Videocodec: Googles VP9 in Chrome aktiviert

Der Videocodec VP9 ist jetzt standardmäßig in der aktuellen Entwicklerversion des Browsers Chromium aktiviert. Die finale Veröffentlichung im August ist damit sehr wahrscheinlich.

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VP9 soll unter anderem in WebM genutzt werden.
VP9 soll unter anderem in WebM genutzt werden. (Bild: WebM-Projekt)

Wie angekündigt ist Googles Videocodec VP9 jetzt standardmäßig im Code des Browsers Chromium aktiviert, der die Grundlage für Chrome bildet. Damit lässt sich der Code für den Codec einfacher testen als bisher, da ein entsprechendes Flag nicht mehr gesetzt werden muss. VP9 ist seit einiger Zeit testweise in Chromium integriert und gilt wohl als stabil genug für breiter angelegte Tests. Mit der Veröffentlichung von Chrome 29, die für den 20. August 2013 geplant ist, soll der Codec dann von jedem Anwender genutzt werden können.

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Der Videocodec soll gemeinsam mit dem Audiocodec Opus im Dateiformat WebM zum Einsatz kommen und bei halber Bitrate im Vergleich zum Vorgänger VP8 die gleiche Qualität bieten. Google erhofft sich wegen der freien Lizenz von VP9 eine wesentlich größere Verbreitung als die direkte Konkurrenz - dem patentbehafteten H.264-Nachfolger H.265, der im Januar von der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) unter dem Namen HEVC als Standard veröffentlicht wurde.

Im März dieses Jahres hatte sich Google mit der MPEG-LA und elf Patentinhabern geeinigt, Patente, die eventuell den Codec VP8 und den Nachfolger VP9 betreffen, nutzen zu dürfen. Darüber hinaus erlaubt Google wiederum jedem Entwickler die kostenlose Nutzung der Codecs in den eigenen Produkten, wenn sie auf der Datenstruktur des Videocodecs basieren. Unklar ist jedoch, ob weitere Patentinhaber, wie etwa Nokia, ihre Rechte gegenüber Google künftig geltend machen.

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