Videokonferenzen: Cisco klagt gegen Kauf von Skype durch Microsoft

Cisco tritt für offene Standards bei Videokonferenzen ein und will den Kauf von Skype durch Microsoft anfechten. Ein Logitech-Manager wendet ein, dass Cisco selbst Konkurrenzprodukte behindere.

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Skype-Übernahme in den USA und Europa genehmigt
Skype-Übernahme in den USA und Europa genehmigt (Bild: Microsoft)

Cisco wirft Microsoft vor, die Zusammenarbeit von Videokonferenzsystemen zu behindern und hat Klage vor dem Europäischen Gerichtshof (EuGH) gegen den Kauf von Skype durch den Softwarehersteller eingereicht. Das berichtet der Netzwerkausrüster im Blog des Unternehmens.

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"Stellen Sie sich vor, welche Probleme es beim Telefonieren gäbe, wenn Sie darauf beschränkt wären, nur Leute anzurufen, die beim gleichen Betreiber Kunde sind, oder wenn Ihr Telefon nur mit bestimmten Marken zusammenarbeiten würde", sagte Marthin De Beer, Senior Vice President von Ciscos Emerging-Business-Sparte.

Mitte Mai 2010 hatte Microsoft die Übernahme von Skype für 8,5 Milliarden US-Dollar angekündigt. Die Europäische Union hatte den Kauf im Oktober 2011 ohne Auflagen genehmigt, eine Entscheidung, die Cisco nun anfechten will. Die EU hatte erklärt, Skype habe im Bereich Unternehmenskommunikation nur eine geringe Marktpräsenz und stehe nicht direkt mit Lync, Microsofts Produkt für Unternehmenskommunikation, in Konkurrenz. Die Wettbewerbsbehörde befürchtete auch nicht, dass Microsoft die Interoperabilität von Skype mit konkurrierenden Produkten verschlechtern oder Windows mit Skype verbinden könnte. Microsoft hatte zudem zugesagt, Skype auch weiterhin für andere Plattformen anzubieten und weiterzuentwickeln.

Cisco will offene Standards von Microsofts Skype

De Beer erklärte, dass die EU mit Auflagen für eine Interoperabilität und offene Standards hätte sorgen müssen. Besonders Microsofts Pläne, Skype in die Lync Enterprise Communications Platform zu integrieren, bereitet Cisco Probleme.

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Eine Microsoft-Sprecherin sagte, dass der Softwarehersteller sicher sei, dass die Entscheidung der EU einer Überprüfung standhalte. Ein Berufungsverfahren in der EU könne Jahre dauern, sagte Hillard Sterling, Anwalt bei Lewis Brisbois Bisgaard & Smith, dem Wall Street Journal.

Ein Logitech-Manager betonte dagegen, dass Wettbewerber seit langem kritisieren würden, dass Ciscos Video-Conferencing-Systeme unzureichend mit anderen Produkten zusammenarbeiten würden. "Es ist schon interessant, dass Cisco sich nun für offene Standards einsetzt", sagte Colin Buechler, Chef von Logitechs Lifesize-Sparte.

Im August 2010 wurde berichtet, dass Cisco selbst 5 Milliarden US-Dollar für das Voice-over-IP-Unternehmen Skype geboten habe.

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yeppi1 16. Feb 2012

Ich nehme an, dass er damit meint, dass alle Online Video Verfahren proprietär sind. Der...

derKlaus 16. Feb 2012

Das ist ja mal grad mein Thema: Ich hab das Vergnügen, mich mit Cisco...



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