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Videocodec: Lizenzgebühren für H.264 steigen deutlich

Der Patentverwalter Via LA ersetzt die jährliche Pauschalgebühr für H.264 durch ein gestaffeltes System, das nach Reichweite abrechnet.
/ Mike Faust
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Der Videocodec H.264 wird als Basis- oder Ausweichstandard eingesetzt. (Bild: Pexels / Jakub Zerdzicki)
Der Videocodec H.264 wird als Basis- oder Ausweichstandard eingesetzt. Bild: Pexels / Jakub Zerdzicki

Die Patentpool-Verwaltungsgesellschaft Via Licensing Alliance (Via LA) hat die Lizenzgebühren für den H.264-Codec erhöht. Wie das Magazin Streaming Media berichtet(öffnet im neuen Fenster) , wurde die jährliche Pauschalgebühr in Höhe von 100.000 US-Dollar durch ein gestaffeltes System ersetzt.

Die Änderung betrifft nur Unternehmen, die ab dem Jahr 2026 eine neue Lizenz beantragen. Je nach Größe der Plattform können sich die Kosten dabei auf bis zu 4,5 Millionen US-Dollar pro Jahr belaufen.

Via LA erklärte gegenüber Streaming Media, dass es Medienunternehmen, die bisher noch keine Lizenz für die Verwendung des Codes erworben hätten, kontaktiert und ihnen eine Frist zur Sicherung der Lizenz zu den alten Konditionen eingeräumt habe.

Jährliche Lizenzkosten steigen deutlich

Unternehmen, die nicht kontaktiert wurden, müssen die neue Gebührenstruktur(öffnet im neuen Fenster) als Verhandlungsgrundlage nutzen. Diese teilt Kunden nach Anzahl der Nutzer in verschiedene Kategorien ein, wobei lediglich kleine oder neu gegründete Unternehmen den alten Pauschalpreis erhalten können.

Der Videocodec H.264 wird als Basis- oder Ausweichstandard von praktisch allen Hardware-Encodern, Streaminganbietern und Browsern genutzt. Via LA und auch Unternehmen wie Avanci und Access Advance, fordern zudem Lizenzgebühren unter anderem für HEVC, VVC und AV1. Bei großen Streamingplattformen können die jährlichen Lizenzkosten dadurch einen dreistelligen Millionenbereich erreichen.

Steigende Preise für Lizenzgebühren wirken sich auch auf den Hardwaremarkt aus. Lizenzieren Hersteller bestimmte Funktionen nicht, kann dies zu Verkaufsstopps führen.

Ein solcher Fall trat im Februar 2026 ein, als eine erfolgreiche Patentklage von Nokia zur Folge hatte, dass Asus und Acer den Verkauf von Notebooks und PCs in Deutschland einstellten .


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