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Videocodec: H.265-Nachfolger VVC ist fertig

Der neue Videocodec VVC alias H.266 ist offiziell fertig. Im Vergleich zum Vorgänger soll die Bitrate um bis zu 50 Prozent sinken.

Artikel veröffentlicht am ,
Ob VVC je eine große Verbreitung auf physischen Medien finden wird, bleibt abzuwarten.
Ob VVC je eine große Verbreitung auf physischen Medien finden wird, bleibt abzuwarten. (Bild: Pixabay)

Die Standardisierung des Versatile Video Codec (VVC) ist abgeschlossen. Das berichtet das an den Arbeiten beteiligte Fraunhofer Heinrich-Hertz-Institut (HHI). Das HHI beschreibt den neuen Codec in der Ankündigung als bisherigen Höhepunkt einer Entwicklung von inzwischen mindestens vier Codec-Generationen. Immerhin gilt VVC als direkter Nachfolger des High Efficiency Video Coding (HEVC) alias H.265 sowie dem Advanced Video Coding (AVC) alias H.264 und noch weiter zurückreichenden Arbeiten an digitalen Videocodecs der MPEG-Forschungsgruppe.

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In der Ankündigung zu VVC verspricht das HHI eine Reduktion der Bitrate um gut 50 Prozent. So soll etwa ein 90-minütiger Film in UHD-Auflösung statt bisher 10 GByte dank der Verwendung von VVC künftig nur noch rund 5 GByte benötigen. Die Verbesserungen, die mit dem neuen Codec einhergehen, seien dementsprechend besonders relevant für 4K alias UHD sowie auch die noch größere Auflösung 8K, die sich allerdings bisher kaum im Endkundenbereich nutzen lässt.

Offiziell begonnen haben die Arbeiten an VVC Anfang des Jahres 2017 in einer gemeinsamen Arbeitsgruppe von Moving Pictures Expert Group (MPEG) und internationaler Fernmeldeunion (ITU), dem Joint Video Exploration Team (JVET). Schon kurz nach dem Start der Arbeiten bestätigten erste Tests eine Reduktion der Bitrate, die typischerweise zwischen 35 und gar 60 Prozent liege im Vergleich zu HEVC. Damit einher geht jedoch wie zu erwarten eine deutlich gestiegene Komplexität, die das Encoding im Vergleich zu HEVC verlangsamen sollte.

Als Alternative zu HEVC und nun auch VVC gibt es seit einiger Zeit bereits den freien Videocodec der AV1 der Alliance for Open Media (Aomedia). Hauptziel von AV1 war neben den eigentlichen technischen Verbesserungen ein Codec, der mit einer freien Patentlizenz von allen genutzt werden kann. Im Gegensatz dazu erheben inzwischen drei verschiedene Patentkonsortien sowie einige weitere einzelne Firmen Ansprüche auf HEVC und verlangen entsprechende Gebühren. Für VVC existiert mit dem Media Coding Industry Forum (MC-IF) inzwischen auch ein völlig neues Konsortium für VVC. Der MPEG-Gründer Leonardo Chiariglione sah wegen der komplizierten Patentsituation rund um die Codecs bereits vor mehr als zwei Jahren deren Geschäftsmodell gefährdet.

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\pub\bash0r 07. Jul 2020 / Themenstart

Das hängt aber von der Hardwareunterstützung ab. Bei einem neuen Codec wirst du die am...

JouMxyzptlk 07. Jul 2020 / Themenstart

Ist in h265 so spezifiziert, und in x265 implementiert. https://x265.readthedocs.io/en...

jfolz 07. Jul 2020 / Themenstart

Ah ja, die "neue Online-Industrie", vertreten in der AOMedia durch ARM, AMD, Broadcom...

jfolz 07. Jul 2020 / Themenstart

Das hat überhaupt nichts mit bezahlt werden wollen zu tun, sondern mit dem absurden...

Arsenal 06. Jul 2020 / Themenstart

Das ist jetzt OT im OT.

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