Videomarkt: Datenträger weiter bei über 90 Prozent Umsatzanteil

Im Heimvideobereich in Deutschland dominieren die Filme auf Datenträger weiterhin sehr deutlich mit einem Umsatzanteil von insgesamt 90,4 Prozent. Das berichtete der Bundesverband Audiovisuelle Medien (BVV) am 13. August 2013 (PDF)(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf Angaben von GfK Panel Services Deutschland. Die Angaben beziehen sich auf das erste Halbjahr 2013. Fast jeder zehnte Euro (9,6 Prozent) wird im deutschen Videomarkt online umgesetzt.
Weiter gibt es im Video-Kaufbereich kaum interessante digitale Angebote ohne Datenträger.
Die deutsche Videobranche hat mit einem Gesamtumsatz in Höhe von 798 Millionen Euro das beste Ergebnis eines ersten Halbjahres in der Geschichte des deutschen Home-Entertainment-Marktes erwirtschaftet. Der bisherige Höchstwert lag im Jahr 2005 bei 751 Millionen Euro.
Im Kaufmarkt wuchsen die Umsatzzahlen zweistellig an: Mit 650 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2013 konnte das Ergebnis des Vorjahreszeitraums um über 12 Prozent übertroffen werden. Auch im Digitalgeschäft für Kauffilme gab es einen Anstieg auf 25 Millionen Euro.
Auf dem Verleihmarkt sorgt das Digitalgeschäft mit 51 Millionen Euro Umsatz bereits für über ein Drittel (34,7 Prozent) aller Verleih-Umsätze. Nur der Zuwachs aus dem Digitalgeschäft bewirkte trotz der um 6 Prozent auf 80 Millionen Euro gesunkenen DVD- und Blu-ray-Verleihumsätze einen weiter anwachsenden Verleihmarkt. "Der Verleihhandel erwirtschaftet bereits knapp jeden zweiten Euro online" , sagte BVV-Vizechef Oliver Trettin.
Im physischen Verleihmarkt hat "96 Hours – Taken" alle anderen Filme hinter sich gelassen. Am zweithäufigsten haben die deutschen Videothekenkunden im vergangenen Halbjahr das James-Bond-Abenteuer "Skyfall" ausgeliehen.