Videopatente: Konsortium will HEVC und VVC zusammen günstiger anbieten

Die ersten Unternehmen starten die Lizenzierung des Videocodecs VVC über den Patentpool Access Advance. Ein neues Preismodell soll weite Verbreitung bringen.

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Ob es noch dedizierte physische Medien mit VVC geben wird, wie früher DVDs, Blu-ray oder UHD-BD, ist derzeit noch völlig ungewiss.
Ob es noch dedizierte physische Medien mit VVC geben wird, wie früher DVDs, Blu-ray oder UHD-BD, ist derzeit noch völlig ungewiss. (Bild: Pixabay)

Das Konsortium Access Advance hat die ersten 28 Organisationen, Institute und Unternehmen veröffentlicht, die eigene Patente an dem Video-Codec VVC (Versatile Video Coding) alias H.266 halten und nun über das Konsortium Lizenzen dafür anbieten. Zusammen machten die Beteiligten "einen wesentlichen Prozentsatz der erwarteten VVC-standardessentiellen Patent-(SEP-)Landschaft" aus, heißt es dazu in der Ankündigung.

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VVC ist der Nachfolger von HEVC alias H.265 und soll eine deutlich bessere Leistung bieten als dieser. Bei der Ankündigung von VVC wurde eine Reduktion der Bitrate um gut 50 Prozent versprochen. So soll etwa ein 90-minütiger Film in UHD-Auflösung statt bisher 10 GByte dank der Verwendung von VVC künftig nur noch rund 5 GByte benötigen. Offiziell begonnen hatten die Arbeiten an VVC Anfang des Jahres 2017.

Access Advance nannte sich zuvor HEVC Advance und stellt Patente an HEVC ebenfalls über entsprechende Lizenzvereinbarungen bereit. Durch die Schaffung des Konsortiums im Jahr 2015 entstand jedoch eine vergleichsweise komplizierte Patentlizenzsituation, da es seitdem gemeinsam mit der MPEG-LA zwei große Patentkonsortien für den Video-Codec gibt. Für AVC alias H.264 war dies ausschließlich die MPEG-LA. HEVC wurde auch wegen dieser Patentsituation und zu hoher Kosten immer wieder kritisiert. Mit AV1 existiert wohl auch deshalb ein Videocodec mit frei lizenzierten Patenten, der von Streaminganbietern wie Netflix, Amazon oder Googles Youtube eingesetzt wird.

Um die Patentsituation für die Nutzung von VVC nicht noch unnötig weiter zu verschärfen, hat Access Advance die Programme für VVC und HEVC zusammengelegt. Lizenznehmer für HEVC können damit VVC ohne zusätzliche weitere Kosten lizenzieren. Auch die Zahlungsmodalitäten und Berichterstattung über den Einsatz der Patente soll deutlich vereinfacht worden sein. Ziel ist es damit wohl, die bisherigen Lizenznehmer von HEVC damit dazu zu bringen, künftig schlicht auch VVC einzusetzen.

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platoxG 13. Jan 2022 / Themenstart

Wenn du auf VVC anspielst, dann aktuell faktisch nicht. VVC erreicht tatsächlich noch...

nille02 12. Jan 2022 / Themenstart

Das sind RDNA2 GPUs und aktuell. Ist beides auch unerheblich. Richtig, aber diese Low...

Felixkruemel 12. Jan 2022 / Themenstart

AV1 ist deutlich effizienter als H265 (und mittlerweile sogar schneller). Du kannst AV1...

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