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Videolan: Rav1e unterstützt AV1-Bildformat und wird schneller

Die aktuelle Version des in Rust geschriebenen Encoders Rav1e der Videolan-Community unterstützt das AV1-Bildformat AVIF. Die Entwickler haben den Code darüber hinaus deutlich beschleunigt.
/ Sebastian Grüner
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Die Videolan-Community erstellt mit Rav1e einen eigenen AV1-Encoder. (Bild: Pixabay)
Die Videolan-Community erstellt mit Rav1e einen eigenen AV1-Encoder. Bild: Pixabay

Der freie AV1-Encoder Rav1e ist in der Version 0.3 erschienen(öffnet im neuen Fenster). Rav1e ist seit einigen Monaten offiziell verfügbar. Der Name steht für Rust AV1-Encoder, da die Software in der Programmiersprache Rust erstellt wird. Betreut und entwickelt wird das Projekt von der Xiph-Community sowie von Entwicklern aus dem Videolan-Projekt. Die nun verfügbare Version unterstützt den Release-Notes zufolge damit erstmals das AV1-Bildformat AVIF.

Dabei handelt es sich um ein Format für Einzelbilder statt Videos, das aber die gleichen Encoding-Techniken unterstützt und nutzt wie AV1-Videos. Die Spezifikation dafür wird ebenso wie die für AV1-Videos von der Alliance for Open Media (Aomedia) gepflegt. AVIF legt fest, wie diese mit AV1 kodiert und in das Container-Format HEIF integriert werden können.

Dabei werden HDR, der vergrößerte Farbraum und die größere Farbtiefe der AV1-Videos auch für die Einzelbilder spezifiziert. Das Container-Format HEIF selbst kann Einzelbilder oder kurze Bildsequenzen enthalten und wird bisher üblicherweise mit Einzelbildern auf Basis von H.265 genutzt.

Rav1e ist in der aktuelle Version 0.3 darüber hinaus laut Aussage der Entwickler deutlich schneller als bisher. Aus dazu automatisch erstellten Benchmarks des Projekts geht hervor, dass die Zeit zum Encoding im Vergleich zur Vorgängerversion teilweise auf die Hälfte der benötigten Zeit reduziert werden konnte. Bei geringen Geschwindigkeitsstufen verbesserte das Team die Bildqualität. Außerdem verkleinerten die Entwickler die Binärdatei des Encoders weiter. Sie beschleunigten das Bauen eigenen Angaben zufolge um 14 Prozent und erstellten weiteren SIMD- und Vektor-Code.


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