Video-App: Tiktok will trotz Trump-Verfügungen weitermachen

Die lokale Tiktok-Chefin zeigt sich in ihrem ersten Interview nach den Präsidentenverfügungen selbstbewusst. Vielleicht hat der Betreiber Bytedance noch rechtliche Möglichkeiten gegen das Verbot in den USA.

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Firmensitz von Tiktok
Firmensitz von Tiktok (Bild: Chris Delmas/AFP via Getty Images)

Tiktok will die schnell wachsende Kurzvideo-App in den USA weiter betreiben, unabhängig von der Verbotsanordnung der Trump-Regierung. Das berichtet die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf Vanessa Pappas, General Manager von TikTok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland. "Wir glauben, dass wir mehrere Wege nach vorn haben, um sicherzustellen, dass wir Millionen von Amerikanern, die sich jeden Tag darauf verlassen, weiterhin dieses erstaunliche App-Erlebnis bieten können", sagte Pappas.

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Präsident Donald Trump hat die Abschaltung vom Tiktok angeordnet, wenn sich nicht bis Mitte November ein US-Unternehmen als Käufer findet. Die chinesische Video-App gehört Bytedance. Tiktok stelle eine Bedrohung der nationalen Sicherheit dar, heißt es in der am 6. August 2020 veröffentlichten Verfügung in den USA. Die App sammle große Mengen an Nutzerdaten und könne es der Regierung Chinas ermöglichen, Amerikaner auszuspionieren.

Microsoft hat angekündigt, bis Mitte September eine Übernahme von Tiktok anzustreben. Weitere Kaufinteressenten sind der Hersteller von Unternehmenssoftware Oracle und der Kurznachrichtendienst Twitter.

Pappas leitet Tiktok in den USA, Kanada, Australien und Neuseeland - die Teile des Konzerns, die Berichten zufolge in Verkaufsgesprächen mit Microsoft und Oracle an erster Stelle stehen. "Wir haben deutlich gemacht, dass wir den Schlussfolgerungen von CFIUS überhaupt nicht zustimmen, und wir sind sehr enttäuscht über das Ergebnis, das wir dort gesehen haben", sagte Pappas. "Uns wurden noch keine Beweise vorgelegt, um diese Vorwürfe und Behauptungen zu stützen." CFIUS (Committee on Foreign Investment in the United States) ist das Komitee für Auslandsinvestitionen in den USA.

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Die von Trump festgelegte Frist wirkt sich auf das Geschäft von Tiktok aus. Die Beschäftigten fragen sich, ob sie weiter bezahlt werden - das Unternehmen erklärte, dass man weiterhin zahlen werde, genau wie in Indien nach einem Verbot der App durch die rechte Regierung in dem Land.

Trump war Anfang August zunächst in zwei Präsidentenverfügungen gegen die Video-App Tiktok und den Messengerdienst Wechat vorgegangen. US-Bürgern und Firmen sollten nach einer Frist von 45 Tagen Transaktionen mit den chinesischen Firmen Bytedance und Tencent verboten werden. In einer weiteren Verfügung ordnete er am Samstag an, dass Bytedance sich innerhalb von drei Monaten von allen Daten von Nutzern in den Vereinigten Staaten trennen müsse. Auch dürfe Bytedance in den USA kein Eigentum mehr besitzen, das für den Betrieb von Tiktok genutzt werde.

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User_x 24. Aug 2020

Auf YouTube haben die schon mit dem Tiktok Format angefangen, Kurzvideos per sliding...

FreiGeistler 24. Aug 2020

Plötzlich erschienene, bewaffnete, unmarkierte Soldaten und weitere "unregelmässigkeiten".

nicoledos 23. Aug 2020

52 MILLIARDEN DOLLAR für einen Dienst, der nur in USA nutzbar ist. Da TikTok alle anderen...

HitEmUp 22. Aug 2020

Ironisch wie grade die USA diktatorisch werden und Planwirtschaft einführen



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