Discord - Home Office statt Spielezimmer?

Obwohl das Kommunikations-Tool Discord eigentlich eher ein Tool für Spielercommunities ist, könnte sich das Programm als Alternative ebenfalls anbieten. Die Macher der Plattform bieten schließlich ihren Dienst grundlegend kostenlos an. Discord ist über einen Browser oder als Applikation für Windows, Linux, Android und iOS nutzbar. Auch ist das Server-Limit hier mit 250.000 gleichzeitigen Personen sehr hoch angesetzt.

Stellenmarkt
  1. Oracle Datenbankadministrator/-in (m/w/d)
    GKD Recklinghausen, Recklinghausen
  2. Digitalisierungsexperte (Smart Factory) und Lean Manager (m/w/d)
    Knauf Gips KG, Iphofen bei Würzburg
Detailsuche

Discord bietet Nutzern die Möglichkeit, zunächst kostenlos einen eigenen Server einzurichten. Diesen können wir in mehrere Gruppenräume mit jeweils eigenen Berechtigungen und Zugangseinschränkungen verwenden. Als Admins haben wir die Möglichkeit, Mitglieder in Gruppen mit verschiedenen Rechten einzuteilen.

Unseren Server können wir mit beliebigen Nutzern teilen, indem wir ihnen den dazugehörigen Link schicken. Neue Anwender können sich zudem ohne Registrierung mit einem Alias auf dem erstellten Server bewegen. Das ist von Vorteil, wenn es etwa um spontane Meetings mit Mitarbeitern geht oder die Software unverbindlich genutzt werden soll.

Für Streamer und Gamer

Das Teilen des eigenen Bildschirms ist hier ebenfalls möglich. Wir bemerken auch recht schnell, dass Discord sich klar an Streamer und Gamer richtet, die mit ihren Zuschauern und Fans interagieren wollen. Die Bildschirmfreigabe wird Stream genannt und Zuschauer können auf das gezeigte Bild mit Kommentaren reagieren. Das erinnert an Plattformen wie Twitch und Mixer. Dementsprechend kann allerdings immer nur der Ersteller einer Konversation seinen Bildschirm teilen, das geht bei anderen kostenlosen Videochatprogrammen besser.

Golem Akademie
  1. Netzwerktechnik Kompaktkurs: virtueller Fünf-Tage-Workshop
    6.–10. Dezember 2021, virtuell
  2. Advanced Python – Fortgeschrittene Programmierthemen: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    27.–28. Januar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Wenn es um die Nutzung als schnelles Videokonferenztool geht, dann kommen wir hier schnell an unsere Grenzen. Discord ermöglich zwar seit einiger Zeit auch Videoanrufe zwischen Nutzern, das ist allerdings recht umständlich: Wir müssen etwa jeden Gesprächsteilnehmer aus unserer Kontaktliste persönlich einladen, was in einer größeren Konferenz schnell viel Zeit kostet. Außerdem werden Kamera und Mikrofon vom Programm nicht unbedingt zuverlässig erkannt. Wir hatten im Test Probleme, überhaupt per Videochat zu kommunizieren. Für Gruppengespräche sollten wir auf reine Voice-over-IP-Chaträume ausweichen, die nur Audiosignale übertragen.

Die Benutzeroberfläche von Discord ist möglicherweise einigen Nutzern zu verschachtelt und kleinteilig. Das Problem ist hier, dass das Programm als spontane Lösung für Unternehmen, die Homeoffice in der aktuellen Situation verstärken wollen, möglicherweise zu komplex ist. Nicht jeder wird sich darin zurechtfinden können und wollen.

Durch den Gamer-Fokus integriert die Software zudem eher unnötige Spielereien wie Memes, Emojis und andere Dinge. Je nach geöffnetem Spiel passt sich die Software an. Ein In-Game-Overlay ermöglicht die Interaktion mit anderen Spielern und Chatmitgliedern während des Zockens. Das ist im Homeoffice wenig hilfreich.

