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Videostreaming: Sony will "angemessene Lösungen" für gelöschte Filme finden

Eigentlich sollten Codes für digitale Serien und Filme dauerhaft funktionieren. Doch Funimation wird in Crunchyroll integriert, viele Inhalte nicht.
/ Martin Böckmann
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Laut Sony sollen Nutzer für gelöschte Inhalte entschädigt werden. (Bild: Illustration von Peter Macdiarmid/Getty Images)
Laut Sony sollen Nutzer für gelöschte Inhalte entschädigt werden. Bild: Illustration von Peter Macdiarmid/Getty Images

Sony hat angekündigt, Nutzer für ihre zum 1. April 2024 nicht mehr zugänglichen Bibliotheken(öffnet im neuen Fenster) auf der Videostreaming-Plattform Funimation zu entschädigen. Es geht dabei insbesondere um Streamingangebote, die als Teil von DVDs und Blu-Rays per digitalem Code freischaltbar waren, um die Inhalte auf allen Geräten mit Internetzugang abspielen zu können. Das sollte laut Funimation "Für immer, aber mit einigen Einschränkungen" möglich sein.

Nachdem Sony im Jahr 2021 die Anime-Streaming-Plattform Crunchyroll übernommen hatte, sollen die beiden Plattformen nun zusammengelegt werden, die Filme aus den digitalen Codes werden aber nicht über Crunchyroll abrufbar sein. Sony versucht aktuell, betroffene Nutzer zu beruhigen und verspricht angemessene Alternativen, auch über andere Streamingdienste.

Laut Crunchyrolls Vorsitzendem Rahul Purini(öffnet im neuen Fenster) hat man sich die Nutzungsdaten der per Code abrufbaren Filme angeschaut und dann entschieden, die Streams nicht auf Crunchyroll anzubieten. Stattdessen arbeite man über den Kundenservice direkt mit betroffenen Kunden, um ihnen Alternativen bieten zu können, hieß es.

Zugang über andere Plattformen

"Falls der Inhalt auf einem unserer anderen Services verfügbar ist, kann der Zugang auf diesem Weg weiter ermöglicht werden, auch wenn er auf Crunchyroll selbst nicht verfügbar ist. Andernfalls wäre auch ein vergünstigtes Abo möglich, am Ende soll gemeinsam mit den Kunden die beste individuelle Lösung gefunden werden." Purinis Aussagen lassen darauf schließen, dass es sich um eine sehr kleine Zahl Nutzer handelt. Allerdings wissen viele betroffene Kunden gar nicht, dass sie über den Kundenservice möglicherweise Zugang zu einer passenden Alternative erhalten können.

Laut einem Selbstversuch der The Verge Redakteurin Ash Parrish(öffnet im neuen Fenster) geht das aktuell nicht unbedingt gut für Kunden aus. Sie versuchte, über den Kundenservice weiterhin Zugang zu einigen ihrer Filme zu erhalten, die auf Crunchyroll nicht kostenfrei abrufbar sind. Sie erhielt jedoch nur eine Standard-E-Mail als Entschuldigung und kein Angebot für ein kostenfreies Abo, mit dem Sie die Filme weiterhin schauen kann.

Digitale Inhalte sorgen immer wieder für Probleme, wenn Unternehmen verkauft werden, pleitegehen oder sich aus anderen Gründen entscheiden, ihr Angebot zu reduzieren. Häufig entsteht der Eindruck, dass man ein Produkt erwirbt, während laut AGB lediglich die Nutzungsrechte daran erworben werden, häufig mit zusätzlichen Einschränkungen darüber hinaus.


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