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Videobearbeitung: Davinci Resolve ist erwachsen

Die neue Version des Schnittprogramms von Blackmagic Design ist schneller als je zuvor. Und es gibt einen Ableger für das iPad - wir haben uns beides angesehen.

Ein Praxistest von Martin Wolf veröffentlicht am
Version 18 erschien zum 18. Jahrestag. (Bild: Martin Wolf / Golem.de)

Als Davinci Resolve 2004 für Zehntausende US-Dollar mit spezieller Hardware auf den Markt kam, hätte sich wohl niemand vorstellen können, dass es 18 Jahre später - bei Version 18 - einen kostenlosen Download gibt. Inzwischen hat sich das Schnittprogramm zu einer ernsthaften Alternative zu klassischen Konkurrenten wie Adobes Premiere Pro entwickelt.

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Bei der Farbkorrektur war Resolve schon früh für viele Filmschaffende die erste Wahl. Mit der Zeit wurden aber auch die Schnittfunktionen und die Tonbearbeitung per integriertem Editor Fairlight stark verbessert.

Es gibt zwei schlagende Argumente, Davinci Resolve auf jeden Fall auszuprobieren: Es ist kostenlos und es ist für Windows, Mac und Linux erhältlich. Das ist im Profibereich ein Alleinstellungsmerkmal. Es gibt auch eine Version namens Studio, die einen größeren Funktionsumfang besitzt, sowie die App für das iPad, aber darauf gehen wir später noch ein.

Nach dem Programmstart begrüßt uns die aufgeräumte Oberfläche des Videoeditors, der uns dazu auffordert, Mediendateien zu importieren. So werden wir gleich auf das grundlegende Bedienungsparadigma von Resolve hingewiesen: Am unteren Bildschirmrand befinden sich Schaltflächen für den Wechsel zwischen den Arbeitsbereichen. Von links nach rechts bewegt man sich vom Medienimport über den Schnitt, die Effekte, die Farbkorrektur und die Tonbearbeitung Schritt für Schritt bis hin zum Export. Ein Wechsel zwischen diesen Oberflächen erfolgt sehr zügig.

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Video: Davinci Resolve 18 im Überblick [5:47]

Haben wir also unsere Dateien importiert, können wir im Bereich Cut anfangen zu schneiden. Hier lassen sich schnell und unkompliziert Clips aneinanderreihen. Die Timeline ist zweimal vorhanden: oben in einer geschrumpften Übersicht für eine leichtere Navigation, unten detaillierter. Das Scrolling in der unteren Timeline erfolgt auf dem PC per Mausrad und gedrückter Steuerungstaste. Wer es (wie wir) eher klassisch mag, kann aber nach dem Medienimport auch in den Bereich Edit wechseln, wo die Timeline den gewohnten Anblick bietet. Auch hier gibt es eine vertikale Navigation mit Steuerung und Mausrad, skaliert wird mit gedrückter Alt-Taste.

Wir fanden uns hier - von Premiere Pro kommend - abseits der Suche nach ein paar Tastenkürzeln auf Anhieb zurecht.

  1. Die Arbeitsbereiche im Einzelnen
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