Videocodec: AV1 bekommt Patentprobleme

Der schon für MP3-Klagen und Verkaufsverbote bekannte Patentverwalter Sisvel hat nun auch Ansprüche an AV1. Die Liste umfasst rund 1.000 Patente.

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Gerätehersteller müssen künftig eventuell Patentlizenzen für AV1 bezahlen.
Gerätehersteller müssen künftig eventuell Patentlizenzen für AV1 bezahlen. (Bild: Pixabay)

Der in Luxemburg ansässige Patentverwalter Sisvel hat eine Liste von Patenten veröffentlicht, die laut dem Unternehmen für den freien Videocodec AV1 gelten. Zuerst hatte Cnet darüber berichtet. Unternehmen sollen nun also für den Vertrieb von Geräten mit AV1-Patentlizenzen zahlen. Dank einer freien Patentlizenz sollte der Vertrieb des Videocodecs AV1 eigentlich ohne Patentzahlungen oder damit verbundene Rechtsstreitigkeiten möglich sein. Das zumindest war der Plan des Konsortiums Alliance for Open Media (Aomedia), das AV1 erstellt hat.

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Dies sollte vor allem eine praktische und kostengünstige Alternative zu den konkurrierenden Patent-Pools für den Codec HEVC alias H.265 sein. Sollte sich Sisvel jedoch mit seinen Ansprüchen durchsetzen können, müssen Gerätehersteller wohl künftig also auch für die Nutzung von AV1 Lizenzkosten zahlen.

Die nun von Sisvel für AV1 zusammengefassten Patente stammen von Unternehmen wie Dolby, von Telekommunikationsbetreibern, dem Forschungsinstitut Etri und einigen weiteren. Insgesamt handelt es sich dabei um 14 Patentinhaber. Diese sollen laut Sisvel zusammen derzeit 1.050 Einzelpatente für Technik halten, die in AV1 genutzt wird. Dies soll sogar noch auf bis zu 2.000 Patente erweitert werden.

Sisvel plant darüber hinaus, auch Lizenzzahlungen für den Codec VP9 zu kassieren. Letzterer ist älter als AV1 und vor allem von Google vorangetriebenen worden. So wird VP9 von Youtube genutzt. Google hatte bereits im Jahr 2013 einen Patentvertrag mit der MPEG-LA geschlossen, die unter anderem die Patente für H.264 verwaltet. Dies galt für VP8 und dann auch für VP9. Sisvel beteuert jedoch, dass die nun von dem Unternehmen geltend gemachten Patente nicht Teil dieser Vereinbarung sind und seine Ansprüche damit weiter gültig sind.

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Neben Patenten für Videotechnik verwaltet Sisvel eine Vielzahl weiterer Technikpatente, etwa für Mobilfunk und WLAN oder auch DVB. Bekanntgeworden ist das Unternehmen für seine rigorose Durchsetzung von MP3-Patenten vor mehr als zehn Jahren, bei der es auch zu Verkaufsverboten und Beschlagnahmungen kam. Zuletzt hatte die ARD der Sisvel-Tochter in Italien vorgeworfen, gemeinsam mit einem Anwalt Gelder veruntreut zu haben, die Klage aber verloren.

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mgutt 25. Jul 2021

Und dann muss jeder abgeschottet von der Außenwelt innerhalb eines Jahres einen möglichst...

mgutt 30. Aug 2020

Dagegen kann der Empfänger vorgehen. Den Fall hatte mein alter Arbeitgeber mal. Da wurde...

NachDenkenIstFrei 18. Mär 2020

und es behauptet einer doch zu Tausende(n). Dann ist: a)? die Flut an Trivialpatenten...

NachDenkenIstFrei 16. Mär 2020

// a) Ich z.B. komme ursprünglich aus der Chemie. // b) Eine schicke Idee wird es MAL...



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