Videoplattform: Onlyfans will kriminellen Hintergrund prüfen

Die Videoplattform Onlyfans hat angekündigt, in den USA künftig einen möglichen kriminellen Hintergrund von Creatorn zu überprüfen. Wie CEO Keily Blair auf Linkedin(öffnet im neuen Fenster) bekanntgab, arbeitet man dafür mit dem Unternehmen Checkr Trust zusammen.
Die Maßnahme soll verhindern, dass Nutzer mit Vorstrafen die Plattform nutzen. Onlyfans wird unter anderem für pornografische Inhalte verwendet, auch Sexarbeiter nutzen die Webseite für ihre Zwecke. Entsprechend kritisch wird die Maßnahme von Experten beurteilt, wie 404 Media(öffnet im neuen Fenster) berichtet.
So ist unklar, welche Vorstrafen dazu führen, nicht auf Onlyfans zugelassen zu werden. Ebenfalls ist nicht bekannt, ob nur Neuanmeldungen überprüft werden oder auch bereits bestehende Nutzerkonten. Checkr Trust wurde zudem in der Vergangenheit bereits verklagt, weil das Unternehmen bei Kreditauskünften gegen Gesetze verstoßen haben soll.
Sexarbeiter könnten wieder auf die Straße gedrängt werden
Die Befürchtung von Onlyfans-Creatorn ist laut 404 Media, dass eine Sperrung bzw. Ablehnung von Sexarbeitern dazu führt, dass diese auf der Straße ihre Dienste anbieten. Das virtuelle Umfeld von Onlyfans bietet eine sehr viel sicherere Arbeitsumgebung, da Sexarbeiter räumlich getrennt von ihren Klienten sind.
Eine Vorstrafe wegen Prostitution könnte dazu führen, dass Personen nicht auf Onlyfans zugelassen werden. Theoretisch könnte auch eine Vorstrafe wegen Diebstahls zu einer Ablehnung führen. Onlyfans äußerte sich auch auf Nachfrage von 404 Media nicht dazu, welche Strafen eine Teilnahme verhindern.
Dem Beitrag von Keily Blair zufolge soll die Maßnahme für die Sicherheit der Onlyfans-Creator sorgen. Das könnte bedeuten, dass Personen, die eine Vorstrafe als Sexualstraftäter haben, nicht zugelassen würden. Laut einer Creatorin bei Onlyfans würde die Maßnahme aber ihrer Meinung nach nicht dazu führen, dass es keine Sexualstraftäter mehr auf Onlyfans gäbe.