Anmeldung ohne Passwort

Discord ist eher attraktiv für Nutzer, die die Software sowieso bereits verwenden und nicht auf ein anderes Programm umstellen möchten. Ein Vorteil ist, dass die Software für viele parallele Nutzer auf einem Server kostenlos ist. Dass Nutzer sich anmelden können, ohne ein Konto mit Passwort erstellen zu müssen, ist ein Plus. Wie in Microsoft Teams und Slack ist es möglich, Dateien mit anderen Nutzern zu teilen. Allerdings beschränkt sich das für die kostenlose Version auf maximal 8 MByte, was schon bei größeren Dokumenten und Grafiken knapp werden kann.

Vor- und Nachteile

Vorteile: Kostenlos mit beliebig vielen Nutzern; Applikation für Windows, MacOS, Linux, Android und iOS und als Webversion; kostenlose Video- und Telefongespräche; Erstellen verschiedener Gruppenchats; mit Gastzugang nutzbar

Nachteile: Screen-Sharing ist einseitig; verschachtelte und unübersichtliche Menüführung; Gaming-Funktionen für Büroanwendungen unnütz; Videochat nur umständlich nutzbar und fehlerhaft, daher eigentlich nur Audiokonferenzen

Für wen geeignet: Für Gamer und Leute, die auf Videochat verzichten können, aber nicht auf Chatkanäle, Audiokonferenzen und eine umfangreiche Mitgliederverwaltung. Eignet sich für sehr große Anzahl an Nutzern, da nicht limitiert

Preis: Kostenlos für beliebig viele Nutzer Discord Nitro für 100 US-Dollar pro Nutzer/Jahr oder 10 US-Dollar pro Nutzer/Monat ermöglicht bessere Streamingqualität und vergrößert Dateiupload-Limit

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Zoom: Videokonferenzen mit David HasselhoffOpen Source und Hangouts 
  1.  
  2. 1
  3. 2
  4. 3
  5. 4
  6. 5
  7. 6
  8. 7
  9. 8
  10. 9
  11. 10
  12. 11
  13.  


quineloe 29. Apr 2020

Nein, da wir nach Corona ohnehin wieder zusammen spielen werden.

jmhk1103 28. Apr 2020

Wir habe in der Fa. zwar auch WebEx, Skype for B. und der ein oder andere nutzt Teams als...

Cerdo 27. Mär 2020

Ich kann im Artikel leider keine Infos dazu finden, wie sicher die jeweiligen Programme...

thymythos 26. Mär 2020

Blizz konnte es Mal, jetzt ist ein Client nötig.

thymythos 26. Mär 2020

Hat von euch schon jemand die SIP Integration für Telefoneinwahl zum Laufen bekommen?



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Giga Factory Berlin
Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste

Tesla kann die Milliarde Euro Förderung für die Akkufabrik Grünheide nicht beantragen - weil es sonst zu Verzögerungen beim Einsatz neuer Technik käme.

Giga Factory Berlin: Warum Tesla auf über eine Milliarde Euro verzichten musste
Artikel
  1. Nachhaltigkeit: Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner
    Nachhaltigkeit
    Kawasaki plant E-Motorräder und Wasserstoff-Verbrenner

    Kawasaki will elektrische Antriebe für seine Fahrzeuge entwickeln, 2022 sollen drei Elektromotorräder erscheinen.

  2. Doppelbildschirm: Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg
    Doppelbildschirm
    Kickstarterprojekt Slide brauchte 6 Jahre bis zum Erfolg

    Das Kickstarter-Projekt Slidenjoy kann nach 6 Jahren seinen Doppelbildschirm Slide für Notebooks ausliefern.

  3. Elektroauto: Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um
    Elektroauto
    Tesla stellt Model Y in China auf AMD-Ryzen um

    Tesla hat in China damit begonnen, den Ryzen von AMD in das Model Y zu verbauen. Käufer berichten von einem viel flüssigerem Scrolling.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Black Friday Wochenende • WD Blue SN550 2 TB ab 149€ • LG UltraGear 34GP950G-B 999€ • SanDisk Ultra 3D 500 GB M.2 44€ • Boxsets (u. a. Game of Thrones Blu-ray 79,97€) • Samsung Galaxy S21 128GB 777€ • Premium-Laptops • Cooler Master V850 Platinum 189,90€ • Astro Gaming Headsets [Werbung]
    •  /