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Video-Codec: VLC testet AV1-Hardwarebeschleunigung

Erste experimentelle Builds des VLC -Players unterstützen die Hardwarebeschleunigung von AV1 unter Windows. Linux könnte bald folgen.
/ Sebastian Grüner
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Der VLC-Player unterstützt das Hardware-Decoding von AV1. (Bild: Pixabay)
Der VLC-Player unterstützt das Hardware-Decoding von AV1. Bild: Pixabay

Die Videolan-Community stellt eine erste experimentelle Version des VLC-Players in Version 4.0 bereit, die eine Hardwarebeschleunigung für den freien Videocodec AV1 unterstützt. Das berichtet der für die Arbeiten hauptverantwortliche Entwickler Steve Lhomme in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) . Dort findet sich auch ein Link zum Download der ausschließlich zum Testen gedachten Version des VLC-Players.

Grundlage der Arbeiten bildet die freie Decoding-Bibliothek Dav1d des Videolan-Projekts, die bisher jedoch ausschließlich eine Software-Decoding unterstützt. "Es ist die schnellste auf allen CPU-Plattformen. Daher war es nur natürlich, dort einen Hardware-Decoder hinzuzufügen, um sie noch schneller zu machen, wenn die Hardware helfen kann" , schreibt Lhomme dazu.

Der Dav1d-Decoder wurde um eine Hardwarebeschleunigung erweitert, welche auf der DXVA-Schnittstelle aus Windows 10 aufbaut. Damit lässt sich laut Lhomme die AV1-Hardwarebeschleunigung sowohl auf den aktuellen GPUs von Nvidia als auch Intel nutzen. Intel unterstützt AV1-Decoding in Xe , was auch als Gen12 bezeichnet und in Tiger Lake verwendet wird. Nvidia unterstützt das AV1-Decoding in seinen neuen Geforce RTX 3000 .

Nvidia hatte zur Vorstellung seiner neuen Grafikkartenserie bereits angekündigt(öffnet im neuen Fenster) , dass auch der VLC-Player das AV1-Decoding via Hardware unterstützen soll. Zusätzlich dazu verweist der Hersteller auf die AV1 Video Extension von Microsoft(öffnet im neuen Fenster) sowie Googles Chrome-Browser, die das ebenfalls unterstützen. Zu einem Linux-Support hat sich Nvidia bisher nicht explizit geäußert. Intel arbeitet dagegen an einer Linux-Unterstützung(öffnet im neuen Fenster) für das von dem Unternehmen genutzte VA-API. Es ist davon auszugehen, dass auch der VLC-Player dies künftig unterstützt.


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