Videocodec: Suche nach H.265-Nachfolger beginnt

Die Fernmeldeunion sucht gemeinsam mit der MPEG nach Vorschlägen, um einen HEVC-Nachfolger zu standardisieren, der Videos doppelt so gut komprimieren soll wie HEVC. Ob dabei der freie Videocodec AV1 berücksichtigt wird, ist noch vollkommen unklar.

Artikel veröffentlicht am ,
Auch der HEVC-Nachfolger wird sicher irgendwann auf Scheiben gebrannt.
Auch der HEVC-Nachfolger wird sicher irgendwann auf Scheiben gebrannt. (Bild: Stephen Bowler, Flicker.com/CC-BY 2.0)

In Zusammenarbeit mit der Moving Pictures Expert Group (MPEG) will die internationale Fernmeldeunion (ITU) an einem Nachfolger für den Videocodec HEVC alias H.265 arbeiten, wie die Organisation bekanntgegeben hat. Die gemeinsame Arbeitsgruppe, Joint Video Exploration Team (JVET), bittet deshalb um Einreichungen, die das Potenzial einer besseren Videokomprimierung zeigen. Auf dieser Grundlage könnte dann der neue Standard erarbeitet werden.

Stellenmarkt
  1. Informatiker*in / Netzwerk-Engineer (w/m/d)
    Stadt Norderstedt, Norderstedt
  2. Junior Consultant Risk Management für den Lidl-Onlineshop (m/w/d)
    Lidl Digital, Neckarsulm
Detailsuche

Explizites Ziel der ITU ist es laut Ankündigung, die Kompressionsfähigkeiten für Video bis 2020 zu verdoppeln. Eine ähnliche Steigerungsrate strebten die Beteiligten auch schon für den Wechsel von AVC, alias H.264, auf H.265 an. Ob dies erreicht werden kann, hängt wohl sehr stark davon ab, ob und welche Algorithmen und Ansätze vorgeschlagen werden, und ob die Beteiligten bereit sind, eventuell auch große konzeptionelle Änderungen im Vergleich zu HEVC durchzusetzen.

Dass das Potenzial für bessere Komprimierungstechnik bereits existiert, beweist die Alliance for Open Media (Aomedia). Dieser Zusammenschluss aus Inhalteanbietern wie Netflix, Amazon und Google, Softwareunternehmen wie Microsoft, Mozilla und Adobe sowie Hardwareherstellern wie Intel, ARM, AMD und Nvidia erstellt mit AV1 einen freien Videocodec, der schon jetzt in Teilen besser ist als HEVC. AV1 gilt wegen seiner freizügigen Lizenz, die auch die freie Verwendung von Patenten umfasst, als Kandidat für einen Videostandard der Internet Engineering Task Force (IETF).

Da die Aomedia explizit gegründet worden ist, um den kostspieligen und komplizierten Lizenzbedingungen der MPEG-Lizenzgeber langfristig zu entgehen, ist derzeit völlig unklar, ob und wie die Arbeiten an AV1 auch die Arbeiten der JVET beeinflussen werden. Im Sommer dieses Jahres sollen die Vorschläge von der JVET evaluiert werden, um ein weiteres Vorgehen zu beschließen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


johnsonmonsen 10. Feb 2017

Hallo Eheran! Natürlich, darauf spielte ich ja mit einem XviD-Film auf einer einzelnen CD...

JouMxyzptlk 10. Feb 2017

Das ist schlicht falsch. Der Knackpunkt kam vor einigen Jahren: Es wurde eine reine INT...

Dwalinn 10. Feb 2017

Ich kaufe mir keinen Familien-Van in der Hoffnung den auch bald voll besetzen zu können...

Gandalf2210 10. Feb 2017

Kauf halt nen neuen



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Wissensbasis
Wikipedia braucht eine neue Dimension

Manch ein Artikel auf Wikipedia ist so schwer zu verstehen, dass man sich nur noch einen einzigen Link wünscht: "Erklär es mir einfacher."
Ein IMHO von Boris Mayer

Wissensbasis: Wikipedia braucht eine neue Dimension
Artikel
  1. Flexpoint, Bfloat16, TensorFloat32, FP8: Dank KI zu neuen Gleitkommazahlen
    Flexpoint, Bfloat16, TensorFloat32, FP8
    Dank KI zu neuen Gleitkommazahlen

    Die Dominanz der KI-Forschung bringt die Gleitkommazahlen erstmals seit Jahrzehnten wieder durcheinander. Darauf muss auch die Hardware-Industrie reagieren.
    Von Sebastian Grüner

  2. Apple Watch 8 im Test: Eine Smartwatch für wirklich alle Fälle
    Apple Watch 8 im Test
    Eine Smartwatch für wirklich alle Fälle

    Die Apple Watch 8 sieht aus wie ihre Vorgängerin, im Test zeigt sich auch der Funktionsumfang sehr ähnlich. Es gibt aber interessante neue Sensoren.
    Ein Test von Tobias Költzsch

  3. Tata Tiago.ev: Indischer Autohersteller stellt 10.000-Euro-Elektroauto vor
    Tata Tiago.ev
    Indischer Autohersteller stellt 10.000-Euro-Elektroauto vor

    In Indien gibt es derzeit nur sehr wenige Elektroautos. Der größte Autohersteller des Landes bringt ein sehr günstiges Modell auf den Markt.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • CyberWeek nur noch heute • Xbox Series S + FIFA 23 259€ • MindStar (Mega Fastro SSD 1TB 69€, KF DDR5-6000 32GB Kit 229€) • PCGH-Ratgeber-PC 3000€ Radeon Edition 2.500€ • Alternate (Be Quiet Tower-Gehäuse 89,90€) • PS5-Controller GoW Ragnarök Limited Edition vorbestellbar [Werbung]
    •  /