvoll als smarter Lautsprecher verwendet werden. Ganz ohne Schwächen ist er aber nicht.
Ein Praxistest von Ingo Pakalski

  1. ANC-Kopfhörer Bose macht die Noise Cancelling Headphones 700 besser
  2. Anti-Schnarch-Kopfhörer Bose stellt Sleepbuds wegen Qualitätsmängeln ein
  3. Noise Cancelling Headphones 700 im Test Boses bester ANC-Kopfhörer sticht Sony vielfach aus

Jobs: Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)
Jobs
Spielebranche sucht Entwickler (m/w/d)

Die Hälfte aller Gamer ist weiblich. An der Entwicklung von Spielen sind aber nach wie vor deutlich weniger Frauen beteiligt.
Von Daniel Ziegener

  1. Medizinsoftware Forscher finden "rassistische Vorurteile" in Algorithmus
  2. Mordhau Toxische Spieler und Filter für Frauenhasser

    •  /