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Microsoft Teams: Marktführer mit Mängeln

Als Ersatz für Skype for Business hat Microsoft die Kommunikationssoftware Teams entwickelt. Die kann jeder verwenden, der auch ein Office-365-Abonnement nutzt. Es gibt eine komplett kostenlose Variante von Microsofts Programm, das vor kurzem erst mehr Nutzer als der Hauptkonkurrenz Slack vorweisen konnte.

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Teams gibt es als dedizierten Client für Windows, MacOS und Linux. Auf letzterem OS mussten Nutzer bis vor kurzem noch auf die Webversion zurückgreifen, auf der Videoanrufe nicht richtig funktionierten. Unser aktueller Test bestätigt allerdings, dass Microsoft hier inzwischen nachgebessert hat. Teams wird zudem als mobile Variante für iOS und Android angeboten.

Selbst für die kostenfreie Version von Teams müssen Nutzer sich ein Microsoft-Konto anlegen. Das liegt vermutlich daran, dass Teams eine vergleichsweise komplexe Nutzerverwaltung hat und in Teilen andere Produkte von Office 365 einbindet. Trotzdem wären Gastzugänge hier sicherlich ein Vorteil. Selbst der Hauptkonkurrent Slack ist hier schon weiter.

Untergruppen mit unterschiedlichen Zugriffsrechten

Microsofts Applikation teilt Mitglieder einer Organisation nach Wunsch in verschiedene Untergruppen ein, die jeweils verschiedene Zugriffsrechte und Beschreibungen haben können. In der kostenlosen Variante können maximal 300 Konten einer Organisation zugewiesen werden. Diese Einschränkung will Microsoft auf Nachfrage von Golem.de allerdings in naher Zukunft aufheben, unter anderem in Vorbereitung auf mehr Heimarbeiter durch das Coronavirus.

Auch ist es möglich, diverse Chaträume anzulegen, denen Personen beitreten. Anwender können in den Chaträumen Textnachrichten an alle jeweiligen Mitglieder schicken oder in persönlichen Chats auch mit einzelnen Kollegen reden.

Dieses System gilt auch für Video- und Audiokonferenzen, die wir mit einer oder mehreren Personen gleichzeitig führen können. Das soll in der kostenlosen Version von Teams mit maximal 250 Leuten funktionieren. Wie in Skype ist aber auch hier die Sprach- und Videoqualität stark schwankend. Bei mehreren Teilnehmern kann es zu Artefakten, Standbildern und schlechter Audioqualität kommen. Das ist gerade für professionelle Konferenzen mit Kunden nicht ideal.

Auch mit der kostenlosen Version von Teams können wir unseren Bildschirm in Videokonferenzen mit anderen Teilnehmern teilen. Allerdings dürfen wir nur gegen Geld Besprechungen auch aufzeichnen und planen. Das gilt genauso für die Anmeldung per Mehrfaktorauthentifizierung, die Teil vom kostenpflichtigen Office 365 ist.

Sofern dies nicht vom Administrator beschränkt wird, erstellen Nutzer in Chaträumen eigene Videokonferenzen. Teilnehmer treten diesen selbstständig bei oder werden von anderen Nutzern eingeladen. Das Zuweisen von detaillierten Zugriffsberechtigungen für einzelne Nutzer behält Microsoft wohl zahlenden Kunden vor.

Gute Einbindung in die Office-Umgebung

Generell ist die Organisation von Arbeitsgruppen und Abteilungen in Microsoft Teams aber recht gut gelöst. Wir haben eine Übersicht über alle Chaträume und persönlichen Kontakte in einer Applikation. Auch integriert Teams einen Kalender, ermöglicht das Teilen von Dateien und Dokumenten und ist mit diversen Addons kompatibel. Die bietet das Programm in einem integrierten App-Store feil. In der kostenfreien Variante stehen dem gesamten Team 10 GByte an Speicherplatz für Dateien zur Verfügung. Ein einzelner Nutzer darf maximal 2 GByte an Daten teilen.

Allerdings funktioniert die Software nicht immer zuverlässig: Im Test wurden einige Male Benachrichtigungen über neue Anfragen nicht eingeblendet. Das Laden von Chatverläufen ist sehr träge und dauert mitunter lange. Die Integration mit Microsoft Office und Clouddiensten wie Onedrive funktioniert erwartungsgemäß recht gut. Wir können etwa unseren plattformübergreifenden Office-365-Kalender nutzen und Notizen mit Onenote erstellen.

Derzeit entwickelt Microsoft seine Software auf Kosten von Angeboten wie Skype for Business weiter. Früher oder später bleibt Kunden also keine Alternative zu Teams, solange sie im Office-365-Ökosystem verbleiben wollen. Der Vorteil ist, dass wir in Zukunft viele Updates und Support für die Plattform erwarten können.

Vor- und Nachteile

Vorteile: Übersichtliche Organisation vieler Nutzer in Gruppen und Chaträumen; Videokonferenzen mit vielen Teilnehmern möglich; Zusatzapplikationen erweitern Funktion; Großzügiger Speicherplatz für Dokumente; verfügbar auf Windows, MacOS, Linux, Android, iOS und im Browser

Nachteile: Sprach- und Videoqualität nimmt mit steigender Teilnehmerzahl stark ab; Kostenlose Version ohne Berechtigungssteuerung; Benachrichtigungen werden teilweise nicht angezeigt; Software stellenweise ziemlich träge

Für wen geeignet: Für Nutzer, die ein komplettes Paket mit App-Integration, hoher Verfügbarkeit und mächtiger Benutzerverwaltung brauchen und Videocalls wie Text- und Audionachrichten benötigen, aber mit Abstrichen bei der Leistung und Sprachqualität umgehen können

Preis: Bis zu 300 Mitgliedern ist die Software kostenlos nutzbar. Office 365 Business Essentials kostet 4,20 Euro pro Nutzer/Monat und beinhaltet 1 TByte Cloud-Speicher. Office 365 Business Premium kostet 10,50 Euro pro Nutzer/Monat und liefert Office-365-Programme wie Word, Excel und Powerpoint dazu.

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quineloe 29. Apr 2020

Nein, da wir nach Corona ohnehin wieder zusammen spielen werden.

jmhk1103 28. Apr 2020

Wir habe in der Fa. zwar auch WebEx, Skype for B. und der ein oder andere nutzt Teams als...

Cerdo 27. Mär 2020

Ich kann im Artikel leider keine Infos dazu finden, wie sicher die jeweiligen Programme...

thymythos 26. Mär 2020

Blizz konnte es Mal, jetzt ist ein Client nötig.

thymythos 26. Mär 2020

Hat von euch schon jemand die SIP Integration für Telefoneinwahl zum Laufen bekommen?


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