Für Datenschützer: Signal und Jitsi

Der Messenger Signal wurde kürzlich um eine Videokonferenz-Funktion erweitert, die eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bietet.

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Allerdings ist die Gruppenanruf genannte Funktion bisher auf fünf Teilnehmer beschränkt. Dafür ist der Open-Source-Messenger leicht zu bedienen, gilt als sicher und versucht, so wenig wie möglich über seine Nutzer zu erfahren (Zero-Knowledge-Prinzip). Signal gibt es für Android, iOS, sowie die Desktop-Systeme Windows, Linux und MacOS.

Fazit: Kein anderer Messenger setzt die Maßstäbe an Sicherheit und Datenschutz so hoch wie Signal, dafür gibt es derzeit bei Videokonferenzen eine Beschränkung auf fünf Teilnehmer. Im Unterschied zu den meisten anderen Apps werden keine Daten über die Nutzenden gesammelt.

Für etwas größere Runden kann auf Jitsi gesetzt werden. Die Open-Source-Software kann selbst auf einem Server installiert werden oder über öffentliche Instanzen genutzt werden. Hier hat man die Qual der Wahl, so betreiben etliche Datenschützer, Technikkollektive oder Unternehmen öffentliche Jitsi-Server, darunter auch Golem.de unter Meet.golem.de.

Daneben gibt es mehrere kommerzielle Anbieter wie den E-Mail-Anbieter Mailbox.org.

An den Konferenzen kann einfach über den Browser oder über eine App teilgenommen werden, allerdings enthält die Version aus dem Play Store Trackingdienste, die Version aus dem alternativen F-Droid hingegen nicht.

Fazit: Jitsi eignet sich auch für etwas größere Runden. Bei der Software steht und fällt der Datenschutz mit dem ausgewähltem Server-Betreiber, dem vertraut werden muss - im besten Fall ist man das selbst. Eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung gibt es derzeit leider noch nicht.

Die Daddler-Lösung: Discord

Zockerfreunde dürften das kostenlose Chatprogramm Discord kennen. Kein Wunder, nutzen Streamer und andere Persönlichkeiten die Plattform gern, um mit ihrer Community in Kontakt zu treten. Doch kann das Programm auch für eine kontaktlose Weihnachtsfeier herhalten?

Die App gibt es für Windows 10, MacOS, iOS, Android und Linux. Sie bietet Videocalls und Textchaträume für mehrere Personen an. Damit können sich Verwandte und Freunde auch gegenseitig sehen - entsprechende Webcams vorausgesetzt.

Discord ermöglicht das Streaming von Bildschirmen von Teilnehmern - etwa für ein virtuelles Lagerfeuer. Zuvor erstellen wir einen eigenen Kanal mit optional mehreren Chaträumen. Anschließend können wir weitere Accounts per Direktlink einladen. Die App speichert Daten auf Cloud-Servern. Lokal gehostete Chaträume sind nicht vorgesehen.

Ein Konto ist hier zwingend notwendig. Das ist kostenlos, aber eventuell umständlich. Auch ist Discord recht verschachtelt. Elemente sind teils nur mit Mühe auffindbar. Discord eignet sich durch seine Komplexität daher eher für techaffinere Familien, die etwas mehr als Videokonferenzen benötigen.

Fazit: Discord bietet durchaus die Möglichkeit, virtuelle Familienfeiern abzuhalten - einfach zu nutzen ist das Programm aufgrund seines Aufbaus aber nicht unbedingt.

Für Risikofreudige: Messenger Rooms

Facebook hat mit Messenger Rooms ebenfalls eine Lösung für kostenlose Videokonferenzen im Angebot, die mit bis zu 50 Personen gleichzeitig verwendet werden kann. Facebook hat sogar eine Anleitung für die Nutzung während des Weihnachtsfestes veröffentlicht.

Mit festlichen Hintergründen und AR-Filtern sowie sinnvollen Funktionen für die Leitung einer Konferenz klingt Messenger Rooms sehr verlockend, um darüber mit seinen Liebsten das Weihnachtsfest zu feiern. Wir würden das Programm allerdings dennoch nicht empfehlen.

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So verfügt Messenger Rooms nämlich nicht über eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Das ist vor allem vor dem Hintergrund problematisch, als das das Mutterunternehmen Facebook keinen sonderlich guten Ruf hat, was die Sicherheit von Nutzerdaten betrifft.

Fazit: Messenger Rooms sieht hübsch aus, bietet aber nicht einmal Ende-zu-Ende-Verschlüsselung - damit fehlt das Minimum an Sicherheit.

Für Familienfeiern eher ungeeignet

In unserer Auflistung haben wie einige Videokonferenzprogramme nicht inkludiert, da sie für private Weihnachtsfeiern ungeeignet sind. Dazu zählt Teams.

Teams ist eine für Unternehmen gedachte Software, und das merkt man dem Programm auch an. Bei Apps wie Whatsapp oder Signal halten wir es für einfacher, auch technisch weniger versierter Verwandtschaft die Bedienung zu erklären. Zudem kommt es bei Teams immer wieder zu nicht erklärbaren Bugs wie dem Ausfall von Kamerabildern oder Tonabbrüchen - wir sprechen da aus Erfahrung.

Nachtrag vom 23. Dezember 2020, 16:19 Uhr

Webex hat wie Zoom bei seinem Dienst über die Feiertage die Zeitbegrenzung bei Videoanrufen abgeschafft. Entsprechend haben wir den Dienst mit in unsere Empfehlungen aufgenommen.

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 Videokonferenzen leicht gemacht: Weihnachten im Lockdown
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%username% 21. Dez 2020

Ja, definitiv. "Kaufen Sie doch bitte den Rotkohl von Kühne und nicht wie letztes Jahr...

Jiu-Jitsu 21. Dez 2020

Hatte mir auch eine selbstgehostete Jitsi-Instanz aufgebaut, welche zunächst erfolgreich...

Dino13 21. Dez 2020

Da der Artikel nicht nur auf dich abzielt verstehe ich deinen Einwand nicht ganz?

User_x 19. Dez 2020

https://www.chip.de/downloads/webapp-Jitsi-Meet_182584966.html Du kannst jitsi web...

Zim 19. Dez 2020

Und wieder hat das nix mit dem Thema zu tun...


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