Video-Codec: VLC testet AV1-Hardwarebeschleunigung

Erste experimentelle Builds des VLC-Players unterstützen die Hardwarebeschleunigung von AV1 unter Windows. Linux könnte bald folgen.

Artikel veröffentlicht am ,
Der VLC-Player unterstützt das Hardware-Decoding von AV1.
Der VLC-Player unterstützt das Hardware-Decoding von AV1. (Bild: Pixabay)

Die Videolan-Community stellt eine erste experimentelle Version des VLC-Players in Version 4.0 bereit, die eine Hardwarebeschleunigung für den freien Videocodec AV1 unterstützt. Das berichtet der für die Arbeiten hauptverantwortliche Entwickler Steve Lhomme in seinem Blog. Dort findet sich auch ein Link zum Download der ausschließlich zum Testen gedachten Version des VLC-Players.

Grundlage der Arbeiten bildet die freie Decoding-Bibliothek Dav1d des Videolan-Projekts, die bisher jedoch ausschließlich eine Software-Decoding unterstützt. "Es ist die schnellste auf allen CPU-Plattformen. Daher war es nur natürlich, dort einen Hardware-Decoder hinzuzufügen, um sie noch schneller zu machen, wenn die Hardware helfen kann", schreibt Lhomme dazu.

Der Dav1d-Decoder wurde um eine Hardwarebeschleunigung erweitert, welche auf der DXVA-Schnittstelle aus Windows 10 aufbaut. Damit lässt sich laut Lhomme die AV1-Hardwarebeschleunigung sowohl auf den aktuellen GPUs von Nvidia als auch Intel nutzen. Intel unterstützt AV1-Decoding in Xe, was auch als Gen12 bezeichnet und in Tiger Lake verwendet wird. Nvidia unterstützt das AV1-Decoding in seinen neuen Geforce RTX 3000.

Nvidia hatte zur Vorstellung seiner neuen Grafikkartenserie bereits angekündigt, dass auch der VLC-Player das AV1-Decoding via Hardware unterstützen soll. Zusätzlich dazu verweist der Hersteller auf die AV1 Video Extension von Microsoft sowie Googles Chrome-Browser, die das ebenfalls unterstützen. Zu einem Linux-Support hat sich Nvidia bisher nicht explizit geäußert. Intel arbeitet dagegen an einer Linux-Unterstützung für das von dem Unternehmen genutzte VA-API. Es ist davon auszugehen, dass auch der VLC-Player dies künftig unterstützt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
i4
BMW lässt sich am Berg nicht updaten

Die Besitzerin eines BMW i4 hat die Fehlermeldung entdeckt, ihr Parkplatz sei zu steil für ein Update der Bordsoftware.

i4: BMW lässt sich am Berg nicht updaten
Artikel
  1. Github CEO: Dohmke will Änderungen am KI-Act für Open-Source-Entwickler.
    Github CEO
    Dohmke will Änderungen am KI-Act für Open-Source-Entwickler.

    Der CEO von Github, Thomas Dohmke, hat beim EU Open Source Policy Summit über den KI-Act der EU gesprochen und über die Wichtigkeit von Open Source.

  2. Politische Ansichten auf Google Drive: Letzte Generation mit Datenschutz-Super-GAU
    Politische Ansichten auf Google Drive
    Letzte Generation mit Datenschutz-Super-GAU

    Die Aktivisten der Letzten Generation haben Daten von Unterstützern mitsamt politischer Meinung und Gefängnisbereitschaft ungeschützt auf Google Drive gelagert.

  3. Entwickler: ChatGPT könnte Google-Job mit 183.000 Dollar Gehalt kriegen
    Entwickler
    ChatGPT könnte Google-Job mit 183.000 Dollar Gehalt kriegen

    Google hat ChatGPT mit Fragen aus seinem Entwickler-Bewerbungsgespräch gefüttert. Die KI könne demnach eine Einsteigerposition erhalten.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RAM im Preisrutsch - neue Tiefstpreise! • Nur noch heute TV-Sale mit bis 77% Rabatt bei Otto • MindStar: Intel Core i7 13700K 429€, Powercolor RX 6800 549€ • Logitech G915 Lightspeed 219,89€ • PCGH Cyber Week [Werbung]
    •  /