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Videokonferenzen: Microsoft Teams soll leistungsstärker werden

Um eine bessere Leistung zu erreichen, wird ein Unterprozess eingeführt. Microsoft Teams soll so vor allem in Calls besser laufen.
/ Oliver Nickel
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Microsoft Teams funktioniert nicht immer optimal. (Bild: Microsoft)
Microsoft Teams funktioniert nicht immer optimal. Bild: Microsoft

Microsoft Teams ist für viele Kunden eine frustrierende Erfahrung. Das Programm benötigt schon im Idle mehr als 1 GByte Arbeitsspeicher und kann vor allem in Videocalls Computer merklich verlangsamen. Dessen ist sich Microsoft nun auch offiziell bewusst: Das Unternehmen arbeitet an einer überarbeiteten Version von Teams.

"Wir verbessern die Leistung und die Startzeit der Anruffunktionen im Microsoft Teams Desktop Client für Windows" , schreibt Microsoft in einer Admin-Center-Nachricht(öffnet im neuen Fenster) . Die neue Version von Teams soll einen zusätzlichen Unterprozess namens ms-teams_modulehost.exe einführen. Dieser soll den Calling-Stack – also Logik, die Videoanrufe umsetzt – vom Hauptprozess ms-teams.exe trennen. Dadurch sollen Ressourcen besser aufgeteilt und die Leistung in Meetings verbessert werden.

Bessere Parallelisierung

Eine solche Änderung kann sich möglicherweise vor allem auf die generelle Leistung von Teams auswirken, da mehrere Threads von modernen Prozessoren parallel abgearbeitet werden. Allerdings ist es unwahrscheinlich, dass dadurch weniger RAM genutzt wird. Das verbesserte Microsoft bereits durch die Umstellung von Electron auf Webview 2 etwas.

Es sollen zudem keine Änderungen an der GUI und generellen Erscheinung von Teams vorgenommen werden. Inwieweit die Aufteilung von Prozessen Vorteile bringt, wird sich ab 2026 zeigen. Microsoft will den neuen Thread ab Januar weltweit verteilen – erst einmal nur für Windows. Ende Januar sollen dann die meisten Nutzer darauf zugreifen können.

Bis dahin können Admins den Prozess ms-teams_modulehost.exe in Firewalls freischalten, damit die Software weiterhin funktioniert.


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