Videochat: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bei Zoom kostenlos und optional

Der Videokonferenz-Anbieter will anders als zunächst angekündigt allen Nutzern eine durchgängige Verschlüsselung anbieten.

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Der Videokonferenz-Anbieter Zoom erlebt durch die Coronakrise einen Boom.
Der Videokonferenz-Anbieter Zoom erlebt durch die Coronakrise einen Boom. (Bild: Zoom)

Von Zoom gibt es Neuigkeiten zur geplanten Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. Anders als zunächst angekündigt, wird diese wohl auch für das kostenlose Angebot von Zoom zur Verfügung stehen. Standardmäßig aktiviert wird die Verschlüsselung aber nicht. Die Funktion lässt sich nur aktivieren, wenn man einen Verifikationsprozess durchführt.

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Damit ändert Zoom wohl seine Pläne. Der Zoom-CEO Eric Yuan hatte vor kurzem öffentlich erklärt, dass man die Verschlüsselung nur zahlenden Kunden anbieten werde. Begründet hatte Yuan das damit, dass man mit dem FBI zusammenarbeite und dass man Missbrauch von Zoom unterbinden möchte. Das kam wenig überraschend nicht sonderlich gut an und sorgte für viel Kritik. Es führte jetzt wohl auch zu einer Änderung der Pläne.

Zoom stellte Kryptographieexperten ein

Zoom hatte schon einiges an Kritik auf sich gezogen, weil die Firma ursprünglich behauptet hatte, Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bereits anzubieten, was aber zum damaligen Zeitpunkt schlicht nicht stimmte. Darauf hatte im März ein Artikel von The Intercept hingewiesen. Zwischenzeitlich hat Zoom einige Kryptographie-Experten eingestellt und die Firma Keybase übernommen, um eine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu entwickeln.

Generell ist die Verschlüsselung von Videochats mit einigen Herausforderungen verbunden, da bei den meisten Systemen auf einem zentralen Server die Videos zusammengeführt und neu codiert werden. Eine Neucodierung ist bei einer Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht möglich.

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Die jetzt vorgestellte Lösung sieht vor, dass die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ein optionales Feature bleibt. Aktiviert werden kann sie nur, wenn ein Nutzer einen Verifikationsprozess durchläuft, dies kann laut Zoom beispielsweise über eine Textnachricht an eine Telefonnummer sein. Damit soll Missbrauch verhindert werden.

Beta ab Juli

Eine Beta des Verschlüsselungsfeatures soll Anfang Juli gestartet werden. Ein Designdokument, in dem die Verschlüsselungstechnologie beschrieben wird, hat Zoom auf Github veröffentlicht. An dem Dokument haben einige namhafte IT-Sicherheitsexperten mitgewirkt, darunter der Kryptograph Matthew Green und der ehemalige Facebook-Sicherheitschef Alex Stamos.

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