• IT-Karriere:
  • Services:

Videokonferenz: FTC verlangt Sicherheitsverbesserungen bei Zoom

Über Jahre hatte Zoom mit falschen Angaben zur Sicherheit geworben. Die FTC verpflichtet das Unternehmen nun zu mehr Sicherheit statt einer Strafe.

Artikel veröffentlicht am ,
Zoom im Einsatz
Zoom im Einsatz (Bild: Zoom)

Über Jahre hat der Videokonferenzdienst Zoom mit falschen Angaben zur Sicherheit seines Dienstes geworben. Eine entsprechende Beschwerde vor der US-Handelsaufsicht FTC (Federal Trade Commission) hat nun zu einem Vergleich geführt. Bei diesem verpflichtet sich Zoom, die Sicherheit des Videokonferenzdienstes zu erhöhen und falsche Angaben zu Datenschutz und Sicherheit des Dienstes zu unterlassen. Eine Strafzahlung oder eine Entschädigung für Unternehmen und Personen, die den Dienst verwenden, soll es hingegen nicht geben.

Stellenmarkt
  1. neam IT-Services GmbH, Paderborn
  2. Hays AG, Hannover

Seit Mindestens 2016 hat Zoom mit einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geworben, die es jedoch schlicht nicht gab. "Die irreführenden Behauptungen von Zoom vermittelten den Nutzern ein falsches Gefühl der Sicherheit, insbesondere denjenigen, die die Plattform des Unternehmens nutzten, um sensible Themen wie Gesundheits- und Finanzinformationen zu diskutieren", schreibt die FTC in einer Presseerklärung.

Zudem wirft die FTC Zoom vor, dass aufgezeichnete Besprechungen nicht wie behauptet auf einem verschlüsselten Cloud-Speicher abgelegt wurden, sondern teils bis zu 60 Tage lang unverschlüsselt auf den Zoom-Servern gespeichert wurden. Auch die Installation eines Webservers durch die Zoom-Software wird kritisiert. Dieser ließ sich nicht deinstallieren und konnte über eine präparierte Webseite von Dritten dazu genutzt werden, auf die Webcam der betroffenen Rechner zuzugreifen.

Pflicht zu Sicherheitsverbesserungen statt Strafe

Trotz der Vorwürfe muss Zoom keine Strafe zahlen, was von den beiden demokratischen Kommissaren in der fünfköpfigen FTC-Kommission kritisiert wird. Das Unternehmen muss jährlich eine Sicherheitsüberprüfung durchführen und ein Schwachstellenmanagementprogramm implementieren. Zudem untersagt der Vergleich Zoom "falsche Angaben über seine Datenschutz- und Sicherheitspraktiken zu machen, einschließlich der Art und Weise, wie es Personendaten sammelt, verwendet, pflegt oder offenlegt", heißt es in der Presseerklärung.

Neben der FTC ist auch eine Klage von Verbraucherschützern in den USA anhängig, die Zoom vorwerfen, ihre Nutzerschaft mit den Aussagen zur nicht vorhandenen Ende-zu-Ende-Verschlüsselung getäuscht zu haben. Zoom hat mittlerweile auf die Vorwürfe reagiert und tatsächlich eine optionale Ende-zu-Ende-Verschlüsselung implementiert.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Mobile-Angebote
  1. 206,10€ (mit Rabattcode "PFIFFIGER" - Bestpreis!)
  2. 499,90€
  3. 326,74€

Stepinsky 11. Nov 2020 / Themenstart

Du hast das Dokument gelesen? Auch konkret, was Zoom vorgeworfen wird? Und das auch...

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020)

Wir haben den Fortschritt in Grünheide dokumentiert.

Die Tesla-Baustelle von oben (März-August 2020) Video aufrufen
Librem Mini v2 im Test: Der kleine Graue mit dem freien Bios
Librem Mini v2 im Test
Der kleine Graue mit dem freien Bios

Der neue Librem Mini eignet sich nicht nur perfekt für Linux, sondern hat als einer von ganz wenigen Rechnern die freie Firmware Coreboot und einen abgesicherten Bootprozess.
Ein Test von Moritz Tremmel

  1. Purism Neuer Librem Mini mit Comet Lake
  2. Librem 14 Purism-Laptops bekommen 6 Kerne und 14-Zoll-Display
  3. Librem Mini Purism bringt NUC-artigen Mini-PC

Macbook Air mit Apple Silicon im Test: Das beste Macbook braucht kein Intel
Macbook Air mit Apple Silicon im Test
Das beste Macbook braucht kein Intel

Was passiert, wenn Apple ein altbewährtes Chassis mit einem extrem potenten ARM-Chip verbindet? Es entsteht eines der besten Notebooks.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. Apple Macbook Air (2020) im Test Weg mit der defekten Tastatur!
  2. Retina-Display Fleckige Bildschirme auch bei einigen Macbook Air
  3. iFixit Teardown Neue Tastatur macht das Macbook Air dicker

iPhone 12 Mini im Test: Leistungsstark, hochwertig, winzig
iPhone 12 Mini im Test
Leistungsstark, hochwertig, winzig

Mit dem iPhone 12 Mini komplettiert Apple seine Auswahl an aktuellen iPhones für alle Geschmäcker: Auf 5,4 Zoll sind hochwertige technischen Finessen vereint, ein besseres kleines Smartphone gibt es nicht.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Apple Nutzer beklagen Netzabbrüche beim iPhone 12
  2. Apple Bauteile des iPhone 12 kosten 313 Euro
  3. Touchscreen und Hörgeräte iOS 14.2.1 beseitigt iPhone-12-Fehler

    •  /