Videochat: Deutsche Gesundheits-IT wechselt auf Matrix

Im Gesundheitssystem werden derzeit Messenger wie Whatsapp genutzt. Künftig gibt es einen Matrix-Chat für 150.000 Organisationen.

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Matrix kommt künftig auch im deutschen Gesundheitssystem zum Einsatz.
Matrix kommt künftig auch im deutschen Gesundheitssystem zum Einsatz. (Bild: Matrix)

Die Gematik, die für die Digitalisierung des Gesundheitssystems in Deutschland zuständig ist, wird künftig allen Beteiligten einen Messenger zur Verfügung stellen, der auf dem freien Matrix-Protokoll basiert. Das berichtet das Team des Chat-Systems Matrix in seinem Blog. Zusätzlich dazu hat die Gematik ein Konzeptpapier veröffentlicht, in dem die Details der Initiative erläutert werden.

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Demnach sollen über das Chatsystem, das als TI-Messenger bezeichnet wird, künftig bis zu 150.000 Organisationen wie Arztpraxen oder Krankenkassen an den neuen Videochat angeschlossen werden können. Wichtigster Vorteil im Vergleich zu den bisher genutzten Techniken ist dabei, dass die Infrastruktur selbst gehostet wird und die Chats dank des Matrix-Protokolls Ende-zu-Ende-verschlüsselt sind. Neben den klassischen Textnachrichten soll der TI-Messenger auch einen Videochat ermöglichen sowie den Austausch von Dateien.

Wie es in dem Konzeptpapier heißt, nutzen sogenannte Leistungserbringer, also etwa Ärzte, inzwischen zwar vermehrt auch moderne Chat-Technologie. Dabei kämen aber datenschutzrechtlich bedenkliche Dienste wie Whatsapp zum Einsatz, über die teilweise auch Patientendaten verschickt würden. Problematisch sei auch, dass sich dadurch Nischenlösungen etabliert hätten. Mit der Matrix-Infrastruktur kommt stattdessen nun ein sicherer Dienst, auf den alle Beteiligten Zugriff haben. Denn - auch das hält das Konzeptpapier fest - Instant-Messenger hätten sich im Alltag bewährt.

Grundlage für den Aufbau des Messengers ist das Moderninsierungsgesetz zur digitalen Versorgung und Pflege, das seit Juni 2021 gilt und in dem der Bedarf dafür formuliert ist. Bis Oktober 2021 soll die Spezifikation dafür fertiggestellt werden, wie die Beteiligten in dem neuen Dienst kommunizieren. In Betrieb gehen sollen die ersten Chat-Apps dann im zweiten Quartal 2022.

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