Video: Twitter verkündet Aus für Vine-App

Twitter muss sparen und kündigt das App-Aus für das mit viel Hoffnung gestartete Videoexperiment Vine ein. Gleichzeitig verlieren rund 300 Mitarbeiter ihren Job.

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Das Logo von Vine
Das Logo von Vine (Bild: Vine.co/Screenshot: Golem.de)

Twitter hat die Entlassung von rund 300 seiner momentan noch 3.850 Mitarbeiter bekanntgegeben. Es ist nicht die erste Kündigungswelle: Vor einem Jahr mussten bei dem Kurznachrichtendienst bereits acht Prozent der Belegschaft gehen. Allzu große Sorgen um ihre Zukunft dürften sich die meisten Betroffenen aber nicht machen, schließlich gibt es in San Francisco für sie vermutlich mehr als genug alternative Arbeitgeber.

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Twitter will mit dem Schritt seinem Ziel näherkommen, endlich profitabel zu werden. Das Unternehmen hat unter anderem dank seines recht erfolgreichen Börsengangs zwar eine dicke Kapitaldecke, macht allein aus dem laufenden Betrieb aber jährlich rund eine halbe Milliarde US-Dollar Verlust.

Gleichzeitig mit dem Stellenabbau hat Twitter bekanntgegeben, seine Video-App Vine einzustellen. Die damit produzierten Kurzvideos sollen bis auf weiteres aber über die Webseite verfügbar sein. Vine wurde Anfang 2013 von Twitter übernommen. Anfangs gab es einigermaßen viel Wirbel um den Dienst.

Kurze Videos für kurze Texte

Er ist eine Art Bewegtbild-Gegenstück zu den Kurztexten bei Twitter: Mit Vine können Nutzer bis zu sechs Sekunden lange Videoclips erstellen, die dann - ähnlich wie ein animiertes Gif - ständig wiederholt werden. Nach dem anfänglichen Hype wurde Vine zwar fester Bestandteil des Twitter-Alltags, war aber bald nicht mehr sehr aufregend.

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Twitter hat gleichzeitig Geschäftszahlen veröffentlicht. In seinem letzten Geschäftsquartal hat das Unternehmen einen Verlust von 103 Millionen US-Dollar gemacht (Vorjahr: 131 Millionen US-Dollar). Der Umsatz stieg auf 616 Millionen US-Dollar, ein Plus von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahresquartal. Die Eigner der Firma suchen derzeit einen Käufer, haben sich aber laut Medienberichten bei Größen wie Disney und Salesforce bislang nur Abfuhren geholt.

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